Titel Komische Oper
Bild: Gunnar Geller

Engagement

Musik ist für alle da

Klassische Partnerschaft: Die Berliner Sparkasse unterstützt die Komische Oper ab sofort dabei, junge Menschen für die Schönheit des Musiktheaters zu begeistern.

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uf die universelle Sprache der Musik setzen die Komische Oper Berlin und die Berliner Sparkasse mit Beginn der neuen Spielzeit. Gemeinsam wollen sie insbesondere die Herzensthemen „Vielfalt“ und kulturelle Öffnung noch mehr in die Stadt hineintragen. Deshalb ist Berlins größtes Finanzinstitut nun stolzes Mitglied im Chor der Förderer des traditionsreichen Opernhauses in der Behrenstraße in Mitte.

„Wir waren schon seit längerer Zeit auf der Suche nach einem weiteren Engagement im Kulturbereich, um Gelder sinnvoll für viele Berlinerinnen und Berliner einzusetzen“, erläutert Christina Pries, Referentin für gesellschaftliches Engagement der Berliner Sparkasse, die Partnerschaft. Die Schwelle zur Hochkultur sei bei der Komischen Oper niedriger als bei anderen klassischen Opernhäusern. „Das Haus zeigt sich sehr familiär und kundennah“, schwärmt die Bankerin. Man passe deshalb optimal zusammen: „Wir wollen durch unser Engagement dabei mithelfen, dass spannendes Musiktheater noch einfacher für Menschen erschlossen wird, die bislang nicht in die Oper gehen.“

Komische Oper2
Bild: Gunnar Geller

Auch der quirlige Intendant Barrie Kosky, gerade von einer renommierten Fachjury erneut zum „Opernregisseur des Jahres“ gewählt, freut sich sehr über die vereinten Kräfte im Engagement für ein buntes Berlin: „Vielfalt ist nichts selbstverständliches, sondern muss als ein besonderes Gut gepflegt und immer wieder neu erkämpft werden. Ein Blick auf die derzeitige internationale Großwetterlage genügt, um das zu erkennen.“, so der australische Theatermann, der das Haus seit vier Jahren leitet. Für ihn hat Kunst gerade jetzt eine große Aufgabe: „Selbst in Berlin, dieser wunderbaren und offenen Metropole, finden täglich homophobe Übergriffe statt, werden Menschen mit Migrationshintergrund benachteiligt und fährt die AfD ein Wahlergebnis von 14 Prozent ein! Auch in Berlin ist es also erforderlich, sich für Vielfalt einzusetzen. Gemeinsam mit einem starken Partner wie der Berliner Sparkasse – umso besser!“

Ein Konzert der kulturellen Vielfalt

Eine Säule der Zusammenarbeit zwischen Komischer Oper und Hauptstadtsparkasse ist ein „Sing along“-Workshop mit Berliner Grundschulen. Die Federführung bei diesem Herzensprojekt übernimmt die renommierte wie umtriebige Musiktheaterpädagogin der Komischen Oper, Anne-Kathrin Ostrop. Erfolgreich organisiert und betreut sie mit ihrem zehnköpfigen Team bereits heute rund 350 Workshops pro Jahr und trägt so klassische Melodien des Musiktheaters in die Berliner Kieze: „Mit Unterstützung der Berliner Sparkasse werden wir in eine Schule gehen, in der eine große Vielfalt an Nationalitäten, Bildungshintergründen und Haushaltseinkommen eine heterogene Schülerschaft garantiert“, freut sich die mitreißende Pädagogin. „Dort üben wir dann auf jeden Fall auch Lieder aus den Herkunftskulturkreisen der Schülerinnen und Schüler.“

Komische Oper Peter Pan
Bild: Jan Windszus Photography

In der Endphase des laufenden Schuljahres sollen diese Schüler, die Lehrkräfte, möglichst viele Eltern und auch das Team der Sparkassen-Filiale im Kiez zum außergewöhnlichen „Sing along“-Konzert im großen und wahrlich glamourösen Saal der Komischen Oper Berlin zusammenkommen.

Barrie Kosky öffnet die Oper für neue Zielgruppe

Die Premiere für so ein klassisches „Sing along“ mit Kindern und Erwachsenen hat Anne-Kathrin Ostrop übrigens bereits hinter sich: Beim Bürgerfest des Bundespräsidenten Anfang September formten Künstler der Komischen Oper Berlin mit Unterstützung der Berliner Sparkasse ein eindrucksvolles vierstimmiges A-Cappella-Orchester aus dem hoch motivierten Publikum.

Berlinerinnen und Berliner können sich ab sofort öfter von der nahbaren Kunst beim außergewöhnlichen Opernhaus mit rekordverdächtiger Auslastung und rund 40.000 Besuchern im Kinder- und Jugendalter pro Jahr überzeugen. Unter Intendant Kosky wurde das Haus in den letzten Jahren zum „Talk of town“. Mit seinem überraschenden Spielplan schaffte er den hochgelobten Spagat zwischen selten gespielten Barockstücken und entstaubten Musicals und öffnete seine Oper für ganz neue Zielgruppen. Hervorzuheben ist hier beispielsweise das einzigartige Projekt „Selam Opera!“, das türkeistämmige Berliner für klassische Klänge begeistert, über das Unterzeichnen der Charta der Vielfalt als einziges Opernhaus und das Engagement des Hauses für die LGBTI*-Community bis hin zu der innovativen und vielsprachigen Texteinblendung vor jedem einzelnen Platz.

Komische Oper3
Bild: Jan Windszus Photography

Kooperation mit Gleichstellungsgedanke

Auch die ersten Premieren in diesem Herbst versprechen große Emotionen und mitreißende Melodien: „Figaro!“ heißt es beispielsweise ab 9. Oktober in Rossinis witz- und temporeichem „Barbier von Sevilla“. Die Familienoper „Peter Pan“ von Richard Ayres bringt ab 6. November nicht nur die Kinder aus Nimmerland zum Fliegen. Und bei der berlinerischen Operette „Die Perlen der Cleopatra“ von Oscar Straus ist erneut ein absurd-turbulenter Theaterspaß mit Dagmar Manzel auf der (schrägen) Bühne garantiert.

Jetzt schon kurz erwähnt sei auch die Premiere von Aribert Reimanns „Medea“ im Mai nächsten Jahres. Eine Inszenierung, die die Werte der Berliner Sparkasse und der Komischen Oper Berlin besonders schön illustriert, freut sich Christina Pries: „Die besonders starke weibliche Titelrolle unterstreicht, dass der Gleichstellungsgedanke der Komischen Oper wichtig ist – genau wie uns.“

Kontakt:
Komische Oper Berlin
Behrenstraße 55-57, 10117 Berlin-Mitte
www.komische-oper-berlin.de
Tel.: (030) 47 99 74 00

Premieren der neuen Spielzeit im Herbst 2016:

Sonntag, 9. Oktober., 18 Uhr
Gioachino Rossini: „Il barbiere di Siviglia“

Sonntag, 6. November, 16 Uhr
Richard Ayres: „Peter Pan“

Samstag, 3. Dezember, 19.30 Uhr
Oscar Straus: „Die Perlen der Cleopatra“

Sonntag, 18. Dezember, 19 Uhr
Emmerich Kálmán: „Marinka“

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