Titel Energiespartipps
Bild: AdobeStock
Energie sparen

Deckel drauf, Licht aus, Kofferraum aufräumen

Die besten Tipps des WWF für den alltäglichen Klimaschutz in sechs Lebensbereichen. So schonen Sie geschickt das Klima – und den Geldbeutel.

1) Kochen

Bild: Shutterstock

Wasserkocher nutzen.
Wasser zum Kochen lieber im Wasserkocher erwärmen als auf dem Herd. Dadurch werden bis zu 90 kg CO2 im Jahr gespart, was etwa 40 Euro entspricht.

Jeder Topf braucht einen Deckel.
Kochen mit Topfdeckel spart ein Drittel Energie. Bei fünf Kochvorgängen in der Woche spart man so pro Jahr rund 100 kg CO2 und rund 46 Euro.

Mikrowelle meiden.
Sie hat einen enorm hohen Stromverbrauch, möglichst selten nutzen.

Neuer Kühlschrank rechnet sich.
Wer den alten Kühlschrank der Energieeffizienzklasse B durch ein Gerät der Klasse A+++ austauscht, spart pro Jahr 160 kg CO2 und 74 Euro ein.

Schnellkochtopf nutzen.
Ganz einfaches Prinzip: Wasserdampf unter hohem Druck vermindert die Kochzeit. Damit ist das Essen nicht nur schneller fertig, es spart auch bis zu 60 Prozent Energie!

Ab und zu abtauen.
Bei einer Eisschicht im Kühl- oder Gefrierschrank verbrauchen diese deutlich mehr Strom. Kühlschrank ganz abschalten, wenn es in den Urlaub geht. Aber nicht vergessen, die Tür des Kühlschranks offen zu lassen!

Der Kühlschrank mag es kalt.
Am besten steht er an einem kühlen Ort in der Küche, also nicht neben dem Herd oder in der Sonne.

Getränke in größeren Flaschen kaufen.
Das spart Materialien und Müll. So wird die Umwelt geschont.

Beim Spülen helfen lassen.
Eine Spülmaschine entlastet nicht nur die Nerven, sondern schont auch die Umwelt.

2) Essen & Trinken

Bild: Shutterstock

Weniger Fleisch essen.
46 Prozent der gesamten Anbaufläche in Deutschland wird für die Futterproduktion für Nutztiere benötigt, 18 Prozent der Treibhausgas-Emissionen entstehen allein durch Viehzucht. Grund ist auch die energieaufwändige Düngerproduktion. Der Wasserverbrauch ist riesig: Für die Produktion von 1 kg Rindfleisch benötigt man 75 Badewannen Wasser. Für uns kaum präsent: Wasser ist eine knappe Ressource.

Essen nach saisonalem Angebot.
Dies mindert das energieaufwendige Beheizen von Treibhäusern.

Lebensmittel aus der Region kaufen.
So werden Transportwege vermieden.

Am besten bio!
Bei diesen Produkten werden keine energieaufwendigen Kunstdünger und Pestizide verwendet, die zudem ungesund sind. Durch Kreislaufwirtschaft entstehen deutlich weniger Klimagase.

Lebensmittel gehören in den Mund.
Pro Person werden jährlich rund 83 Kilo Lebensmittel im Wert von 235 Euro in die Tonne geschmissen. Das ist nicht nur schade um Essen und Geld, sondern auch schlecht für das Klima. Also nicht zu viel einkaufen, Lebensmittel richtig lagern und auf die Haltbarkeit achten. Wichtig: Es handelt sich um die angezeigte Mindesthaltbarkeit! Viele Lebensmittel sind noch lange über das Datum hinaus genießbar.

3) Energie

Bild: Shutterstock

Auf LED-Lampen umstellen.
Diese sparen bis zu 90 Prozent Energie – und bis zu 10 Prozent des gesamten Haushaltsstroms.

Zu Ökostrom wechseln.
Kostet kaum mehr, ist kinderleicht und bringt enorm viel für das Klima. Ein durchschnittlicher 3- bis 4-Personen-Haushalt kann dadurch im Jahr bis zu 1,9 Tonnen CO2 einsparen.

Ladegeräte ausstöpseln.
Ladegeräte von Handys, Digitalkameras, Rasierern oder Laptops verbrauchen auch Strom, wenn sie nicht benutzt werden. Das erkennt man häufig – aber nicht immer – daran, dass sie warm sind.

Stecker ziehen.
Unterhaltungselektronik und Computer verbrauchen oft auch im Stand-by-Modus Strom. Das kostet pro Haushalt bis zu 100 Euro im Jahr.

Wassertemperatur einstellen.
Niemand duscht mit 90 Grad heißem Wasser. Also besser gleich den Durchlauferhitzer/Boiler auf 40 Grad einstellen.

Energieeffizient waschen.
Den unnötigen Vorwaschgang weglassen, nur im Ausnahmefall über 40 Grad waschen – normal verschmutzte Wäsche wird auch so sauber. Abschließend auf die Leine statt in den Trockner! Das spart bis zu 80 Prozent Energie.

Wenn Trockner, dann richtig.
Wenn‘s sein muss, wenigstens ein Kondensationstrockner mit Wärmepumpe. Dieser verbraucht bis zu 63 Prozent weniger Strom als konventionelle Trockner.

4) Heizen

Bild: Shutterstock

Keine Tropen in der Wohnung.
Bei einem Grad weniger Raumtemperatur spart man 5 bis 10 Prozent Energie, 200 kg CO2 und 70 Euro. Angenehm zum Wohnen, für die Umwelt und die Finanzen sind: 19 bis 21 Grad im Wohnbereich, 21 bis 23 Grad im Bad und 18 Grad im Schlafzimmer.

Richtig lüften.
Durchgehend gekippte Fenster kühlen die Wände aus und die Heizung muss mehr arbeiten. Am besten mehrmals täglich kurz durchlüften, um die Raumluft zügig auszutauschen. Dabei die Heizung komplett abstellen.

In der Küche runterdrehen.
Die Küche muss nicht groß geheizt werden! Denn Kühlschränke, Spülmaschinen und Öfen produzieren Abwärme. Also nicht zu stark heizen.

Ein Thermostat hilft bei Effizienz.
Er drosselt die Wärme bei Abwesenheit und sorgt fürs Optimum bei Anwesenheit.

Nachhaltig bauen und modernisieren.
Lieber Gas- als Ölheizung. Mit gut gedämmten Außenwänden erhöht sich der Wohnkomfort und die Wandinnenflächen sind wärmer. Das spart jede Menge Energie und Geld. Gut abgedichtete und isolierte Fenster helfen dabei, die Wärme in dem Raum zu halten.

5) Mobil sein

Bild: Shutterstock

Weniger Kurzstrecken mit dem Auto.
Die meisten Strecken, die wir fahren, sind unter 3 km. Das geht auch mit dem Fahrrad oder zu Fuß. Das lässt nicht nur die CO2-Werte purzeln, sondern ist auch gesund.

Fahrgemeinschaften bilden.
Das spart nicht nur Energie und Kosten, sondern ist zudem noch unterhaltsam.

Fahrstil ändern.
Frühzeitig schalten und dafür mehr Gas geben, stets im höchstmöglichen Gang fahren: In der Regel bei Tempo 30 den dritten, bei 40 den vierten und bei Tempo 50 den fünften Gang einlegen. Niedertouriges Fahren reduziert sogar den Motorverschleiß, der Verbrauch sinkt bis zu 20 Prozent.

Den Kofferraum entrümpeln.
Mit weniger Gewicht weniger Sprit verbrauchen: 100 kg Zuladung bedeuten bis zu 0,7 Liter Kraftstoff mehr pro 100 km.

Kaum genutztes Auto abschaffen.
Wenn möglich auf Carsharing umsteigen. Das gibt es auch mit Elektroautos. Das spart Ressourcen und viel Geld: Ein eigener Mittelklassewagen kostet monatlich rund 300 Euro – plus Anschaffungskosten.

Weniger fliegen.
Fliegen verursacht sehr große Mengen an Treibhausgasen. Also seltener Urlaub in Übersee, bei kürzeren Strecken auf die Bahn setzen. Mit der kommen zwischen Berlin und München lediglich 29 kg CO2 pro Person zusammen, beim Flugzeug sind es 90,7 kg CO2.

6) Arbeiten

Bild: Shutterstock

Auf Laptop umsteigen.
Diese sind mittlerweile fast genauso leistungsfähig wie große Rechner, aber sie sind viel energieeffizienter.

Monitor ausschalten.
Aufwendige Bildschirmschoner verbrauchen viel Energie, bei Pause oder Meeting besser auch den Monitor pausieren lassen.

FSC-Papier nutzen.
Die Bäume, die für die Herstellung gefällt werden, stammen aus verantwortungsvoll bewirtschafteten Wäldern. Das Ökosystem Wald wird so langfristig erhalten.

Auch am Arbeitsplatz Müll trennen.
Richtige Mülltrennung spart bis zu 110 Kilo CO2 pro Jahr.

Klimaschutz ins Gespräch bringen.
Mit Kolleginnen und Kollegen über Energiespartipps austauschen.

Videokonferenzen einführen.
Bei externen Meetings Reisen einsparen.

Der Letzte macht das Licht aus.
Und auch Drucker und Scanner gehören ausgeschaltet. Die Heizung muss auch im Büro nachts nicht laufen.

Diese Themen könnten Sie auch interessieren