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Titel Kfw-foewrderung
Bild: Shutterstock
Staatliche Förderung

Die Immobilie fit für die Zukunft machen

Für Eigentümer und Erwerber von Bestandsimmobilien bietet die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) attraktive Förderprogramme mit handfesten Vorteilen: Die Zinsen sind historisch günstig, zusätzlich warten Tilgungszuschüsse.

Ob altersgerechte Umbauten mit barrierefreien Zugängen, energetische Sanierungen für geringere Heizkosten oder die Installation einer Photovoltaik-Anlage auf dem Dach: Für Immobilieneigentümer gibt es viele Motive, ihre Bestandsimmobilie zu modernisieren – und so vielfältig wie die Gründe sind die Förderprogramme der KfW-Förderbank – Kooperationspartner der Berliner Sparkasse.

Höhere Tilgungszuschüsse, niedrigere Zinsen

So hat die KfW zum 1. Januar 2016 ihr Förderangebot im Programm „Energieeffizient Sanieren“ erweitert. Erstmalig steht die Förderung von sogenannten effizienten Kombinationslösungen im Fokus. Dafür stellt das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie insgesamt 165 Millionen Euro für Zinsverbilligung und Zuschüsse zur Verfügung.

„Mit der neuen Förderung von Kombinationslösungen wollen wir gezielt zusätzliche Einsparpotenziale im Heizungskeller heben und den Austausch von alten Heizungen durch moderne und effiziente Anlagen vorantreiben. Hier gibt es ganz klar Nachholbedarf,“ so der Bundesminister für Wirtschaft und Energie, Sigmar Gabriel. Gefördert werden Bauherren, die ihre Heizung austauschen oder eine Lüftungsanlage einbauen möchten und dabei Paketlösungen nutzen. Zum Beispiel werden mit dem Einbau von Lüftungsanlagen in Kombination mit einer Sanierungsmaßnahme an der Gebäudehülle Bauschäden wie Schimmel vermieden. Das Heizungspaket soll das Heizungssystem in Gänze optimieren, inklusive Heizung und Wärmeverteilung.

Kreditnehmer erhalten für das jeweilige Maßnahmenpaket einen Tilgungszuschuss von 12,5 Prozent (maximal 6.250 Euro) auf den Förderhöchstbetrag von 50.000 Euro pro Wohneinheit. Bauherren, die aus eigenen Mitteln finanzieren, können mit einem Investitionszuschuss von 15 Prozent der förderfähigen Kosten von 50.000 Euro (maximal 7.500 Euro) pro Wohneinheit rechnen.

Förderprogramme fürs Alter und Energiesparen

Auf diese Entwicklung reagiert die KfW mit noch attraktiveren Förderprogrammen für Bestandsimmobilien in den Bereichen „Energieeffizient Sanieren“ und „Altersgerecht Umbauen“. Wer sein Haus oder seine Wohnung fit für die Zukunft machen will, kann sich über die Förderprogramme der KfW bei der Berliner Sparkasse unverbindlich beraten lassen. Die einzelnen Programme lassen sich sogar kombinieren. Hier die Förderprogramme im Einzelnen:

KfW-Förderprogramme

Weitere Informationen zu den hier beschriebenen KfW-Förderprogrammen für Bestandimmobilien finden Interessenten auf der Website der KfW-Förderbank .

1) Altersgerecht Umbauen

Der Kredit ermöglicht mehr Wohnkomfort dank weniger Barrieren ab 0,75 Prozent effektivem Jahreszins. Hierzu zählen zum Beispiel der Weg zum Haus oder zur Garage, der altersgerechte Stellplatz für das Auto, aber auch der Treppenlift im Haus sowie der Abbau von Türschwellen und der Umbau des Badezimmers. Über die einzelnen Projekte informiert die KfW hier in einem gesonderten Merkblatt. Ab 1. April gibt es auch eine verbesserte Förderung für Maßnahmen zum Einbruchschutz.

Rollifahrerin Eingang
Wer im Alter auf den Rollstuhl angewiesen ist, kann über die KfW das Haus rollstuhlgerecht modernisieren. Bild: Shutterstock

Bis 50.000 Euro gewährt die KfW pro Wohneinheit – unabhängig vom Alter – für Baumaßnahmen, die Stolperfallen reduzieren und den Wohnkomfort erhöhen. Das Programm lässt sich ideal kombinieren mit dem Produkt „Energieeffizient Sanieren.“ Beim Ersterwerb von barrierearm modernisiertem Wohnraum können die Kosten der Umbaumaßnahmen gefördert werden, wenn sie im Kaufvertrag gesondert ausgewiesen sind.

2) Energieeffizient Sanieren

Das Förderprogramm richtet sich an alle, die Wohnraum energetisch sanieren oder sanierten Wohnraum kaufen wollen. Bis 100.000 Euro gewährt die KfW als Kredit für jede Wohneinheit in einem KfW-Effizienzhaus oder 50.000 Euro für Einzelprojekte. Zu den geförderten Sanierungen gehören beispielsweise gedämmte Wände, neue Fenster und Außentüren und eine neue Heizungs- und Lüftungsanlage. Zusätzlich gibt es einen Ergänzungskredit für Heizungsanlagen, wenn Hauseigentümer hier auf erneuerbare Energien umschwenken.

Unser Tipp : Holen Sie bei Interesse an einem solchen KfW-Kredit einen Energieberater hinzu, der mit Ihnen eine Bestandsaufnahme der Immobilie macht und gleich sagen kann, welche Maßnahmen KfW-förderfähig sind. Ihr Kundenberater bzw. Ihre Kundenberaterin der Berliner Sparkasse nennt Ihnen gern seriöse Berater.

Außerdem gibt es attraktive Tilgungszuschüsse von der KfW. Bis 27.500 Euro zahlt sie an Kreditnehmer aus. Der Tilgungszuschuss reduziert das Darlehen und verkürzt damit die Darlehenslaufzeit. Außerdem ist eine kostenfreie, außerplanmäßige Tilgung möglich. Ein Merkblatt zum Förderkredit finden Sie hier. Für Eigentümer, die ihre Sanierung ohne Kredit finanzieren, gibt es einen Investitionszuschuss in Höhe von bis zu 30.000 Euro je Wohneinheit.

Energieeffizientes Sanieren in Zahlen:

Anteil von privaten und öffentlichen Gebäuden in Deutschland am Gesamt-Energieverbrauch: 40 Prozent

Anteil von Gebäuden durch Heizung, Warmwasser und Beleuchtung am gesamten CO2-Ausstoß: 30 Prozent

Energiedarf (in Prozent) in privaten Häusern für die Heizung und warmes Wasser: 85 Prozent

Anzahl der Gebäude in Deutsch­land (in Prozent), die vor 1978 gebaut und entsprechend vielfach noch unsaniert sind: 75 Prozent

Einsparpotenzial durch fach­ge­rechtes Sanieren und moderne Gebäude-Technik: bis zu 80 Prozent

Quelle: Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit,
hier nachzulesen .

3) Erneuerbare Energien: Photovoltaik

„Ein günstiger Kredit für alle, die Sonnen-Energie zur eigenen Stromerzeugung nutzen wollen“, wirbt die KfW und gibt bis zu 25 Millionen Euro pro Vorhaben ab 1,10 Prozent effektivem Jahreszins.

Dach Solaranlage Mann
Auch den Bau einer Photovoltaik-Anlage fördert die KfW. Bild: Shutterstock

Sie fördert sowohl den Kauf einer neuen Photovoltaik-Anlage, als auch die Modernisierung gebrauchter Anlagen – falls die Hauseigentümer einen Teil des Stroms in das öffentliche Stromnetz einspeisen. Hier hat die Bundesnetzagentur die Einspeisevergütung zwar weiter gesenkt, dennoch lohnt sich eine Photovoltaikanlage weiterhin, denn die Strompreise steigen bekanntlich kontinuierlich.

Dies gilt vor allem für Hauseigentümer an sonnenreichen Standorten und mit einem guten Anteil an Eigenbedarf. Die Stiftung Warentest hat ermittelt , dass sich die Anschaffung ab 20 Prozent Eigendarf des gewonnenen Stromes rechnet – vorausgesetzt der Anschaffungspreis war entsprechend günstig.

4) Kauf: Wohneigentums-Programm

Wer eine Bestandsimmobilie kaufen möchte, kann diesen Kredit mit einem effektiven Jahreszins von 1,00 Prozent ideal nutzen. Bis zu 50.000 Euro pro Vorhaben finanziert die KfW auch in Kombination mit weiteren KfW-Förderprodukten.

Gefördert wird der Bau bzw. Kauf von selbstgenutzten Eigenheimen oder Eigentumswohnungen. Zu den finanzierbaren Kosten zählen etwa die Kosten des Baugrundstücks, Baunebenkosten wie für den Architekten, Bauberater, Notar, Maklergebühren sowie die Grunderwerbsteuer. Wer eine Immobilie vererbt oder geschenkt bekommen hat, kann die Sanierungs- und Umbaukosten ebenfalls über die KfW finanzieren und hierüber sogar die Miterben leichter auszahlen. Das Förderprodukt kommt allerdings nicht in Frage für Ferienhäuser, vermietete Immobilien oder Gewerbeflächen. Eine Übersicht über Förderprogramme der KfW für Bestandsimmobilien finden Sie auf der KfW-Website.

Dass sich eine Modernisierung des Wohneigentums langfristig lohnt, belegte übrigens eine Studie der Landesbausparkassen aus 2013. Zusammen mit der Gesellschaft für Konsumforschung wurden Hausbesitzer befragt, die eine Modernisierung vorgenommen haben. 55 Prozent bestätigten, dass sich diese für sie voll und ganz gelohnt habe, 38 Prozent trauten sich dazu noch kein Urteil zu und nur 7 Prozent zeigten sich enttäuscht über den Erfolg.

Individuelle Beratung

durch die Immobilien-Experten der Berliner Sparkasse:

• individuelle Finanzierungskonzepte für Bau, Kauf und Modernisierung
• umfassende Fördermittelberatung
• Zinsfestschreibung bis zu 20 Jahren
• Flexible Sondertilgungsoptionen
• Forward-Darlehen
• Bequeme Umfinanzierung

Weitere Informationen finden Sie hier auf der Website der Berliner Sparkasse.

Service für Immobilienkäufer und -eigentümer

Auf der Übersichtsseite unseres „Immobilien-Spezial“ finden Sie alle Infos zum Bauen, Kaufen, Verkaufen, Finden, Finanzieren, Modernisieren und Versichern Ihres Traumobjektes.

Hier geht’s zum Immobilien-Spezial von Berliner Akzente.

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