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Titel Kfw-foerderung
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Bauen und Sanieren

Neue KfW-Förderung und BAFA-Zuschüsse ab 2020

Energetisch sanieren oder KfW-effizient neu bauen – seit Beginn des Jahres 2020 sind die Fördermittel der KfW und des BAFA deutlich gestiegen. So wird sanieren, modernisieren oder neu bauen für Immobilienbesitzer noch interessanter. Wir zeigen die wichtigsten Neuerungen bei KfW und BAFA.

Die eigenen vier Wände modernisieren, energetisch sanieren, altergerecht umbauen, den Traum vom Eigenheim komplett neu verwirklichen oder eine Bestandsimmobilie kaufen: Mit den Förderprogrammen der Kreditanstalt für Wiederaufbau, KfW, und dem Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle, kurz BAFA lassen sich eine Vielzahl von Bauvorhaben verwirklichen. Wir zeigen, welche Fördermöglichkeiten es gibt und welche Bedingungen seit 2020 für die KfW-Förderung und BAFA-Zuschüsse gelten.

1. KfW Förderung: erhöhte Zuschüsse seit Beginn des Jahres

Die KfW Bank bietet Immobilienbesitzern und -käufern eine Vielzahl an Fördermitteln. Egal ob Sie neu bauen, eine energetische Sanierung vornehmen wollen, Ihre Immobilie altersgerecht umbauen möchten oder eine Bestandsimmobilie kaufen und diese energetisch sanieren möchten. Diese Zuschüsse und Kreditbeträge haben sich seit Beginn des Jahres 2020 erhöht:

Energieeffizient Sanieren – Kredit (151) für Komplettsanierungen:

Für die Sanierung zum KfW-Effizienzhaus oder den Kauf von saniertem Wohnraum erhöht sich der Tilgungszuschuss um 12,5 Prozent. Der maximale Kreditbetrag steigt um 20.000 Euro auf 120.000 Euro. So erhalten Sie für den angestrebten Status eines KfW-Effizienzhaus 115 und Denkmal: 25 Prozent von maximal 120.000 Euro Kreditbetrag, das sind bis zu 30.000 Euro je Wohneinheit. Wenn Sie den höchsten KfW Standard, nämlich ein KfW-Effizienzhaus 55, anstreben, dann erhalten Sie 40 Prozent von maximal 120.000 Euro Kreditbetrag, das sind bis zu 48.000 Euro je Wohneinheit.

Energieeffizient Sanieren – Kredit (152) für Einzelmaßnahmen

Bei energetischen Einzelmaßnahmen, wie einer neuen Heizung oder Dämmung der Fassade, die keinen KfW-Effizienzhaus-Standard anstreben, erhöht sich der Tilgungszuschuss um 12,5 Prozent. Der maximale Kreditbetrag bleibt bei 50.000 Euro.

Waermedaemmung
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Energieeffizient Sanieren – Investitionszuschuss (430)

Für die Sanierung zum KfW-Effizienzhaus oder energetische Einzelmaßnahmen erhöht sich der Investitionszuschuss um 10 Prozent. Die förderfähigen Investitionskosten für die Sanierung zum KfW-Effizienzhaus steigen um 20.000 Euro auf 120.000 Euro. Die förderfähigen Investitionskosten für Einzelmaßnahmen bleiben bei 50.000 Euro.

Energieeffizient Bauen – Kredit (153) für den Bau oder Kauf eines Effizienzhauses

Wenn Sie eine neue Immobilie bauen wollen oder ein neues Haus kaufen wollen, dann können Sie diesen Kredit zur Finanzierung nutzen. Voraussetzung ist allerdings, dass es sich bei der Immobilie um ein KfW-Effizienzhaus handelt. Wenn Sie die Vorraussetzungen für diesen Kredit erfüllen, dann können Sie Fördermittel beantragen. Zu Beginn des Jahres 2020 wurde der Tilgungszuschuss um 10 Prozent erhöht. Der maximale Kreditbetrag steigt um 20.000 Euro auf insgesamt 120.000 Euro.

2. BAFA Fördermittel – enerergetische Sanierung der Heizungsanlage oder Solaranlagen

Sie sind bereits im Besitz einer Immobilie, die einer Sanierung bedarf? Neue Fenster, Heizung oder das Dach müssten dringend erneuert werden. Dann können Sie eine der oben genannten Förderung der KfW nutzen oder auch auf das Förderprogramm des Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) zurückgreifen. Denn auch hier gibt es seit Beginn des Jahres neue Zuschüsse, von denen Immobilienbesitzer profitieren können, die eine energetische Sanierungsmaßnahme vornehmen wollen.

Was wird vom BAFA gefördert?

Für Neubauten kann über die Fördermittel des BAFA eine Solarkollektorenanlage oder Biomasse- sowie Wärmepumpenanlagen bezuschusst werden. Solaranlagen werden bis zu 30 Prozent der förderfähigen Kosten bezuschusst, Biomasse- und Wärmepumpenanlagen bis zu 35 Prozent.

Auch Eigentümer von Bestandsimmobilien können profitieren und bekommen verschiedene Zuschüsse zu einer neuen Heizungsanlage. Bezuschusst werden:

  • Solarthermieanlagen mit bis zu 30 Prozent
  • Biomassenanlagen mit bis zu 35 Prozent
  • Effiziente Wärmepumpenanlagen mit bis zu 35 Prozent
  • Hybridheizungen mit bis zu 30 bzw. 35 Prozent
  • „Renewable Ready“ Gas-Brennwertheizungen mit bis zu 20 Prozent

Austauschprämie für Ölheizungen:

Wird eine Ölheizung durch eine förderfähige Hybridheizung, Biomasseanlage oder Wärmepumpenanlage ersetzt, erhöht sich der gewährte Fördersatz um 10 Prozentpunkte. Dadurch ergibt sich für Heizungen, die ausschließlich erneuerbare Energien nutzen, ein Fördersatz von 45 Prozent und für Heizungen, die sowohl erneuerbare Energien als auch Erdgas nutzen ein Fördersatz von 40 Prozent.

Das sollten Sie beachten: Die BAFA-Förderung können Sie mit der KfW-Förderung kombinieren. Allerdings nur mit dem KFW Kredit „Energieeffizient bauen“ und „Energieeffizient sanieren – Ergänzungskredit“. Die Antragstellung muss vor Beginn des Vorhabens erfolgen.

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