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Titel Mein Berliner Akzent
Bild: Berliner Sparkasse
Ihr Berliner Akzent

Die Berliner Sparkasse wird 200: Wir suchen Ihre Geschichte!

Machen Sie es wie Ingrid Türk aus Schmargendorf: Erzählen Sie uns Ihren Berliner Akzent im Zusammenhang mit der Berliner Sparkasse. Ihre Geschichte zur Geschichte der Berliner Sparkasse, die 2018 ihr 200-jähriges Bestehen feiert.

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rstes Konto, erste eigene Wohnung, erste Firma: Seit Generationen begleitet das rote Sparkassen-S die meisten Berlinerinnen und Berliner vertrauensvoll durch den Alltag. Ein „Berliner Akzent”, der mehr ist als ein Geldinstitut. Wir wollen von Ihnen, liebe Leserinnen und Leser wissen: Was ist Ihr persönlicher „Akzent”, der Sie mit Ihrer Berliner Sparkasse verbindet?

Erzählen Sie uns Ihre Geschichte

Lassen Sie uns an einer kleinen Geschichte oder unterhaltsamen Anekdote aus Ihrem Leben teilhaben, in der die Berliner Sparkasse eine wichtige Rolle gespielt hat. Oder haben Sie ein lustiges Foto, in dem auch das vertraute rote „S” auftaucht? Wir bedanken uns bei allen Einsendern mit einer persönlichen Jubiläums-Postkarte, wenn Sie uns auch noch ein Portraitfoto von Ihnen mitschicken. Die schönsten Geschichten veröffentlichen wir hier im Onlinemagazin.

Hier die Geschichte von Ingrid Türk aus Schmargendorf, die uns erreichte:

Fr Tuerk
Bild: Berliner Sparkasse / Ingrid Türk privat

„Dieses Jahr bin ich fünfzig Jahre in Berlin…und fast ebenso lange Kundin der Berliner Sparkasse. Am 5. Oktober 2017, als der Orkan Xavier sich anschickte brutal über Berlin zu wüten, war ich vormittags bei strömenden Regen unterwegs und hatte noch ein weites Ziel vor mir. Da brach mir plötzlich mein Schirm in zwei Teile und ich war dem Regen von oben schutzlos ausgeliefert. In meiner Hilflosigkeit strahlte mich das rote Logo meiner Sparkassenfiliale an. Also marschierte ich hinein und bat darum, meinen Kundenbetreuer sprechen zu dürfen. Ich schilderte ihm mein Malheur und bat um einen neuen Schirm, den er mir gerne übergab. Als ich mich herzlich dafür bedankte, meinte er ganz charmant: „Aber ich bitte Sie, wir lassen doch unsere Kunden nicht im Regen stehen!“

Manuel Kunze: „Die PIN unter der Schuhsohle“

Teaser Berliner Akzent Kunze
Manuel Kunze Bild: Privat + Berliner Sparkasse

Ich erinnere mich noch genau, als wäre es gestern gewesen: Ich arbeite in einer der führenden Berliner, wenn nicht überhaupt in der führenden Berliner Brauerei und bekomme – nagut, ich weiß nicht mehr, ob es am Fünfzehnten des Monats, dem Letzten oder gar dem Ersten gewesen ist – mein erstes Gehalt. Es sind Einhundert-Mark-Scheine, lass es vier gewesen sein, fünf oder sieben, ich weiß es wirklich nicht mehr so genau.

Barauszahlung des Lohns

Ich also, Jung-Manuel, sitze am Tisch in meinem Zimmer, der Tisch steht links mit der schmalen Seite bündig an der Wand, und gucke, weil ich doch so gern schreibe, genau zum Fenster hinaus. Nun gut, es ist nur der Hinter- , nein, sagen wir lieber der Innenhof, immerhin in der Oranienburger Straße in Mitte, ehemals Gästehaus des Schlosses Monbijou. Oh, wenn man doch die wunderschöne Stuckfassade an dem Haus gelassen hätte, aber es ist eben alles eine Frage des Geldes. Meine Scheine reichen dafür auf keinen Fall. Die Scheine, die ich mir redlich verdient habe, freudig in die Höhe halte: „Hurra, hurra, ich habe Geld.“

Später irgendwann einmal wurde der Lohn nicht mehr bar ausgezahlt. Oh Mann, ich erinnere mich noch, wie ich einmal für die ganze Arbeitsgruppe das Lohngeld in bar abholen musste. Ich weiß zwar nicht, wo ich die Tasche dafür her nahm und den Mut, aber den hat man mit Mitte Zwanzig wohl gehabt. Damals waren die Zeiten noch nicht so, heute kriegte mich keiner mehr dazu.

Ein Kredit pro Person

Der erste zaghafte Schritt Richtung digitaler Geldverkehr war dann auf jeden Fall, dass das Geld auf ein Konto überwiesen wurde. Und da brauchte ich meinem Arbeitgeber auf die Frage: „Welches Konto haben sie“ nur die Antwort zu geben, ich bin bei der BERLINER SPARKASSE und habe die Kontonummer XXXYYY.

Mein Geld, was habe ich alles mit dieser meiner BERLINER SPARKASSE erlebt. Damals gab es nur einen Kredit pro Person, und wir hatten schon einen auf zwei schicke Klappliegen mit Bettkasten, das Stück für 500 Mark. „Tut mir herzlich, aber leid“, so die Sparkassenangestellte, „aber ich kann Ihnen keinen Kredit geben, sie haben schon einen, wenn sie den abgezahlt haben, gern, Herr Kunze, aber so?!“

Oder war es anders, und die Sparkassenangestellte hat, als sie sah, dass wir beide, meine Frau und ich, gut im Job standen, also auf jeden Fall nicht am Hungertuch nagten, doch den Kredit gegeben, natürlich nach Rücksprache mit dem im Hinterzimmer sitzenden Filialleiter? Nein. Mein Gott, dubiose Geschäfte habe ich nie erlebt mit meiner Sparkasse.

„Debüt”: Ratenkredit für den ersten Fernseher

Oder der Ratenkredit für unser erstes Fernsehgerät. Also den hat nicht die Sparkasse angeboten, sondern die damalige Regierung, aber er lief über die Sparkasse, und wir haben artig unsere 35 Mark eingezahlt, Monat für Monat, Jahr für Jahr, denn das Fernsehgerät „Debüt“ kostete 1600 Mark. Aber 45 Monate werden wir nicht abgezahlt haben für einen Fernseher, das sind vier Jahre, bestimmt haben wir eine Anzahlung geleistet, man kennt das ja, das ist bei der Sparkasse nicht anders als anderswo.

Vier Ziffern unter der Schuhsohle

Und dann kam die Wende und die Zeit war reif für das Digitale. Es gab anfänglich noch das Scheckformular, aber mir tat es jedes mal weh, wenn ich mich auf diesem doch mehr oder weniger aufwendig gestalteten Formular verschrieben hatte und es in den Papierkorb befördern musste. Aber das haben die Damen und Herren von der Sparkasse bestimmt auch beanstandet. Und die Technik ist voran geschritten und dann hat es Klick gemacht, und mit einem Zauber-Ruck waren wir im Besitz einer kleinen viereckigen Plastikkarte und einer vierstelligen Zahl, die dazu gehört. Und die muss man auswendig lernen, am besten, man schreibt sie sich so lange unter die Schuhsohle, da kann sie kein Fremder ausspionieren.

Und dann haben wir uns für das Online-Banking entscheiden können, und ja, nie wieder mussten wir in einer Schlange stehen an einem überfüllten Schalter, und durch einen Spalt in einer kugelsicheren Glaswand Geldscheine in Empfang nehmen, mussten wir auch nicht mehr. Ich will mal ganz keck sagen, das Geld, mein Geld wurde endlich meins, und das mit Hilfe meiner BERLINER SPARKASSE. Dankeschön. Obwohl Dankeschön auch im ironischen Sinne benutzt wird, also lieber DANKE.
Ein treuer Kunde.

Ihre Geschichte?

Haben Sie auch eine Geschichte zur Berliner Sparkasse oder ein lustiges Foto, in dem auch das vertraute rote „S” auftaucht? Wir bedanken uns bei allen Einsendern mit einer persönlichen Jubiläums-Postkarte, wenn Sie uns auch noch ein Portraitfoto von Ihnen mitschicken.

Schicken Sie uns Ihren Berliner Akzent:

Die schönsten Einsendungen veröffentlichen wir hier im Online-Magazin.

200 Jahre Berliner Sparkasse

Über Geschichte und Geschichten sowie Aktuelles im Jubiläumsjahr berichten wir hier in unserem Onlinemagazin und auf der Geburtstagsseite der Berliner Sparkasse.

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