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Beratung

Früher Kontoliste, heute Push-TAN

Das Herz der Berliner Sparkasse sind ihre Beraterinnen und Berater. Wie sich Finanzdienstleistung in wenigen Jahrzehnten verändert hat, berichten ein altgedienter Mitarbeiter und eine Auszubildende.

Ulrich Sy
Ulrich Sy (63) arbeitet seit dem 1. April 1972 bei der Berliner Sparkasse. Seine Bankkaufmann- Lehre begann er in einer Zweigstelle in Charlottenburg, heute leitet Sy das FirmenCenter Mitte. Bild: Daniel Devecioglu

TYPISCHE KUNDENANFRAGEN:
„Die meisten Kunden haben ihre Kontoauszüge abgeholt oder nach dem Kontostand gefragt. Dieser musste aus großen Listen per Hand herausgesucht werden. Es gab nie den aktuellen Kontostand, sondern immer nur den vom Vortag.”

BELIEBTE ANGEBOTE:
„Eine hohe Nachfrage gab es nach Prämiensparen, dem klassischen Sparbuch, Krediten und Ratensparverträgen.”

ATMOSPHÄRE:
„Die Kunden waren eher Bittsteller. Es gab noch keinen ausgeprägten Servicegedanken für eine Kundenbindung, wie wir sie heute kennen. Erst Ende der 1970er-Jahre fand ein Wandel statt.”

KLEIDERORDNUNG:
„Es gab keine Kleiderordnung, aber es wurde erwartet, dass Männer im Anzug kamen. Wer keine Krawatte trug, wurde nach Hause geschickt, um eine zu holen.”

Michaela Hahmann
Michaela Hahmann (19) begann am 1. September 2017 ihre Ausbildung zur Bankkauffrau in einem PrivatkundenCenter in Schöneweide. Zuletzt arbeitete sie im zentralen KontaktCenter und kümmerte sich dort um Kundenanfragen per Telefon, im Live- Chat oder per E-Mail. Bild: Daniel Devecioglu

TYPISCHE KUNDENANFRAGEN:
„Die meisten Fragen bekomme ich zum Online-Banking oder zur Umstellung auf Push-TAN. Fragen rund um den Zahlungsverkehr, wie Probleme mit der Karte, gehören zum täglichen Geschäft.”

BELIEBTE ANGEBOTE:
„Ganz oben stehen Kredite und alles rund ums Online-Banking. Hier bieten wir auch Kurse in der Filiale an und helfen bei der Einrichtung der Funktionen auf dem Smartphone.”

ATMOSPHÄRE:
„Kunden gehen gerne zu ,ihrem’ ­Sparkassenmitarbeiter. Sie fragen auch aktiv nach, ob der Mitarbeiter da ist. Das gilt für junge und alte Kunden.”

KLEIDERORDNUNG:
„Tattoos und Piercings müssen verdeckt sein. Es muss nicht immer das Kostüm sein, aber angemessene Kleidung. Die Männer tragen bei uns Anzug.”

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