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Titel Startup Zksystems
Bild: ZkSystems
Start-up des Monats

ZkSystems: Internet der Dinge

Internet of Things, Blockchain und “Ökonomie der Dinge“ – was für die meisten Menschen Begriffe sind, die sie vielleicht noch nicht mal kennen, sind für Diana Rees und Amine Ünal von ZkSystems ihr tägliches Business. Uns hat Diana Rees über die spannenden Technologien und Techniken ihres Unternehmens berichtet.

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in 3D-Drucker, der Preise für die Rohstoffe auf den Börsen vergleicht und günstige Rohstoffe selbstständig bestellt. Ganz ohne Freigabe eines Menschen dazwischen. Was für die meisten Menschen nach Sci-Fi klingt, gehört zum Arbeitsalltag von Diana Rees und Amine Ünal.

„Ökonomie der Dinge“ als neuen Wirtschaftszweig nutzen

Die beiden Frauen haben im März 2018 gemeinsam ZkSystems gegründet, ein Start-up für die sogenannte “Ökonomie der Dinge”. Die “Ökonomie der Dinge” ist eine neue Wirtschaft, deren Hauptakteure vernetzte Geräte und Roboter sind. In den Fabriken, auf den Straßen und in Haushalten finden immer mehr solcher vernetzten Geräte Anwemdung. Bis 2025 sollen damit neue Märkte geschaffen werden, die mehrere Billionen US-Dollar Wert sind.

Zksystems Screenshot
Bild: ZkSystems

Sichere Finanztransaktionen zwischen vernetzten Geräten

Mit der Blockchain-Technologie können Kommunikation und Finanztransaktionen zwischen den vernetzten Geräten praktisch manipulationssicher aufgezeichnet werden. Genau hier kommt das Start-up von Diana Rees und Amine Ünal ins Spiel. Mit ihrer Blockchain können herkömmliche Maschinen über das Internet miteinander interagieren. Besonders wichtig wird das für Fabriken und Lagerhallen, die sich für die neue industrielle Revolution, die Industrie 4.0, aufrüsten. „Wir setzen dabei auf eine Blockchain, die wir speziell für das Internet of Things also das Internet der Dinge entwickelt haben“, erklärt Diana Rees. „Das Ganze ist auch mit den bewährten Business-Prozessen und Datenbanken unserer Kunden kompatibel”, betont Diana Rees, die ihre Kindheit in Tschechien, Russland und den USA verbrachte, bevor sie zum Studium nach Deutschland kam.

ZkSystems steht für Zero Knowledge. Dieses kryptografische Verfahren sorgt dafür, dass ZkSystems selbst keinen Einblick auf die Kundendaten hat, sie aber dennoch sicher verwalten kann.

Große Kunden setzten auf das Berliner Start-up

Auch wenn das Unternehmen noch jung ist, setzen schon jetzt bekannte Firmen auf die beiden Frauen „Zu unseren Kunden gehört neben Bosch auch Telefonica.“ Über die meisten Unternehmen darf sie aber nicht allzu viel verraten. Schließlich handelt es sich um sensible Daten, die von dem Unternehmen verarbeitet werden. Dafür steht auch der Name des Start-ups: ZkSystems steht für Zero Knowledge. Dieses kryptografische Verfahren sorgt dafür, dass ZkSystems selbst keinen Einblick auf die Kundendaten hat, diese aber dennoch sicher verwalten kann.

Die Berliner Sparkasse als bewärter Finanzpartner

Dass Diana Rees und Amine Ünal die Berliner Sparkasse als Partner für ihre Finanzen wählen würde, war von Anfang an klar.

Gründerinnen Startup ZkSystems
Bild: ZkSystems

„Ich habe bereits vorher zwei Start-ups gegründet und war mit diesen schon bei der Berliner Sparkasse und mit dem Service sehr zufrieden“, erinnert sich Diana Rees. „Bei der Gründung von ZkSystems musste es sehr schnell gehen. Wir hatten bereits den ersten Kunden und mussten zügig handeln. Aus Erfahrung wusste ich, dass es bei der Berliner Sparkasse alles sehr schnell geht.“

2019 weiter auf Wachstumskurs

ZkSystems ist auch eines der Start-ups, die von dem kostenlosen Angebot der Berliner Sparkasse im Coworking Space The Place profitiert haben. „Hier saßen wir von August bis Dezember 2018 und konnten die Arbeitsplätze nutzen.“ Mittlerweile hat ZkSystems schon drei Mittarbeiter und ist weiter auf Wachstumskurs. „Wir suchen auf alle Fälle neue Mitarbeiter, vor allem Entwickler und Krypotografen.“

Persönliches Interesse und Wissensdurst

Dass die 30-Jährige selbst mal mit Blockchain ihr Geld verdienen würde, war zu Beginn ihrer Karriere noch nicht absehbar. Nach einem BWL-Studium in Berlin und dem Studium Internationale Wirtschaft in Peru, arbeitete sie als Beraterin in China und kam hier das erste Mal mit IoT (Internet of Thinks) in Kontakt. „Im Laufe der Zeit hat sich mein persönliches Interesse für disruptive Technologien und Software-Prozesse vertieft und ich habe mich immer weiter eingearbeitet.“ Nachdem sie dann Amine Ünal, die vier Jahre bei T-Systems in Berlin als Software-Entwicklerin gearbeitet und sich im Bereich von IoT und Edge Computing etabliert hat, kennenlernte, beschlossen die beiden Frauen die Gründung ihres Unternehmens.

Wertvolle Tipps für Gründer

Was ist der ultimative Tipp, den Diana Rees anderen Gründern mit auf den Weg geben würde? „Auf alle Fälle so früh wie möglich mit potenziellen Kunden ins Gespräch kommen und die Herausforderungen der Kunden kennenlernen. So kann man das Produkt durch Iteration mit realen Kunden entwickeln.“

Neue Kunden gewinnen und Software weiterentwickeln

Für die Zukunft von ZkSystems ist die oberste Priorität jetzt weiter neue Kunden zu akquirieren. „Besonders als Start-up aus dem Technikbereich ist es wichtig, dass wir mit realen Kunden arbeiten“, betont Diana Rees. Ein weiteres Ziel ist es, die Software und somit die Maschinen der Kunden noch fälschungssicherer zu machen und so weiter Vertrauen in die Technik aufzubauen.

Wachsen mit der Berliner Sparkasse

Start-ups finden bei der Berliner Sparkasse zahlreiche Möglichkeiten für die Finanzierung, Förderung und Beratung. In unserer Serie Start-up des Monats stellen wir die Vielfalt der Unternehmen vor. Hier geht es zu unserer Übersichtsseite Start-up des Monats >>

Weitere Informationen zum Thema Gründung finden Sie auf: www.berliner-sparkasse.de/gruendung

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