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Titel 2 Start-up Unicorn Workspaces
Bild: Unicorn
Start-up des Monats

Unicorn Workspaces: das flexible Büro im Abo

Coworking Spaces schießen in Berlin und anderen großen Städten wie Pilze aus dem Boden. Möglichst große Flächen und möglichst prestigeträchtige Adressen sollen es sein. Das Unternehmen Unicorn verfolgt einen anderen Ansatz und setzt statt Coworking auf Workspaces. Was der kleine, aber gewichtige Unterschied dabei ist, erklären Florian Kosak und Masoud Kamali von Unicorn.

Eingerichtete Büros, großzügige Meetingräume, Barista-Kaffee und flexible Mietverträge. Das sind nur einige der Annehmlichkeiten, die Mieter in einem der 13 Berliner Unicorn Workspaces erwarten. „Wir setzen außerdem ganz auf Nachhaltigkeit und persönlichen Service“, fügt Florian Kosak, CEO von Unicorn, der Auflistung hinzu.

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Bild: Unicorn

Das langfristige Ziel von Unicorn: Co2-neutrales Arbeiten

Denn durch die gemeinsame Nutzung von Büroflächen können auch Hausmeisterservice, Küche und andere Ressourcen geteilt werden. Längerfristig ist Co2-neutrales Arbeiten das große Ziel von Unicorn. Dabei setzt das Unternehmen nicht mehr auf klassische Großraumbüros, sondern bietet die Möglichkeit von abgeschlossenen Büroräumen, um sich auf seine Arbeit zu konzentrieren. Wem nach Netzwerken oder Austausch ist, der lässt seine Bürotür offen oder nutzt den Cafébereich für ein Gespräch mit Kollegen und anderen Mietern.

Unicorn: 13 Standorte in Berlin

Die Geschichte von Unicorn begann 2015 als Coworking-Café in der Nähe des Rosenthaler Platzes. „Wir haben uns die Frage gestellt, wie ein Millennial heute arbeiten will und vor allem wo“, erklärt Masoud Kamali, der Unicorn gegründet hat. „Deswegen haben wir unser Konzept weiterentwickelt. Weg vom Coworking-Café und hin zu Workspace as a Service, wir würden uns heute auch nicht mehr als Coworking Space bezeichnen.“ Mittlerweile ist Unicorn den Start-Up-Schuhen entwachsen und hat sich an 13 Standorten in Berlin etabliert.

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Florian Kosak und Masoud Kamali von Unicorn Workspaces Bild: Unicorn

Mieter von Unicorn: vom Freelancer bis großem Unternehmen

Heute richtet sich das Angebot von Unicorn an Unternehmen ab 3er-Teams. Manche Unternehmen mieten aber auch direkt einen kompletten Standort oder einen großen Teil. „So bieten wir den Unternehmen die Möglichkeit flexibel zu wachsen und bei Bedarf weitere Büros dazu zu mieten“, sagt der gebürtige Berliner Florian Kosak. So gehören zum Beispiel SAP oder die Commerzbank zu den größeren Kunden von Unicorn. Zusätzlich besteht die Möglichkeit für Unternehmen den Service TAILORMADE by UNICORN zu nutzen und so das perfekte Headquarter angepasst an individuelle Wünsche und Bedürfnisse zu kreieren. „Selbstverständlich bieten wir aber auch Freelancern oder Start-Ups die Möglichkeit sich bei uns einzumieten“, ergänzt Masoud Kamali, der vor Unicorn bereits Westtech Ventures und die SundS Media Gruppe gründete.

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Bild: Unicorn

Ziel in vier Jahren: 200 Unicorn Workspaces in ganz Europa

Dass Unicorn mit seinem Geschäftskonzept auf das richtige Pferd – oder besser Einhorn – gesetzt hat, zeigt auch die Entwicklung des Unternehmens. „Stand jetzt haben wir 20 Workspaces in Berlin, München, Köln und Lissabon. Weitere sind geplant und in vier Jahren wollen wir 200 Spaces in ganz Europa anbieten“, so Florian Kosak, der vor Unicorn auch bereits in der Gründerszene aktiv war und seit zwei Jahren als CEO bei Unicorn mit an Bord ist. In Berlin bietet das Unternehmen rund 2000 Arbeitsplätze. „Unsere Auslastungsquote liegt bei rund 90 Prozent. Drei Monate nach der Eröffnung arbeiten unsere Spaces in der Regel gewinnbringend“, erklärt Gründer Masoud Kamali.

Günstige Mieten, flexibler Mietvertrag

Ein weiteres Merkmal, das Unicorn von anderen Coworking Spaces unterscheidet ist das gute Preis-Leistungs-Verhältnis. „Bei uns gibt es das Büro im flexiblen Abo. Ein Schreibtisch kostet bei uns rund 370 Euro im Monat“, sagt Florian Kosak. „Das ist etwa 30 bis 40 Prozent günstiger als bei anderen Anbietern. Wir bieten zudem flexible und transparente Konditionen was Mietdauer und Kaution angeht, haben ein unkompliziertes Ein- und Auszugsverfahren und übernehmen das komplette Office-Management für unsere Mieterinnen und Mieter“, so der 36-jährige Geschäftsführer weiter.

Guter Service und persönliches Miteinander

Masoud Kamali fügt hinzu: „Guter Service und ein persönliches Miteinander wird bei uns großgeschrieben. Wir wollen nicht nur ein Büro sein, sondern eine Art zweites Zuhause, in dem man sich wohl fühlt und seine Zeit genießt.“ Dass das klappt, schlägt sich neben der Auslastungsquote auch in der Mietdauer nieder. „Im Schnitt dauern die Mietverträge in unseren Spaces ein Jahr“, so Florian Kosak.

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Bild: Unicorn

Es müssen nicht immer die Hotspot-Adressen sein

Warum Unicorn, im Vergleich zu anderen Workingspaces, relativ günstige Mieten anbieten kann, erklären CEO Florian Kosak und Chairman Masoud Kamali damit, dass sie beim Um- und Ausbau von neuen Standorten mit relativ wenig Budget auskommen und Objekte nutzen, die nicht immer an den Hotspot-Adressen liegen. „Uns ist es vor allem wichtig, dass die Räumlichkeiten gut mit den öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen sind. Es müssen nicht immer die großen Glasbauten sein. Wir planen so das 100 bis 300 Plätze im Workspace zur Verfügung stehen“, erklärt Masoud Kamali. So finden sich die Workspaces von Unicorn etwa in den ehemaligen AEG-Höfen, in der Brunnenstraße, in der Schlüterstraße in Charlottenburg oder in der Gerichtsstraße in Wedding. Aber auch zentral gelegene Spaces am Checkpoint Charlie oder am Gendarmenmarkt gehören zum Portfolio.

Berliner Sparkasse und Unicorn: von Beginn an die passende Verbindung

Seit vier Jahren existiert Unicorn und hat bis jetzt schon eine beachtliche Entwicklung hingelegt. Das ist zu einem Teil auch der Berliner Sparkasse zu verdanken, welche das Unternehmen von Beginn an als Partner in Finanzfragen zur Seite steht. „Wir haben die Mitarbeiter der Berliner Sparkasse auf verschiedenen Events getroffen und diese haben dann immer wieder sehr aktiv den Kontakt zu uns gesucht und viele Gespräche mit uns geführt. So etwas haben wir bei anderen Banken nicht erlebt“, erinnert sich Masoud Kamali, der Informatik und Philosophie in Frankfurt studierte, bevor er schon in verschiedensten Ländern der Welt arbeitete.

Berliner Sparkasse hilft bei Vernetzung mit Förderbanken

„Die Berliner Sparkasse ist natürlich auch sehr gut vernetzt, vor allem mit anderen Förderbanken, was uns als Unternehmen natürlich sehr hilft“, so Florian Kosak weiter. „So konnten wir mithilfe der Sparkasse und drei anderen Förderbanken neues Kapital von über zwei Millionen Euro generieren.“ Masoud Kamali ergänzt: „Von Anfang an ging es immer nur um die Chance, die Unicorn bietet, und nicht um das Risiko, welches dahinter stecken könnte.“

Unicorn ist weiter auf Wachstumskurs

Für die Zukunft des Unternehmens gilt die Devise: Weiter wachsen. „Der Markt für Workspaces ist noch nicht gesättigt, und es besteht weiterhin Bedarf an bezahlbaren und nachhaltigen Büroräumen. Wir wollen mit unserer Vision weiter in andere deutsche Städte expandieren und auf lange Sicht auch das außereuropäische Ausland erreichen“, wagt Masoud Kamali einen Blick in die Zukunft. „Einen ersten Workspace außerhalb Berlins haben wir gerade erst in Potsdam eröffnet, in Berlin werden weitere Mietverträge unterzeichnet, Ende des Sommers eröffnen wir ein Haus in München“, sagt Florian Kosak.

Workspaces als zukunftsfähiges Modell

Aber nicht nur die Zukunft des Unternehmens wird sich weiterentwickeln. Auf die Frage, wo Geschäftsführer und Gründer die Zukunft des Arbeitens sehen, haben sie eine klare Vision: „Coworking und Workspaces werden weiterwachsen. Der Trend geht aber eindeutig weg vom Großraumbüro. Die Leute wollen sich auf ihre Arbeit konzentrieren, aber gleichzeitig die Annehmlichkeiten eines Office-Service nutzen und mit anderen Mietern ins Gespräch kommen“, so Masoud Kamali. „Standortunabhängiges Arbeiten wird wichtiger und auch das Home-Office wird weniger attraktiv werden, wenn es immer mehr Möglichkeiten gibt, ein Workspace zu nutzen, wo man ja – im Gegensatz zum Schreibtisch zuhause – viel produktiver arbeiten kann.“ Florian Kosak fügt hinzu: „Deswegen sehen wir uns aber nicht in Konkurrenz mit anderen Anbietern auf dem Markt. Es besteht ein großer Bedarf an flexiblen Büros, wie wir sie bieten.“

www.unicorn.de

Wachsen mit der Berliner Sparkasse

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Weitere Informationen zum Thema Gründung finden Sie auf: www.berliner-sparkasse.de/gruendung

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