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Titel Strassenbraeu
Bild: Promo
Start-up des Monats

Da braut sich was zusammen

In den USA schon lange etabliert, ist der Craft-Beer-Trend nun endlich auch in Berlin angekommen. Und hält auch für echte Bierkenner neue, überraschende Geschmackserlebnisse bereit.

E

igentlich sollte es doch so einfach sein: Hopfen, Malz, Hefe und Wasser – das ist alles, was ein gutes Bier braucht. So besagt es zumindest das jahrhundertealte, weltberühmte deutsche Reinheitsgebot. Aber Reinheitsgebot war gestern. Denn während die deutsche Brauereiwirtschaft noch in den 1980er Jahren in einem umfangreichen Aktionsprogramm alles als „Chemiebier“ verteufelte, was nicht nach den Regeln des Reinheitsgebotes gebraut wurde, hatte sich in den USA längst ein Trend entwickelt, der die Bierkultur gewissermaßen revolutionierte: Das Craft Beer-Brauen.

Straßenbraeu-logo

In bewusster Abgrenzung zu den industriellen Produzenten begannen erst Privatpersonen, später dann auch kleine, unabhängige Brauereien, eigene Biere herzustellen, bei denen nicht Masse sondern hochwertige Zutaten und Geschmacksvielfalt im Vordergrund standen. In den Folgejahren ging die „Craft Beer Revolution“ um die ganze Welt und ist seit ein paar Jahren auch in Deutschland angekommen. Seitdem wächst die Craft Beer Szene beständig. Besonders in Berlin findet die Philosophie der Craft Beer Bewegung großen Anklang – was sich nicht zuletzt in den vielen Bars widerspiegelt, die über die ganze Stadt verteilt Craft Biere aus aller Welt auf ihren Getränkekarten listen.

Heute back’ ich, morgen brau’ ich

Mehr als eine reine Bar ist das Straßenbräu in Berlin Friedrichshain, das seit Januar 2016 am Ostkreuz zu finden ist. Denn das Straßenbräu braut selbst – im Durchschnitt drei verschiedene Sorten Bier pro Woche. Timo Thoennißen hat das Straßenbräu eröffnet und ist selbst erst über Umwege zum Craft Beer gekommen. „Aus meiner Heimat Aachen kannte ich praktisch nur Pils“, berichtet er, „während eines Auslandsaufenthaltes in Australien habe ich dann Craft Beer entdeckt – und mich vorsichtig herangetastet.“

Strassenbraeu
Bild: Promo

Zurück in Deutschland nahmen die Dinge dann relativ schnell ihren Lauf: Im Oktober 2014 besuchte Thoennißen seinen ersten Braukurs und bestellte sich danach umgehend seine eigene Brauanlage für zuhause. Drei Monate später stand der Plan, eine richtige Brauerei zu eröffnen. „Die Idee einer eigenen Bar fand ich schon lange spannend, aber das wäre mir in den alltäglichen Arbeitsabläufen zu langweilig gewesen“, so Thoennißen. „Mit der Kombination aus Bar und Brauerei können wir immer wieder neue Rezepte ausprobieren, können experimentieren und unsere Produkte stets weiterentwickeln. Und sind dabei direkt am Kunden.“ Als Thoennißen mit seinem ersten Rezept so richtig zufrieden war, stieg er im Juni 2015 aus seinem alten Job aus, um sich ab sofort Vollzeit auf das Straßenbräu zu konzentrieren.

Bier made in Berlin

Ansporn ist für Thoennißen, die Berliner Bierkultur wiederzubeleben. „Craft Beer ist für viele eine ganz neue Geschmackserfahrung. Besonders die Überraschung, dass Bier so vielseitig schmecken kann“, so der Gründer. Und so finden im Straßenbräu Zutaten wie Honig, Süßholz, Kaffee oder Sauerkraut ihren Weg in den Braukessel. Aber nicht nur, denn neben den ausgefallenen Kreationen sind viele der Biere auch ganz traditionell nach dem deutschen Reinheitsgebot gebraut. Was einem nun besser schmeckt, kann man zum Beispiel bei einem der Biertastings herausfinden, die im Straßenbräu regelmäßig angeboten werden. Und wer gleich selbst ein bisschen mitexperimentieren möchte, kann im Anschluss auch noch einen Braukurs dazubuchen – inklusive Verkostung versteht sich.

Zur Berliner Sparkasse kam der Jungunternehmer, als er nach einem Betrugsfall auf der Suche nach einer Bank mit mehr Sicherheit war. „Ich hatte im Ausland einen neuen Gärtank bestellt, aber offenbar hat sich jemand in meinen Account gehackt. So ging das ganze Geld an die falsche Person und den Gärtank habe ich nie erhalten“, berichtet Thoennißen, „um so einer Situation vorzubeugen bietet die Sparkasse Zahlungen per Dokumenten-Akkreditiv. Dabei gibt die Sparkasse dem Händler eine Zahlungsgarantie, die Zahlung wird jedoch erst veranlasst, nachdem eine Bestätigung über den Warenversand eingegangen ist. Genau das habe ich gebraucht.“ Und so kann es nun auch weitergehen, denn nach dem erfolgreichen Start soll das Straßenbräu nun noch weiter ausgebaut werden. Das Ziel: Effizientere Brauprozesse, höhere Braukapazität – und natürlich noch mehr aufregende Geschmackserlebnisse.

www.strassenbraeu.de

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Für Jung­unter­nehmer und die, die es werden wollen, hat die Berliner Sparkasse ihr gesamtes Know-how im FirmenCenter Grün­dung und Nachfolge ge­bün­delt. Dort wer­den Existenz­gründer und Unter­neh­mens­nach­folger nach der Finan­­zierungs­­zu­­sage mindes­tens drei Jahre lang von einem erfah­renen Kom­petenz­team indi­viduell begleitet.
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