Newsletter abonnieren
Titel Startup Ds
Frühstücks-Angebote direkt aufs Tablet: Mathias Dietz (rechts) erklärt die Vorteile von Werbung mit simple DS und Digital Signage. Bild: Karla Fritze
Startup des Monats

Zukunft auf dem Schirm

Das Start-up „SimpleDS“ macht das klassische Plakat digital. Vor allem kleine und mittelständische Unternehmen können von der Technologie profitieren. Wie – das erklärt Firmen-Gründer Mathias Dietz im Porträt.

E

ine kleine Bäckerei-Kette ist das Lieblingsbeispiel von Mathias Dietz (29), die Geschäftsidee von „SimpleDS“ zu erklären: Morgens möchte diese ihre Schrippen zum Frühstück bewerben, mittags das Mittagsangebot mit der Bockwurst und zum Feierabend hin ihren Abverkauf starten.

Bildschirme zeigen flexibel die neuesten Angebote

Bei all dem helfen bewegte Inhalte auf Bildschirmen über der Theke. Die Bildschirme zeigen flexibel und aktuell die neuesten Angebote, die Inhalte sind einfach zu erzeugen und bequem zu ändern. Alles von einem Computer oder Tablet aus. Oder sogar vom Smartphone.

Deshalb auch der Name „SimpleDS“ – das steht für: „Simple Digital Signage“. Den englischen Begriff einfach mit „digitalen Schildern“ zu übersetzen, greift indes zu kurz. „Es sind vielmehr Marketing-Displays, man könnte auch sagen digitale Plakate oder Informationsbildschirme “, erklärt der Gründer.

Werbung, die ins Auge fällt

Werbung, die ins Auge fällt: Bewegtbilder nehmen wir Menschen qua unserer Natur eher war als statische Werbung. Ein Bildschirm sieht überdies wertiger aus als ein Plakat – und ist einfacher auf dem neuesten Stand zu halten.

Simpleds Set
So sieht das Set aus, das Werbung in Bewegung bringt. Bild: Promo

Die Hard- und Software kommt aus Woltersdorf in Brandenburg, wo das Unternehmen seinen Sitz hat. Der Kunde benötigt nur noch einen handelsüblichen Fernseher, der vielleicht sogar schon im Laden hängt. Die Werbebotschaften kommen dann aus der Cloud. Via Internetzugang können Unternehmer hier ihre Inhalte speichern, abrufen, aktualisieren und auf die einzelnen Bildschirme spielen lassen. Das kann eine kleine einzelne Bäckerei genauso wie eine größere Bäckereikette. Das spart Zeit und Manpower.

Pro Screen kostet der Dienst 25 Euro im Monat. „Wir wollten unseren Preis möglichst niedrig und transparent gestalten.“ Dies sei ein Grund, warum nicht nur KMUs mittlerweile Interesse an dem Angebot des Start-ups äußern, sondern ebenfalls einige größere Unternehmen den Service auf dem Schirm haben.

„Die ersten Monate laufen sehr zufriedenstellend.“

„Wir sind seit dem zweiten Quartal 2017 auf dem Markt. Und die ersten Monate laufen sehr zufriedenstellend“, freut sich Mathias Dietz. Auch wenn die Freude viel Arbeit bedeutet: „Als Gründer müssen Sie sich um viele Themen gleichzeitig kümmern. Da gehört natürlich auch das ganze Thema Zahlungsverkehr und Buchhaltung dazu. Deshalb sind wir froh, dass uns die Berliner Sparkasse hier gut beraten hat. Das einfache Zahlungsmodell ist ein ganz wichtiger Baustein unseres Konzepts. Umso wichtiger ist für uns, dass dies absolut schnell und zuverlässig läuft.“

Mathias Dietz
Zufriedener Firmenkunde: Mathias Dietz setzt auf die Berliner Sparkasse als Partner bei seiner Gründung. Bild: Karla Fritze

Überdies nutzte Mathias Dietz die Beratung im GründerCenter und besuchte auch ergänzende Veranstaltungen der Berliner Sparkasse. Seine Empfehlung an andere Gründer: „Ruhig bleiben. Man darf sich von der Vielzahl der Aufgaben, die auf einen einprasseln, nicht unterkriegen lassen. Und man muss sich von Anfang an gute Partner suchen. Wie zum Beispiel gute Lieferanten und die Berliner Sparkasse. Dann kann man gut und schnell wachsen.“

Auf seine Geschäftsidee stieß er bereits während seines BWL-Studiums: Durch den Besuch eines Pflegeheims, das zwar Bildschirme aufgehängt hatte, die aber Schwarz blieben. Auf Nachfrage fand er heraus: Andere Digital-Signage-Systeme waren zu kompliziert und zu teuer, Lösungen über PowerPoint haben in der Praxis nicht funktioniert. Ausführlich befasste er sich mit der Thematik in seinem weiteren Studium an der Uni Potsdam und schrieb sogar seine Master-Arbeit zum Thema: „Was sind die Treiber und Barrieren für KMUs beim Einsatz dieser Kommunikationslösung in Deutschland?“

Gut gegründet!

Für Jung­unter­nehmer und die, die es werden wollen, hat die Berliner Sparkasse ihr gesamtes Know-how im FirmenCenter Grün­dung und Nachfolge ge­bün­delt. Dort wer­den Existenz­gründer und Unter­neh­mens­nach­folger nach der Finan­­zierungs­­zu­­sage mindes­tens drei Jahre lang von einem erfah­renen Kom­petenz­team indi­viduell begleitet.
Außerdem können sie das große Experten­netz­werk mit Coaches, Unter­nehmens­beratern und Steuer­experten nutzen.

Telefon: 869 855 50
www.berliner-sparkasse.de/gruendung

„Alles was du brauchst:“ Der Spezialist Till Willebrand aus dem FirmenCenter Gründung und Nachfolge der Berliner Sparkasse erklärt, was Start-ups zum Start wissen müssen. Hier geht’s zum Interview.

In den USA gehören Digitale Screens zum Alltag

Zuvor hatte Mathias Dietz bei einem Auslandsjahr in Kalifornien gesehen, dass die US-Amerikaner schon viel weiter beim Einsatz der Technologie sind. Ob im Krankenhaus, im Coffee Shop oder in der Shopping Mall: Hier gehören digitale Screens ganz selbstverständlich zum Alltag.

Auch in seiner Heimat Stockheim in Bayern nahe der thüringischen Grenze nutzt die örtliche Nachbar-Gemeinde Mellrichstadt die digitalen Screens bereits seit einem Jahr erfolgreich. Hier informiert die Gemeinde Besucher in ihren öffentlichen Gebäuden über die nächsten Veranstaltungen in der Stadt und über Tourismusangebote.

Und nicht nur Bayern, Berliner und Brandenburger setzen auf die Zukunftstechnologie in punkto Information und Werbung: „Ich fliege nächste Woche nach London, wo wir das erste Krankenhaus in Großbritannien ausstatten werden. Und auch nach Uruguay und Singapur sind bereits die ersten Geräte unterwegs.“

Viel Arbeit, die folglich für Mathias Dietz in den nächsten Monaten ansteht. Gute Aussichten für 2018.

simpleDS GmbH

Interlakenstraße 10
15569 Woltersdorf
Hotline: 033 62/79 82 996
www.simpleDS.de

Wachsen mit der Berliner Sparkasse:

Start-ups finden bei der Berliner Sparkasse zahlreiche Möglichkeiten für die Finanzierung, Förderung und Beratung. In unserer Serie Start-up des Monats stellen wir die Vielfalt der Unternehmen vor.

Diese Themen könnten Sie auch interessieren