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Bild: Shyftplan
Start-up: Shyftplan

Rundum besser geplant

Schichtplan 2.0: Das Start-up Shyftplan hat eine smarte All-in-One-Lösung für digitale Personalplanung entwickelt.

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chluss mit komplizierter Personalplanung, unübersichtlichen Exceltabellen und unnötig vielen Listen: Das Berliner Start-up Shyftplan hat ein modernes Mitarbeiter-Managementsystem entwickelt, das auf vielen Ebenen überzeugt. Denn es kann viel mehr als nur einen Dienstplan erstellen. Dabei war die Ursprungsidee eigentlich eine ganz andere.

Zweifach gut gegründet

Shyftplan ist nämlich bereits das zweite Projekt der Gründer John Nitschke und Jan-Martin Josten. Kennengelernt hatten sich die beiden 2012 auf einer Messe, wo sie neben dem Studium arbeiteten. Schon ein Jahr später ging ihre erste Software an den Start: Pijajo – ein Personalvermittlungstool, das hauptsächlich für Eventagenturen gedacht war.

John Nitschke Und Jan-Martin Josten
John Nitschke Und Jan-Martin Josten Bild: Shyftplan

Das Konzept, die Personalplanung, -verwaltung auch Lohnabrechnung zu vereinfachen und effizienter zu gestalten, traf den Nerv der Zeit. „Wir haben sehr schnell festgestellt, dass nicht nur Personalagenturen, sondern auch andere Unternehmen eine ganzheitliche Lösung benötigen“, erzählt John Nitschke. Und so war auch die Finanzierung beinahe ebenso schnell aufgestellt wie das Konzept: Kizoo Technology Ventures, die Beteiligungsfirma des langjährigen Web.de-Vorstandes Michael Greve sowie seinen Mitstreitern Matthias Hornberger und Frank Schüler und die Investitionsbank Berlin (IBB) investierten gemeinsam 1,45 Millionen Euro in das Start-up.

Aus Pijajo wird Shyftplan

Bild: Shyftplan

Pijajo wird in Shyftplan integriert und im Sommer 2014 erfolgt dann auch der Launch der neuen Website. Mit unerwartet großem Erfolg: innerhalb weniger Monate haben sich bereits mehr als 3000 Unternehmen auf der Website angemeldet, das Wachstum bleibt konstant. Gründer John Nitschke erklärt: „viele unserer Konkurrenten gehen vor allem auf die kleinen und mittelständischen Unternehmen und scheitern dann an großen Zahlen. Unser System war schon von Beginn an auch auf Großunternehmen angelegt“. Und so verfügt Shyftplan heute über einen ausgesprochen breiten Kundenstamm – vom Einzelunternehmen über den Gastrobetrieb bis hin zum Großunternehmen mit vielen tausend Mitarbeitern.

Den Umfang entscheidet der Kunde

Das Besondere: je nach Bedarf können sich die Firmen die Leistungen, die sie über Shyftplan abwickeln möchten, quasi im Baukastensystem zusammenstellen. Hierzu zählen etwa Schicht- und Urlaubsplanung, Zeitstempeluhr, Stundenkonten oder Arbeitszeitexporte. Auch Lohnexporte und sogar Lohnabrechnungen sind mit Shyftplan möglich. Dabei denkt das intelligente System an vielen Stellen für den Anwender mit – so verhindert die Belegungshilfe etwa Überschneidungen bei der Einteilung der Dienste. Warnmeldungen erscheinen bei dem Versuch, einem Mitarbeiter eine Schicht zuzuweisen, der krank oder im Urlaub ist. Auch wenn ein Mitarbeiter seine maximale Arbeitszeit überschreitet, sendet das System einen Hinweis.

Alles immer zur Hand

Zudem gibt es Shyftplan als iOS und Android App. Das ist im Bereich Personalplanung nicht selbstverständlich. „Die meisten Mitarbeitermanagement-Systeme verfügen maximal über eine mobile Website“, erklärt John Nitschke. „Uns war es jedoch sehr wichtig, unser Produkt auch als App zur Verfügung zu stellen.“ Der Schichtplan ist somit immer zur Hand, Änderungen oder Aktualisierungen werden direkt auf dem Bildschirm angezeigt. Fällt zum Beispiel ein Mitarbeiter aus, können die Kollegen direkt reagieren und sich auf die frei werdende Schicht bewerben.

Maximal digital

Den Weg zur Berliner Sparkasse hat Shyftplan übrigens über Umwege gefunden: 2016 nahm das Unternehmen am Gründerpreis-Wettbewerb teil, der bereits zum vierten Mal von der Berliner Sparkasse verliehen wurde. Unter dem Motto „Maximal digital – die besten digitalen Geschäftsmodelle“ kam Shyftplan bis unter die Finalisten. Der Preis für das Start-up: zwar nicht der erste Platz aber eine ausgezeichnete Zusammenarbeit.

Und was ist für die Zukunft geplant? „Auch langfristig wollen wir Vorreiter im Bereich Software bleiben, die alle HR-Themen in sich vereint“, verrät John Nitschke. “Wir wollen die administrative Arbeit mit Mitarbeiterdaten weiterhin revolutionieren, indem wir sie digitalisieren und automatisieren. Durch den Wegfall der manuellen Übertragungen in andere Systeme erreichen wir, dass die Firmen mehr Zeit haben und sich auf ihre Kernkompetenzen konzentrieren können.“

www.shyftplan.com

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