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Bild: Martin Becker
Start-up: eMio-Sharing

Elektro-Roller für jedermann

E

in paar Meter beschleunigen. Bremsen. Nochmal anfahren. Dass Rollerfahren gar nicht so schwierig ist, lernen derzeit viele Berlinerinnen und Berliner bei einer kurzen Testfahrt mit dem roten eMio-Roller auf dem EUREF-Campus am Gasometer. „Wer Fahrrad fahren kann, kommt auch mit dem Roller zurecht“, spricht Valerian Seither (29) aus Erfahrung. Mit zwei ehemaligen Kommilitonen hat er die Electric Mobility Concepts GmbH gegründet und in Berlin Deutschlands erstes Sharing für Elektro-Roller aufgebaut.

150 Roller für Berlin

Die Roller können innerhalb des S-Bahnringes stationsunabhängig gemietet werden – das „free-floating Sharing-Konzept“ ist ebenso vom Carsharing bekannt wie die Reservierung per App. Nach der erfolgreichen Testphase mit 5 Rollern startete Ende Juni der Regelbetrieb, 150 rote eMio-Roller stehen in der Stadt für jeden ab 20 Jahren mit Auto-Führerschein bereit. Bis zu 45 km/h können sie damit fahren – die daraus resultierende Helmpflicht löst eMio mit zwei Helmen in den Größen S und L sowie Hygienehauben, die in jedem Roller liegen.

Bild: eMio

Die drei Gründer, neben Valerian Seither noch Alexander Meiritz (27) und Hauke Feldvoss (28) haben sich an der TU Berlin im Wirtschaftsingenieur-Studium kennengelernt. Als Feldvoss und Seither an einem sommerlichen Apriltag 2014 auf dem Tempelhofer Feld sitzen, bekommen Sie das erste Mal richtig Lust aufs Rollerfahren. „Das Wetter war einfach zu schön, um per Bus oder Carsharing in die Stadt weiterzuziehen“, erinnert sich Seither. Da eigene Roller aufgrund des Wartungsaufwands für die beiden nicht in Frage kommen, ist binnen weniger Minuten die Idee des Roller-Sharings geboren.

Mit einem Preis von 19 Cent pro Minute oder 59 Cent pro Kilometer (es wird automatisch der günstigere Tarif berechnet) sind die Elektroroller übrigens günstiger als Carsharing-Angebote in Berlin.

Wir kombinieren Nachhaltigkeit mit Spaß

Das Interesse der Ingenieure für nachhaltige technische Entwicklungen führte sie direkt zur ökologischen Roller-Variante. „Als unsere Recherchen zeigten, dass die Elektrotechnik bei Rollern schon sehr ausgereift und erprobt ist, war die Entscheidung schnell getroffen“, erklärt Seither. Die E-Roller erzeugen weder Abgase noch Lärm, und erleichtern die Parkplatzsuche – ideal für den Stadtverkehr.

Bild: eMio

Dass der Strom plötzlich weg ist und die Fahrt vorzeitig beendet wird, müssen Benutzer nicht befürchten. Die Akkus haben schließlich eine Reichweite von 100 km und werden regelmäßig gewechselt. Dafür ist ein Team von eMio täglich mit einem Transporter unterwegs, selbstverständlich ebenfalls abgasfrei.

Im Winter nach Südeuropa

Im HU Gründungshaus haben die Jungunternehmer frühzeitig Kontakt zur Berliner Sparkasse aufgebaut. „Neben der schnellen Kontoeröffnung hat uns unser Betreuer besonders beim Thema Leasing sehr wertvoll beraten“, sagt Seither heute dankbar.

Wie andere Zweiräder sind auch die Elektroroller leider nicht für den Berliner Winter geeignet. Die jungen Unternehmer sind aber gut vorbereitet, so dass ihre Flotte nicht gegen teure Lagermiete einstaubt: „Im Winter steht die Expansion nach Südeuropa an, die Roller werden dafür eingepackt und transportiert. So können wir dann unser Start up schneller vorantreiben und lasten die Roller sehr gut aus.“

Gut gegründet!

Für Jung­unter­nehmer und die, die es werden wollen, hat die Berliner Sparkasse ihr gesamtes Know-how im FirmenCenter Grün­dung und Nachfolge ge­bün­delt. Dort wer­den Existenz­gründer und Unter­neh­mens­nach­folger nach der Finan­­zierungs­­zu­­sage mindes­tens drei Jahre lang von einem erfah­renen Kom­petenz­team indi­viduell begleitet.

Außerdem können sie das große Experten­netz­werk mit Coaches, Unter­nehmens­beratern und Steuer­experten nutzen.

Telefon: (030)869 855 50
www.berliner-sparkasse.de/gruendung

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