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Titel Start-up Dive Solutions
Bild: dive solutions GmbH
Start-up des Monats

Alles ist im Fluss

Freie Abflussrohre und gut laufende Getriebe – das diese nicht nur in der Theorie funktionieren, sondern später auch in der Praxis gut laufen werden, dafür sorgt das Start-up dive solutions GmbH aus Berlin mit seiner Simulation für komplexe Strömungsphänomene.

K

urz gesagt: Wir simulieren Strömungen“, erklärt Pierre Sabrowski, einer der Gründer des jungen Unternehmens, das sich im Juni 2018 gegründet hat. Hinter diesem knappen Satz steckt natürlich weitaus mehr. 2011 begannen die ersten Forschungsversuche zum Simulieren von Strömungsbewegungen in Waschmaschinen, damals noch im Rahmen einer Forschungskooperation mit BSH – Hausgeräte GmbH.

Dive-solutions
Bild: Joachim Villwock

Strömungssoftware als Cloud-Lösung

„Unsere Software kann überall dort eingesetzt werden, wo Ingenieure das Strömungsverhalten ihrer Produkte verbessern möchten, egal ob das Verhalten von Wasser am Bug eines Schiffes untersucht werden soll oder das Verhalten von Wasser, wie es die Düse eines Duschkopfes verlässt und über die Haut des Nutzers perlt“, beschreibt Pierre Sabrowski zwei ganz anschauliche Beispiele.

Dive-solutions Propeller
Bild: dive solutions GmbH

Software, die Strömungsvorgänge abbildet, ist keine neue Erfindung. Das innovative bei dive solutions GmbH: Die neue partikelbasierte Technologie ist einfach zu bedienen und wird als „Cloud-Lösung“ angeboten. „Niemand braucht teure Hardware und viel Know-how, um unser Produkt zu nutzen“, sagt Pierre Sabrowski, der als Physikingenieur mit für die Entwicklung der Software zuständig ist. Der besondere Clou: Nicht nur das Verhalten von Wasser kann die Software simulieren, auch Öl, Luft oder die Interaktion zwischen verschiedenen anderen Substanzen kann leicht am Computer vorhergesagt werden. „So können wir auf Basis von neuartigen Algorithmen effizientere Simulationen erstellen.“

dive solutions in der Testphase

Momentan ist das Programm noch nicht offen am Markt verfügbar. „Das ist aber der nächste geplante Schritt“, sagt Pierre Sabrowski. Neben ihm stehen hinter dive solutions GmbH noch Maik Störmer, Wirtschaftsingenieur und der Mann für die Zahlen, Johannes Gutekunst, Physikingenieur und Felix Pause, Luft- und Raumfahrtingenieur. Die vier haben sich über die BSH Hausgeräte GmbH kennen gelernt und an der TU Berlin studiert. „Momentan zeigen wir gemeinsam mit einigen Unternehmen, dass unsere Software valide Daten liefert. Denn schließlich muss das Produkt einwandfrei funktionieren, wenn Unternehmen aufgrund unserer Berechnungen Bauteile und Anlagen fertigen.“

Dive-solutions Offshore
Bild: dive solutions GmbH

Unter den Top 50 der deutschen Start-ups 2018

Eines der Unternehmen, welches auf das Know-How der vier Gründer setzt, sind die Berliner Wasserbetriebe. „Für einen Wasserversorger ist wichtig zu erfahren, wie Abwasseranlagen weiter verbessert werden können, sodass möglichst wenige Ablagerungen entstehen, bzw. muss herausgefunden werden, bei welchen Betriebsbedingungen diese liegen bleiben.“

Dass dive solutions GmbH mit seinem Produkt auf dem richtigen Weg ist, beweisen nicht nur die vorderen Plätze in den verschiedenen Phasen des Business Plan Wettbewerb Berlin Brandenburg 2018, sondern auch die Auszeichnung durch Fuer-Gruender.de als eines der Top 50 Start-ups in Deutschland. „Über diese Auszeichnung freuen wir uns natürlich sehr“, sagt Pierre Sabrowski, der ursprünglich aus Potsdam stammt, nicht ohne Stolz.

Zusammenarbeit mit der Berliner Sparkasse auf Augenhöhe

„Als junges Unternehmen ist es besonders wichtig, sich auch mit anderen Start-ups auszutauschen“, sagt er und nennt es gleich als seinen ersten Tipp, auf die Frage, worauf es als Gründer ankommt. „Hierbei haben wir sehr durch die Unterstützung der Berliner Sparkasse profitiert.“ Denn dive solutions GmbH war auch eines der Start-ups, denen die Berliner Sparkasse anlässlich ihres 200-jährigen Jubiläums kostenlose Arbeitsplätze im Coworking Space „The Place“ zur Verfügung gestellt hat.

„Neben dem Austausch mit anderen Start-ups waren es auch die Veranstaltungen von „The Place“, bei denen wir viele interessante Leute kennen gelernt haben.“ Die Zusammenarbeit mit der Berliner Sparkasse empfinden die Gründer als professionell, empathisch und auf Augenhöhe. „Das Bankkonto ist für ein Start-up ja nur ein ganz kleiner Teil von all den Dingen, um die man sich kümmern muss. Daher ist eine Betreuung durch ein Team, bei denen man das Gefühl hat, sie verstehen einen und verstehen vor allem auch das Produkt, besonders wichtig.“

dive solutions GmbH auf Wachstumskurs

Weitere Ratschläge, die er Gründern mitgeben würde, sind Durchhaltevermögen und sich immer wieder neu zu hinterfragen, denn „wenn die Spannung fehlt, dann setzt der Trott ein und eines sollte man auf gar keinen Fall: einrosten“, so Pierre Sabrowski.

Damit es mit dive solutions GmbH genauso erfolgreich weitergeht wie bisher, ist das Unternehmen auf der Suche nach neuen Mitarbeitern: „Wir möchten weiterwachsen und suchen Entwickler und Ingenieure aus den Bereichen Web/Cloud-Entwicklung, High-Performance-Computing und Computational Fluid Dynamics.“

Wachsen mit der Berliner Sparkasse: Start-ups finden bei der Berliner Sparkasse zahlreiche Möglichkeiten für die Finanzierung, Förderung und Beratung. In unserer Serie Start-up des Monats stellen wir die Vielfalt der Unternehmen vor.

Weitere Informationen zum Thema Gründung finden Sie auf: www.berliner-sparkasse.de/gruendung

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