Newsletter abonnieren
Startup Mr. Wu
Ganztägig asiatisches Büffet: Das Restaurant „Mr. Wu“ in Adlershof punktet mit frischen Speisen quer durch die Vielfalt Asiens. Bild: Mr. Wu
Start-up des Monats: Mr. Wu

„Erfolg ist Teamwork“

Das Restaurant „Mr. Wu“ in Adlershof punktet mit einer großen Auswahl an asiatischen Speisen, frischen Zutaten und einer aufsehenerregenden Show-Küche. Mitten im Innovationspark Adlershof spendet der Besitzer Gengfeng Wu Energie für neue Ideen der ansässigen Unternehmen – und sprüht nicht minder vor Innovationsdrang.

Genfeng Wu
Besitzer Gengfeng Wu kommt aus einer Gastronomen-Familie. Bild: Mr. Wu
D

ie volle Aufmerksamkeit von Gengfeng Wu zu bekommen – schwierig. Auch am Handy hält der Restaurant-Besitzer permanent Rücksprache mit seinen zehn Mitarbeitern. Eine Frage hier, ein anklopfender Anruf dort. Wir beeilen uns mit unseren Fragen.

Im April 2018 hat Gengfeng Wu sein Restaurant im Technologiepark eröffnet. 230 Quadratmeter, 60 Plätze innen und noch mal 60 außen. Es gibt ganztägig ein Buffet – eine kulinarische Reise durch die Vielfalt der asiatischen Küche: Von Sushi, über thailändisches Curry bis zu indischem Kurkuma.

„Scheitern kenne ich nicht. Man muss seine Hausaufgaben schon machen.“ Gengfeng Wu, Gastronom

Das Geschäft läuft. Etwas anderes kommt für Gengfeng Wu auch nicht in Frage. „Scheitern kenne ich nicht. Man muss seine Hausaufgaben schon machen“, sagt er mit voller Überzeugung. Gengfeng Wu, 43, würde kein Restaurant eröffnen, wenn er nicht an den Standort glaubt. Und was nicht passt, wird passend gemacht. Das hat der Österreicher mit chinesischen Wurzeln in seinen knapp 20 Jahren als Gastronom gelernt.

Mr. Wu
In Adlershof gibt es 60 Innen- und 60 Außen-Plätze. Bild: Mr. Wu

Bereits im österreichischen Kärnten erfolgreich

In seiner Heimatregion Kärnten in Österreich hatte er ein Restaurant in perfekter Innenstadtlage. Direkt am Markt. Nur abends war die Ecke ruhig. „Wenn die Gäste nicht zu mir kommen, muss ich eben zu den Gästen kommen“, hat sich Gengfeng Wu dann überlegt und kurzerhand einen der ersten asiatischen Catering-Dienste in der Region gegründet. Der wurde ein großer Erfolg. So macht man das, wenn Widrigkeiten im Weg stehen.

„Der Business-Plan ist kein heiliger Gral. Wenn sich etwas in der Praxis nicht bewährt, muss man als Unternehmer eben umschwenken.“ Gengfeng Wu

Schließlich entscheide die Kundschaft über hop oder top. Da dürfe man sich als Unternehmer nie zu schade sein, sich entsprechend anzupassen. „Wenn meine Kunden eine andere Küche wünschen, würde ich auch meine Küche entsprechend ändern.“ Seine Eltern kommen aus China und waren früher selbst Gastronomen. Sie haben ihm das Gastronomie-Leben vorgelebt. Schon früh hat er mitgeholfen, den Militärdienst in Österreich gemacht und dann selbst die Selbstständigkeit übernommen. „Natürlich muss man dafür auch eine Unternehmer-Persönlichkeit sein. Den Mut, etwas zu wagen, muss man mitbringen.“ Und, um im Bild der österreichischen Berg- und Tal-Landschaft zu bleiben: die Bereitschaft auch mal durch Täler zu gehen. Will heißen: wenn etwas nicht überragend läuft, nicht gleich aufzugeben.

Mr. Wu
Da packen nicht nur seine Frau (Bild), sondern auch der Sohn und ein zehnköpfiges Team fleißig mit an. Bild: Mr. Wu

Doch nun sind seine drei Kinder älter geworden. Der Sohn ist mit dem Abitur gerade fertig. Da habe es nahe gelegen, sich noch mal geografisch zu ändern. So hat die Familie sich für Berlin als Uni-Stadt und neuen Standort entschieden – und für die Berliner Sparkasse als neue Hausbank. Die dortige Beraterin hat Gengfeng Wu ausführlich beim Finden des passenden Kredits geholfen: eine Förderung der KfW. „Meine Beraterin hat mich exzellent beraten, mir die Rahmenbedingungen genau erklärt und mir mit Fachwissen unter die Arme gegriffen“, lobt Gengfeng Wu.

Team langfristig aufbauen

Der Sohn hilft jetzt im Unternehmen mit, erzählt er. Er habe ihn „motiviert“, sagt er und lacht. So erfolgreich läuft das Geschäft, dass er schon an zusätzliche Hilfskräfte denkt. Und auf Dauer? „Klar, wäre auch ein zweites Restaurant möglich. ‚Mr. Wu’ ist eine Systemgastronomie. Das würde auch gut anderswo funktionieren.“

Doch Gengfeng Wu denkt auch sehr an seine Mitarbeiter: Sie alle sollen möglichst in der Nähe wohnen. „Mein Ziel ist, dass die Mitarbeiter langfristig bleiben. Und das klappt nur, wenn die Pendelei nicht zu aufwändig ist. Ein gutes Team, das bereit ist für dich und deinen Erfolg zu arbeiten, ist das A und O. Erfolg ist immer Teamwork.“

Mr. Wu Restaurant
Am Studio 1, 12489 Berlin
Telefon: 69 81 33 88
www.mrwu.info
Öffnungszeiten: täglich 11.30 bis 16 Uhr sowie 17 bis 21 Uhr

Gut gegründet!

Für Jung­unter­nehmer und die, die es werden wollen, hat die Berliner Sparkasse ihr gesamtes Know-how im FirmenCenter Grün­dung und Nachfolge ge­bün­delt. Dort wer­den Existenz­gründer und Unter­neh­mens­nach­folger nach der Finan­­zierungs­­zu­­sage mindes­tens drei Jahre lang von einem erfah­renen Kom­petenz­team indi­viduell begleitet. Außerdem können sie das große Experten­netz­werk mit Coaches, Unter­nehmens­beratern und Steuer­experten nutzen.

Telefon: 869 855 50
www.berliner-sparkasse.de/gruendung

Alles was du brauchst:“ Der Spezialist Till Willebrand aus dem FirmenCenter Gründung und Nachfolge der Berliner Sparkasse erklärt, was Start-ups zum Start wissen müssen. Hier geht’s zum Interview.

Diese Themen könnten Sie auch interessieren