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Titel Start-up sblocs bikes
Bild: sblocs bikes
Start-up des Monats

sblocs bikes – Das ungewöhnliche Lastenrad

Die Fahrzeuge der sblocs bikes GmbH sind keine typischen klobigen Lastenräder, sondern ungewöhnlich kompakte Lastenfahrräder – mit Betonung auf Fahrvergnügen.

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as macht diese Räder aus Berlin-Friedenau einzigartig? Die patentierte Vorderachsenkonstruktion, welche dynamische Fahreigenschaften garantiert, und die geringe Spurbreite. Das gesamte Rad ist nicht breiter als der Lenker eines Mountainbikes, was Geschäftsführer Marcus Dittberner stolz demonstriert.

sblocs bikes Marcus Ditterberner
Marcus Ditterberner. Bild: sblocs bikes

Anders als das typische sperrige, lange Lastenrad lassen Modelle aus dem Hause sbloc also komfortabel manövrieren. Dittberner hat sblocs 2016 zusammen mit seinem Neffen gegründet. Mittlerweile arbeiten sechs Mitarbeiter für das Unternehmen. Die pulverbeschichteten Alu-Rahmen werden in Deutschland und Polen gefertigt, betont Dittberner, während die meisten Konkurrenten in Asien schweißen ließen.

Wendiges Lastenrad mit Akkuantrieb

Fast alle Kunden kaufen die Räder mit Motor. Eine Akkuladung reicht für Strecken bis zu 100 Kilometern. Die Fahreigenschaften seien ungewöhnlich agil, sagt Dittberner. „Ein total alltagstaugliches Bike“, so der Erfinder stolz. Dittberner, 54, schweißt nicht selbst, schraubt aber bei Bedarf fleißig mit. Neben den Aufgaben, die als Geschäftsführer natürlich noch so zu bewältigen sind.

Formate: video/youtube

Video-Quelle: YouTube

sblocs bikes durch soziale Kanäle bekannt machen

Grade ist eine Deutschland-Tour geplant, auf der potentielle Kunden die Gelegenheit zum Probefahren gegeben werden soll. Auf der hinter dem Verkaufstresen aufgehängten Deutschlandkarte sind Orte in fast allen Bundesländern mit pinkfarbenen Klebezetteln markiert. „Freitag geht es den Sommer über jetzt immer los, dann Samstag und Sonntag Termine. Montag bin ich dann wieder im Laden in Berlin“, schildert Dittberner den recht aufreibenden Alltag eines Gründers. Auch wichtig: Die Sozialen Medien zur Vermarktung nutzen. „Wir haben da eher nebenbei mal einen Film eingestellt. Youtube hätte ich nie als ernsthaften Vertriebskanal wahrgenommen. Aber die Resonanz war unglaublich!“, wundert sich der Gründer noch immer.

Im August ist das Unternehmen auf Probefahrt durch Deutschland. Aktuelle Termine und Informationen finden Sie auf der Webseite >>

Idee zum eigenen sblocs-Lastenrad entstand auf einer Pilgertour

Dittberner ist gebürtiger Berliner und erfahrener Designer. Die Idee, ein eigenes Rad zu bauen, reifte bei einer einjährigen Europatour. Seine Route führte auch über den Jakobsweg. Während der Pilgertour suchte er nach neuen Aufgaben in seinem Leben. Ganz oben auf der Liste: „Beruflich noch einmal etwas Neues machen“. Zum Beispiel: Fahrräder bauen! Sblocs war geboren. Der Name für das Unternehmen fiel Dittberner auf einer weiteren Tour ein, auf der Motta Sblocs, einem kleinen Vorgipfel in den Bündner Alpen.

Kompakte Lastenräder für den Alltag

Die sbloc Räder sind kompakt, so haben sie eine geringere Transportkapazität als viele Konkurrenzprodukte. Aber: Welcher Privatmensch muss wirklich im Alltag regelmäßig Lasten von 100 Kilogramm oder mehr wuppen? „Da geht es doch eher um den Transport des Wocheneinkaufs oder den Transport eines Kindes“, sagt Dittberner. Daher sei es völlig ausreichend, wenn die Lastenkiste mit 40 und der Gepäckträger nochmal mit 30 Kilogramm belastet werden könnten.

sblocs bikes Kinder
Bild: sblocs bikes

40 Kilogramm, das entspricht zwei Zementsäcken aus dem Baumarkt. „Manche werfen ein – aber was ist, wenn ich mal eine Waschmaschine transportieren muss?“ Das sei – aus irgendwelchen Gründen – bisher auf dem Lastenrad-Markt der Standard gewesen, dass dies möglich sein müsse. „Na gut, die Waschmaschine wuppen sie mit unserem Rad nicht. Aber für die normalen Einkäufe reicht es allemal“, erklärt der Gründer.

Platzsparendes Lastenrad für die Großstadt

Im Alltag wichtig ist nicht nur die Transportkapazität des Rades, sondern auch die Fläche, welches das geparkte Rad belegt. „Gerade in Großstädten wie Berlin ist das ein Thema“, sagt Dittberner. Die ersten Lastenräder auf dem deutschen Markt wurden aus Dänemark oder den Niederlanden importiert und dort in Gegenden gefahren, wo Platz kein Problem war. Daher machte es nichts, dass die beanspruchte Fläche beim Parken der eines Kleinwagens entsprach. Hingegen sind in Berlin mit den vollgestellten Gehwegen und engen Gemeinschaftskellern die vergleichsweise zierlichen Gefährte von sblocs begehrt.

Ausstattung des Lastenrads lässt sich individuell anpassen

Das Rad ohne Motor ist ab 4.500, mit Motor ab 5.800 Euro erhältlich. Wer ein Leergewicht von rund 30 Kilogramm plus Gepäck und seine eigenen Pfunde mit Spaß bewegen will, kommt an dieser Investition kaum vorbei. Hat sich jemand überschätzt und zuerst für ein Rad ohne Motor optioniert – kein Problem. Der lässt sich auch noch nachträglich einbauen. Der genaue Preis hängt ab von der speziellen Ausstattung, die der Kunde zusammenstellen kann. Beispielsweise kann ein Kindersitz integriert werden oder die Lastenbox mit einem abschließbaren Deckel versehen werden.

In der Corona-Zeit kauften mehr Menschen ein Lastenrad

Geht es nach dem Willen von Dittberner, sollen seine Räder nicht nur einzelne Käufer beglücken, sondern einen Beitrag zur Verkehrswende leisten. In der Corona-Krise seien besonders viele Menschen zu ihm in den Laden und aufs Rad gekommen, da sie die öffentlichen Verkehrsmittel meiden wollten.

Berliner Sparkasse erkannte innovatives Produkt sofort

Mit der Berliner Sparkasse an der Seite war Dittberner von Anfang an glücklich. „Mein Steuerberater hat gesagt: Wenn ihr ein Darlehen wollt, passt die Berliner Sparkasse zu euch“, sagt Dittberner. „Die Sparkasse hat gleich verstanden, weshalb unser Produkt innovativ ist. Andere Banken waren eher lustlos“, erinnert sich der Gründer. Zudem wusste er gleich „alles passt!“, als er seine Kundenberaterin bei der Berliner Sparkasse kennenlernte. „Die ist begeisterte Radfahrerin und fand es extrem interessant, dass wir zu unserem Termin gleich mal ein Prototyp-Bike mitgebracht hatten“, erinnert sich Dittberner.

www.sblocs.de

Wachsen mit der Berliner Sparkasse

Start-ups finden bei der Berliner Sparkasse zahlreiche Möglichkeiten für die Finanzierung, Förderung und Beratung. In unserer Serie Start-up des Monats stellen wir die Vielfalt der Unternehmen vor. Hier geht es zu unserer Übersichtsseite Start-up des Monats >>

Weitere Informationen zum Thema Gründung finden Sie auf: www.berliner-sparkasse.de/gruendung

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