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Titel Urlaubsanspruch
Bild: Shutterstock
Resturlaub

Urlaub vererbbar

Der EuGH hat ein wichtiges Urteil zum Thema Resturlaub gesprochen. Was dieses für Sie als Arbeitgeber bedeutet und wie Sie sich vorbereiten.

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ntgegen der landläufigen Meinung galt beim Urlaubsanspruch von Arbeitnehmern laut Bundesurlaubsgesetz bislang: Er verfällt automatisch zum Jahresende, außer ein Tarifvertrag regelt eine Übertragung ins Folgejahr, meist bis zum 31. März.

Im vergangenen November hat der Europäische Gerichtshof (EuGH) nun entschieden, dass Arbeitgeber verpflichtet sind, ihre Arbeitnehmer aktiv aufzufordern, möglichen Resturlaub bis Jahresende zu nehmen. Versäumen sie dies oder haben betriebliche Gründe den vollen Urlaub nicht ermöglicht, ist eine Mitnahme des Resturlaubs ins neue Jahr nun möglich. Noch ist das aktuelle Urteil aber nicht in deutsches Recht übertragen worden.

In Bares können die übrigen Urlaubstage übrigens nur umgemünzt werden, wenn der Angestellte ausscheidet. Diese Ansprüche sind laut Urteil sogar vererbbar. Dafür müssen Unternehmen in Zukunft Rückstellungen in ihrer Bilanz bilden, was den zu versteuernden Gewinn schmälert.

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