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Titel Startup Merisier
Bild: Merisier
Start-up: Merisier

Geschenke mit Geschichte

D

er Name Merisier, französisch für Vogelkirsche, ist eine Anspielung auf das englische „cherry picking“ – was wiederum dem deutschen „Rosinen auspicken“ entspricht. Genau das macht die Kultur-und Kunstwissenschaftlerin Anna Bojic (36) jetzt: Sie sucht nach praktischen, witzigen und leckeren Geschenk-Ideen, stellt Boxen zusammen und erzählt eine Geschichte drum herum.

„Eine Tüte Licht“ etwa enthält ein originelles Balkonlicht, edle Schokolade und ein elegantes Notizbuch: Der Online-Shop Merisier interpretiert den Geschenkkorb zeitgemäß und fasst die originellen Kombinationen immer mit einem poetischen Thema zusammen. So findet sich immer ein Geschenk – für die richtige Person, zum richtigen Anlass.

Mit Aufmerksamkeiten Beziehungen pflegen

„Ich hatte keine Lust mehr auf die klassische Flasche Wein“, sagt ihr Freund und Mitgründer Marc Lampe (38). Für den Zehlendorfer sei es immer wichtig gewesen, den Kontakt zu Kunden und Partnern zu pflegen – sowohl im Job bei einer Bank als auch im Vertrieb eines Berliner Start-ups. Also fragte er zuhause seine Freundin Anna Bojic. Die Zehlendorferin kannte das Problem von privater Seite: Für ihre vielen Freunde rund um den Globus hat sie wenig Zeit, aber umso größeren Bedarf an netten Aufmerksamkeiten, die die Beziehungen pflegen sollen. Sie sieht schnell die Geschäftsidee für Merisier.

Produktauswahl: hochwertig und fair

Mit dem poetischen Überbau ist die Geschichte der Geschenkboxen von Merisier aber noch nicht zu Ende: Jedes Päckchen wird in Seidenpapier handverpackt und mit einer persönlichen Botschaft verschenkt, die den Empfänger auf Büttenpapier erreicht und mit rotem Wachssiegel in Szene gesetzt wird.

Knapp 200 dieser einzigartigen Zusammenstellungen gibt es derzeit – die meisten kosten zwischen 30 und 60 Euro. Dafür gibt es mindestens drei, qualitativ hochwertige Produkte mit ansprechendem Design. Zudem achten die jungen Unternehmer darauf, dass die Produkte ökologisch und fair hergestellt werden.

Team-Spirit beim großen Verpacken

Anfangs hat Anna Bojic noch allein gearbeitet und sich für Büro und Lager 20 Quadratmeter in den Räumen eines Kreuzberger Start-Ups abgetrennt, seit 2013 sitzt das Unternehmen in der Remise einer alten Brauerei in Wedding. Die Waren sind hier und auf weitere Lager in der Stadt verteilt, das größte in Tempelhof. „Wenn dort die großen Container anrollen, ist das schon ein tolles Gefühl“, sagt Marc Lampe sichtlich zufrieden mit der Entwicklung..

Ob es andere Momente gibt, die ihn immer wieder motivieren? „Es ruft schon mal ein Mittelständler an und ordert spontan noch 120 Pakete. Dann fassen hier alle mit an,“ sagt Marc Lampe und spricht begeistert von seinem Team: mittlerweile 15 Mitarbeiter, darunter sechs Festangestellte.

Gründer-Team als Dreh- und Angelpunkt

Für Marc Lampe war der Online-Shop für Geschenke mit Geschichte nicht die erste Unternehmensgründung. Mit 17 hat er einen Vertrieb für Wasserspender in Deutschland aufgebaut, später einen Lieferservice mitgegründet. „Das Gründer-Team ist der Dreh- und Angelpunkt“, sagt er.

Die Team-Mitglieder sollten sich in ihren Fähigkeiten ergänzen – der erfahrene Gründer spricht vom nötigen „Dreiklang aus Business, Tech und Inhalt“. Außerdem sei es wichtig, Erwartungshaltungen immer im Voraus offen zu kommunizieren – vom zeitlichen Input über die Arbeitsweise bis hin zu finanziellen und inhaltlichen Zielen.

Es müssen nicht immer große Sprünge sein

In der Gründungsphase hat die Berliner Sparkasse das Unternehmen begleitet und einen Gründer-Kredit ermöglicht. „Die Zusammenarbeit war sehr dialogisch. Wir standen immer im Austausch und auf einer Seite“, lobt der Gründer die Bank. „Außerdem hat mich die Flexibilität überrascht, die in kurzfristigen schwierigen Zeiten sehr wichtig ist, besonders für junge Unternehmen.“

Für die Zukunft haben die jungen Unternehmer schon einige Pläne, die sie aber noch nicht verraten wollen. Im Ziel sind sie aber einig: „Solidität, also ein sanftes und kontinuierliches Wachstum, ist uns wichtiger als große Sprünge“, sagt Marc Lampe.

www.merisier.de

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