Titel Good Bank
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Start-up: Good Bank

So schmeckt die Zukunft

Echte Frische statt langer Lieferketten: Im weltweit ersten „vertical farm to table“ Restaurant kann man dem Essen im wahrsten Sinne des Wortes beim Wachsen zusehen.

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ie Rosa-Luxemburg-Straße 5 in Berlin Mitte. Zentral gelegen zwischen Alexanderplatz, Volksbühne und den Hackeschen Höfen ist diese Adresse ein echter Geheimtipp, der nicht lange unentdeckt bleiben wird. Zu speziell ist das Konzept, zu neu, zu einzigartig. GOOD BANK steht in riesigen Lettern über der Glasfront, durch die man es weiß und purpurn leuchten sieht. Und zu Recht fragt man sich, was es wohl auf sich hat, mit diesem Namen und diesem Leuchten.

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Nicht naheliegend aber nahe liegt die Lösung des Rätsels – nur ein paar Schritte sind nötig und schon befindet man sich in der besagten GOOD BANK. Große Spiegelflächen, spezielles Lichtdesign und poppige Farbakzente verleihen dem Raum ein futuristisches Flair. Und obwohl man zunächst gar nicht weiß, wo man zu erst hinschauen soll, begreift man schnell: Das hier hat irgendetwas mit Essen zu tun.

In 30 Sekunden auf dem Teller

Ein langer, gläserner Tresen zieht sich einmal längs durch den Raum. Darin und darauf: Unzählige Behälter mit frischen Zutaten, Toppings und Soßen sowie fertig zubereitete Leckereien wie Sandwiches oder Kuchen – homemade, versteht sich. Die eigentliche Sensation aber steht dahinter. Riesige Glasschränke, die einen Großteil der langen Wand einnehmen, sind die Quellen des außergewöhnlichen, pinkfarbenen Lichts. Auf insgesamt sieben Etagen wird hier, indoor und mitten in der Berliner Innenstadt, frisches Gemüse angebaut. Sobald es reif ist, wird es gleich vor den Augen der Gäste geerntet, zubereitet und serviert. Frischer geht’s nicht.

Ema Paulin-leandro Vergani
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Die Idee zu diesem innovativen Gastronomiekonzept stammt von Ema Paulin und Leandro Vergani. Gemeinsam gründeten sie im vergangenen Jahr das Gastro-Start-up und können als Investor Christophe Maires Atlantic Food Labs gewinnen. Schon nach kurzer Zeit ist auch die Frage nach der passenden Technologie-Lösung geklärt: Das Kreuzberger Start-up Infarm liefert die vollfunktionsfähigen vertikale Farmmodule für den Innenbereich. Das Gemüse wird hierbei nach einem bestimmten System angepflanzt und beleuchtet, so dass etwa jeden zweiten Tag geerntet und wieder neu gesetzt werden kann.

„Die Vision ist ein autarker ‚Bauernhof der Zukunft’, der alles inhouse produziert“, erzählt uns Gründerin Ema Paulin, doch bis dahin ist es noch ein weiter Weg. Momentan werden in den gläsernen Farmen zwei Salatvariationen sowie Babygrünkohl angebaut und durch möglichst regionale und saisonale Zutaten ergänzt. Die Gerichte können nach einem Modulsystem vom Gast selber zusammengestellt werden und werden dann frisch vor seinen Augen zubereitet. Dabei gibt es Varianten mit Fleisch oder Fisch genauso wie vegetarische und vegane Optionen. Durch die rasche Verwendung direkt nach der Ernte bleiben viel mehr Vitamine und Nährstoffe vorhanden als in handelsüblichem Gemüse. Und das schmeckt man auch.

Mehr als nur gesundes Essen

Gesunde Ernährung ist aber nur ein Teil des Konzepts – mindestens genauso wichtig ist den Gründern das Thema Nachhaltigkeit. „Im Gegensatz zur traditionellen Landwirtschaft können wir hier vor Ort ganzjährig produzieren und auch seltene Spezialitäten anbauen“, erklärt Paulin. „Wir verwenden keinerlei Pestizide und es entfallen die Transportwege, was wiederum der Umwelt zugute kommt“.

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Außerdem sind die vertikalen Farmen äußerst energieeffizient: Drei Farmmodule benötigen etwa gleich viel Energie wie eine Espressomaschine. Dennoch sollte das junge Unternehmen nicht „zu grün“ klingen, so die Gründerin. „Wir wollten radikal sein und für einmalige Transparenz stehen – aus dieser Idee heraus entstand der Name GOOD BANK“.

Apropos Bank: zu der Berliner Sparkasse ist das junge Start-up auf Empfehlung gekommen. „Als junges Unternehmen mit dynamischer Entwicklung sind wir auf schnelle Prozesse angewiesen“, so Paulin, „und bei der Berliner Sparkasse ist immer ein Ansprechpartner für uns erreichbar.“

Selbst erreichbar ist die GOOD BANK von Montag bis Sonntag zwischen 11:30 und 22:00 Uhr. Wer zu so später Stunde nichts mehr essen möchte, kommt trotzdem auf seine Kosten, verrät uns Gründerin Paulin: „Wir haben nämlich auch richtig gute Drinks!“

Gut gegründet!

Für Jung­unter­nehmer und die, die es werden wollen, hat die Berliner Sparkasse ihr gesamtes Know-how im FirmenCenter Grün­dung und Nachfolge ge­bün­delt. Dort wer­den Existenz­gründer und Unter­neh­mens­nach­folger nach der Finan­­zierungs­­zu­­sage mindes­tens drei Jahre lang von einem erfah­renen Kom­petenz­team indi­viduell begleitet.

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