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Titel Akkurat Studios
Bild: Christoph Schieder
Start-up des Monats

Akkurat Studios GmbH: Botschaften kreativ in Szene setzen

Die Akkurat Studios GmbH ist eine Talent- und Produktionsagentur, die Ideen zu Bildern werden lässt: vom Werbefilm bis zum Musikvideo. Von dem internationalen Netzwerk der Gründer sollen auch Berliner Talente profitieren.

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n Berlin geboren, in der Welt zuhause – das ist Gründer Daniel „Rocco“ Kopecny. Der Kreuzberger bewarb sich als 17-jähriger Schüler als Assistent des Regisseurs Wim Wenders und wurde genommen. „Ich war in erster Linie dafür zuständig, Filmrollen von A nach B zu tragen“, gibt sich Kopecny bescheiden. Aber der erste Schritt in die Filmindustrie war gemacht.

Von Tokio Hotel zum Museum of Modern Art

Einen Namen erwarb sich Kopecny mit Anfang 20 als Produzent von Musikvideos, unter anderem für die damaligen Teenie-Idole Tokio Hotel. Fünfzehn Jahre später und um viele Erfahrungen reicher, war die Zeit reif für den Schritt in die Selbstständigkeit. Im Juni 2019 gründete Kopecny die Akkurat Studios GmbH – zusammen mit Gründungspartner, Regisseur Andreas Roth.

Akkurat Studios Gruender
Die Gründer Andreas Roth (links) und Rocco Kopecny (rechts) mit Bürohund. Bild: Christoph Schieder

Der Hamburger träumte ursprünglich von einer Tenniskarriere, aber stellte recht bald fest, dass seine Talente eher hinter einer Kamera als auf dem Platz liegen. Neben anderen Erfolgen konnte er bereits einen seiner Filme in der Sammlung des New Yorker Museums of Modern Art unterbringen. „Andreas ist für die kreative Seite zuständig, ich für das Business“, umreißt Kopecny die Arbeitsweise der Freunde.

Sitz in Kreuzberg – Videodrehs weltweit

Der 32-jährige Roth und der drei Jahre ältere Kopecny haben sich vor vier Jahren auf einer Party kennengelernt. Jetzt arbeiten sie mit einem Team von Freiberuflern daran, die Versionen ihrer Kunden in Bilder umzusetzen. Sie vermitteln aus ihrem Portfolio von Kontakten Regisseure und Fotografen, die dann Werbekampagnen, Musikvideos oder andere Bewegtbild-Formate gestalten. Sitz des Unternehmens ist in Kreuzberg, gedreht wird weltweit. Unter anderem in Los Angeles, wo Akkurat Mitbesitzer eines Studios ist.

Akkurat Studios Detsil
Bild: Christoph Schieder

Auf ihrer Facebook Seite präsentiert sich die Akkurat GmbH dann auch mit dem Bild einer Palme im gleißenden Sonnenlicht, was eher Hollywood repräsentiert als Berlin im Januar. Seine Wurzeln hat das Unternehmen aber in Berlin
In der Zentrale in Kreuzberg ist die Stimmung entspannt: Bürohund Hubert wuselt von Tisch zu Tisch, vor einem einladenden Plüschsofa lädt ein Tisch mit einer Auswahl an internationalen Kunstmagazinen zum Schmökern ein. Eine Wand wird dominiert von einem Bild der Band Rammstein, auf dem die Rocker ganz untypisch brav mit Hundebabys posieren. Für die Band hat Kopecny mal ein Video gedreht.

Akkurat-studios Rammstein-bild
Bild: Christoph Schieder

Social Media Spot für die Mercedes Silberpfeile

Einer der aufmerksamkeitsfördernden Aufträge der Akkurat Studios waren Social Media Spots für das Mercedes Rennteam – AMG-Petronas. Darin wird gezeigt, was die Formel-1-Stars wie z.B. Lewis Hamilton so in der rennfreien Zeit anstellen. „In der Regel werden wir von Werbeagenturen zu möglichen Pitches eingeladen und gebrieft, welche Botschaft transportiert werden soll“, erzählt Roth.

Akkurat Studios
Bild: Christoph Schieder

In diesem Fall war es: Auch wenn wir nicht Rennen fahren, tun wir alles, um unsere Fans zu unterhalten. „Dann ist es unsere Aufgabe, nach geeigneten Regisseuren oder Multimediatalenten durchzusehen und Ideen zu präsentieren, wie das umzusetzen ist“, erläutert Roth weiter. Zum Beispiel mit Hamilton, der jongliert und tanzt. Selbstverständlich gehört eine Kostenkalkulation dazu. „Dieser Pitch wird dann präsentiert, und wenn er dem Kunden, sowie Agentur gefällt, erhält man den Zuschlag“, beschreibt Roth den typischen Geschäftsablauf.

Arbeit mit Prominenten und großen Konzernen

Wichtig für Erfolg in der Branche ist ein Händchen für Prominente. „Da können wir natürlich niemanden hinschicken, der vor Ehrfurcht erstarrt“, sagt Kopecny. Ein gutes Gespür für Menschen sei eine wichtige Qualifikation in der Filmbranche, die man auf keiner Schule lernen könne. Kopecny hat diese Gabe augenscheinlich: Er hat ein weitreichendes Netzwerk von Prominenten, mit denen er gearbeitet hat, dazu zählen Filmstar Robert de Niro genauso wie der Tennisprofi Roger Federer oder Fußballer von Bayern München. Als Werbekunden kann er unter anderem Mercedes, BMW und den Sportartikelhersteller Nike als Referenzen nennen.

h2. Das langfristige Ziel: Akkurat soll eigene Marke werden

Das hört sich glamourös an, ist aber mit vielen Stunden unspektakulärer Büroarbeit verbunden. „Gestern waren wir wieder bis 22 Uhr hier“, erzählt Kopecny, während er nebenbei ein Bircher-Müsli löffelt.

Akkurat Studios-team
Rocco Kopecny und Andreas Roth mit ihrem Team. Bild: Christoph Schieder

Für eine entspannte Mittagspause ist häufig einfach keine Zeit. Dennoch bleibt Zeit für Hobbys: Als „Liebhaberprojekt“ sozusagen geben Kopecny und Roth das Akkurat Journal heraus, welches jeweils einen interessanten Menschen aus der kreativen Szene in den Mittelpunkt stellt. Geld verdienen sie damit nicht. Aber das Journal passt zu der Version der beiden Gründer: Die Akkurat Studios GmbH soll mehr sein als nur eine Werbefilmproduktion. „Wir wollen zu einer Marke werden und planen Veranstaltungen mit renommierten Kreativen der Filmbranche aus der ganzen Welt.

Tipp für Gründer: Leidenschaftlich an die Geschäftsidee glauben

So könnten junge Kreative aus Berlin von den Besten lernen. Wir wollen nicht nur Geld verdienen, wir wollen auch Inspiration nach Außen geben“, beschreibt Rocco Kopecny seine Version. Diese teilt Andreas Roth und rät: „Wer gründet, muss leidenschaftlich an seine Geschäftsidee glauben. Es sollte einem ein Bedürfnis sein, daran zu arbeiten. Natürlich geht es auch darum, gut zu wirtschaften, aber das reicht als Antrieb nicht aus. Man muss einen langen Atem haben.“

Vom KKAX-Konto zum Firmenkonto bei der Berliner Sparkasse

Bei der Berliner Sparkasse fühlten sich die beiden Kreativen von Anfang an gut aufgehoben. „Wir wurden als Jungunternehmer ernst genommen“, erinnert sich Roth. Beim Durchsprechen ihres Business Plans hätten sie wertvolle Tipps erhalten, die Chemie stimmte einfach. Eine Beziehung zur Sparkasse hatte Rocco Kopecny ohnehin seit Kindesbeinen: Er hatte dort sein erstes Konto und war selbstverständlich auch Mitglied des KNAX-Klubs der Berliner Sparkasse.

www.akkurat.tv

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