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Titel Weihnachs-shopping Online
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Weihnachtseinkäufe

Entspannt und sicher shoppen in der Weihnachtszeit

Wann ist der richtige Zeitpunkt fürs Weihnachtsshopping? Und worauf sollten Verbraucher achten, wenn sie das, was an Heiligabend unter der Tanne liegen soll, im Internet bestellen? Tipps für sichere und stressfreie Weihnachtseinkäufe.

S

o viel Heimlichkeit in der Weihnachtszeit“: Die Titelzeile dieses alten Weihnachtsliedes wird sich auch in diesem Jahr wieder bewahrheiten. Da werden Tüten in die Wohnung geschleppt – möglichst dann, wenn die Kinder in der Schule sind und der Partner bei der Arbeit. Da klingelt der Postbote auffällig oft, um ein Päckchen abzuliefern, das dann blitzschnell unter dem Bett verschwindet. Obwohl Corona viele Berlinerinnen und Berliner ganz schön beutelt und jeder Dritte in diesem Jahr weniger Geld für Geschenke ausgeben will: Den Weihnachtsbummel wollen sich die meisten nicht nehmen lassen.

Hier geht es zur aktuellen Weihnachtsumfrage der Berliner Sparkasse >>

1. Weihnachtsgeschenke sicher und entspannt am richtigen Ort kaufen

Der Onlinehandel boomt. Schon seit Jahren schätzen es immer mehr Berlinerinnen und Berliner, sich ganz entspannt auf dem heimischen Sofa durch die Angebote der Online-Händler zu scrollen und dann ihre Auswahl zu treffen. In diesem Jahr wird die Zahl derer, die Weihnachtsgeschenke für ihre Lieben per Mausklick auswählen, wohl noch mal deutlich steigen. Denn viele haben keine Lust, sich in Corona-Zeiten mit Maske vor Mund und Nase durchs Kaufhaus zu schieben und dabei stets darauf zu achten, dass einem der nächste Kunde nicht näher als zwei Meter auf die Pelle rückt.

Weihnachts-shopping Online
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Onlineshops von lokalen Händlern nutzen

Doch Online-Einkauf muss nicht heißen, nur bei großen Versandhäusern zu bestellen. „Auch die meisten Läden um die Ecke haben mittlerweile einen Online-Shop“, sagt Finanzexperte Hermann-Josef Tenhagen. Wer dort bestelle, unterstütze den lokalen Einzelhandel und müsse trotzdem nicht in den Laden, erklärt der Chefredakteur des gemeinnützigen Verbraucher-Ratgebers Finanztip in seinem Podcast. Weihnachten sei eine „gute Möglichkeit für Wirtschaftshilfe im Kleinen“. So kann man entspannt hübsche Dinge kaufen und „zugleich dazu beitragen, den Lieblingsladen um die Ecke durch den Lockdown zu bringen“.

Preise vergleichen und so das beste Weihnachtsschnäppchen finden

Aber vielleicht ist das gewünschte Produkt ja im Laden nebenan viel teurer als beim Giga-Versandhaus. Tenhagen rät, zuvor im Internet zu recherchieren, was eine Ware im Schnitt kostet und so eine Orientierung für den Preis im lokalen Handel zu haben. Außerdem könne man sich beim Händler vor Ort erkundigen, ob er den im Netz entdeckten günstigeren Preis ebenfalls anbieten kann. Fragen kostet ja bekanntlich nichts.

Einzelhandel hofft auf viele Käufer in den Geschäften

Allerdings hofft der Einzelhandel, dass trotz Corona möglichst viele Kunden ihre Weihnachtsgeschenke direkt im Geschäft kaufen. Die in der Krise deutlich zurückgegangene Kundenfrequenz treibt dem Handel Sorgenfalten ins Gesicht. Rund 15 Prozent der Händler gaben bei einer Umfrage des Handelsverbandes Nordrhein-Westfalen im Spätsommer an, dass die Gefahr einer Geschäftsaufgabe „groß bis sehr groß“ sei. Nils Busch-Petersen, Chef des Berliner Handelsverbandes, sieht aktuell gar ein Drittel bis die Hälfte der Einzelhändler in ihrer Existenz bedroht.

So können Sie Einzelhändler in der Vorweihnachtszeit unterstützen

Wer lokale Betriebe unterstützen möchte – sei es mit einem Einkauf zu Weihnachten oder auch, um sich das leckere Festtagsmenü vom Lieblings-Italiener oder die Gans mit Knödeln vom Wirtshaus im Kiez nach Hause liefern zu lassen – wird sicher auf einer dieser Websites fündig:

www.helfen.berlin
www.kiezhelden.berlin
www.kiez-retter.de
www.pleasedontclose.com

2. Geschenk oder Gutschein zu Weihnachten?

Seit Jahren sind Geschenkgutscheine zu Weihnachten sehr beliebt. Der Vorteil liegt auf der Hand: Man kann weder bei der Größe für Omas Winterjacke noch beim häufig wechselnden Musikgeschmack des Sohnemanns danebenliegen. Allerdings macht das Auspacken eines Gutscheins auch weniger Spaß. Dafür ist er meist länger gültig als so mancher Modetrend andauert.

Weihnachten Gutschein
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Gutscheine sind in der Regel 3 Jahre gültig

Meist ist irgendwo vermerkt, bis wann der Gutschein gilt. Doch auch falls sich keine Befristung finden lässt, kann der Bon nicht unbegrenzt lange eingelöst werden. „Allgemein gilt eine Verjährungsfrist von drei Jahren“, informiert die Verbraucherzentrale. „Die Frist beginnt jedoch immer erst am Schluss des Jahres, in dem der Gutschein erworben wurde.“ Beispiel: Der Weihnachtsgutschein ist schon im November 2020 gekauft worden. Gültig ist er dann bis zum 31. Dezember 2023.

Bei Insolvenz des Ladens: Kein Anspruch auf Gutschein

Finanzexperte Tenhagen rät in diesem Jahr zur Vorsicht mit Gutscheinen. Denn macht ein Laden pleite, kann der Gutschein nicht mehr eingelöst werden. Dann bleibt einem nur noch, seine Forderung beim Insolvenzverwalter anzumelden. Erst wenn das Insolvenzverfahren irgendwann abgeschlossen ist, erhalten alle, die einen Anspruch haben, einen bestimmten Anteil auf ihre Forderung. „Der liegt meistens deutlich unter fünf Prozent des ursprünglichen Gutscheinbetrages“, erklärt die Verbraucherzentrale NRW. Sicherer sei es in jedem Fall, Geld zu verschenken.

3. Geschenke zur richtigen Zeit kaufen

Wer rechtzeitig Geschenke kauft, erspart sich den Stress in der Weihnachtszeit. Kein Schlangestehen vorm Geschäft, weil die coronabedingt erlaubte Kundenanzahl schon erreicht ist. Kein Zittern, dass der Onlinehändler vielleicht doch nicht rechtzeitig liefert. Aber Vorsicht: Passt der Pulli wider Erwarten nicht oder ist die Playstation nicht mit dem Fernseher kompatibel, könnte die Umtauschfrist bereits abgelaufen sein.

Was Sie bei Reklamationen in der Weihnachtszeit beachten müssen

Die übliche Widerrufsfrist bei einer Onlinebestellung beträgt 14 Tage nach Lieferung. Manche Händler verlängern sie freiwillig in der Weihnachtszeit, aber nicht alle. Außerdem lässt sich nicht alles umtauschen. Konzertkarten beispielsweise sind vom Widerrufsrecht ausgenommen, ebenso individualisierte Geschenke wie ein Füller mit Namensgravur. Auch der auf Maß geschneiderte Anzug oder der persönlich gestaltete Fotokalender können nicht zurückgeschickt werden. Bei solchen individuellen Anfertigungen sollte man übrigens auch bedenken, dass die Produktion eine gewisse Zeit in Anspruch nimmt. Also genau hinschauen, „ob der Anbieter Angaben mit bestimmten Fristen macht“, mahnt der TÜV Süd. Zum Beispiel: „bis einschließlich 18.12. bestellen, damit noch bis 24.12. geliefert wird.“

Was Sie tun können, wenn ein Geschenk doch nicht rechtzeitig ankommt oder verloren geht erfahren Sie hier >>

4. So können Sie Geschenke günstig kaufen

Viele Online-Händler ändern ständig ihre Preise. Im Extremfall können sie sich in kurzer Zeit sogar verdoppeln. „Schlau ist es deshalb, die Preisentwicklung einige Tage zu beobachten – auch zu verschiedenen Tageszeiten“, rät die Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein. Denn in Zeiten, in denen der Online-Handel das Spiel mit dem dynamischen Preis längst zur Strategie erklärt hat, ist es durchaus nicht ungewöhnlich, dass ein Produkt am Vormittag 30 Prozent teurer ist als am Nachmittag zuvor – oder umgekehrt.

Hier erfahren Sie alles über dynamische Preise im Internet >>

Nur wenige Onlinehändler individualisieren Preise

„Bei manchen Anbietern hängt der Preis auch davon ab, ob man den Shop per Smartphone, mit dem Tablet oder mit dem Desktop-PC besucht“, so die Verbraucherschützer aus Schleswig-Holstein. Die Vermutung von Verbrauchern, dass Nutzer eines Apple iPhones für ein Produkt tiefer in die Tasche greifen müssen als jemand mit einem Android-Handy, weil Apple-Nutzer als zahlungskräftiger gelten, hat sich indes nur selten bestätigt. So hat das Marktwächterteam der Verbraucherzentrale Brandenburg erst kürzlich untersucht, ob deutsche Anbieter ihre Preise wirklich je nach Standort und verwendetem Endgerät ihrer Kunden variieren. Ergebnis: Die wenigsten Online-Händler individualisieren ihre Preise.

Wohl aber werten Onlineshops das Nutzerverhalten der Kunden am PC aus – und schlagen beim Preis gern mal etwas drauf, wenn man sich ein Produkt schon ein paar Mal angeschaut hat. Also am besten vorm nächsten virtuellen Shoppen die Verlaufsdaten im Browser löschen.

5. Beim Onlineshoppen sicher bezahlen

Gerade beim Weihnachts-Shopping im Internet empfehlen die Verbraucherzentralen, per Rechnung oder Einzugsermächtigung zu bezahlen – und nicht per Überweisung vor Erhalt der Ware. Genereller Vorteil beim Kauf auf Rechnung: Man läuft nicht Gefahr, keine, eine andere als die bestellte oder eine fehlerhafte Ware geliefert zu bekommen und trotzdem seinem Geld hinterherlaufen zu müssen. Denn bezahlt wird erst, wenn die Ware eingetroffen ist. Und bei der Einzugsermächtigung kann dem Bankeinzug innerhalb von acht Wochen nach Belastung des Kontos widersprochen werden. Sollte ein Geschenk dann doch mal nicht gefallen, erleichtert das den Umtausch.

Safer Shoppen: Unser Ratgeber rund um das sichere Onlineshoppen >>

Paydirekt, Paypal und Co.: Bezahlsysteme beim Onlineshoppen nutzen

In vielen Online-Shops kann der Kaufpreis auch über spezielle Bezahlsysteme wie beispielsweise PayPal überwiesen werden. Vorteil: Die persönlichen Kontodaten landen nicht beim unbekannten Online-Händler. Der Käufer legitimiert die Zahlung komfortabel und sicher mit Benutzername und Passwort. Am besten ist es, wenn der Bezahldienst von der eigenen Bank kommt. Die Sparkassen und auch andere deutsche Banken bieten ihren Kundinnen und Kunden deshalb das Bezahlverfahren „paydirekt“ an. Also: Beim Online-Shoppen auf das paydirekt-Logo achten. Immer mehr Händler bieten diese Zahlungsmöglichkeit an.

Mehr Informationen zu Paydirekt finden Sie hier >>

Sicherheitsrichtlinien im Onlineshop beachten

Wer per Kreditkarte zahlt oder seine Kontodaten im Netz preisgibt, sollte genau hinschauen. Gütesiegel wie das vom TÜV Süd entwickelte „S@fer Shopping“ bieten Orientierung. Auf jeden Fall sollte der Online-Shop eine verschlüsselte Datenübertragung ermöglichen, also SSL-gesichert sein. Eine gesicherte Verbindung sei daran erkennbar, dass in der Adresszeile des Browsers das Kürzel https:// erscheint in Kombination mit einem kleinen Vorhängeschloss-Symbol, informiert der TÜV Süd. Inzwischen sei es üblich, dass der komplette Online-Shop verschlüsselt sei und nicht nur der Bestellprozess und das Kundenkonto.

Achtung Abzocke: Wir zeigen Ihnen, woran Sie einen Fake-Shop erkennen können >>

Unser Tipp: Wenn Sie online bezahlen, dann achten Sie darauf, immer auf dem neusten Stand der Technik zu sein und regelmäßige Updates durchzuführen.
Wie Sie mit der Berliner Sparkasse sicher beim Online-Banking unterwegs sind, lesen Sie hier >>

Die Berliner Sparkasse veröffentlicht auf Ihrer Website regelmäßig aktuelle Tipps zur Sicherheit im Internet:

www.berliner-sparkasse.de/sicherheit

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