Titel Erste Sparkasse
Bild: Martin Haake
Berliner Moneten

„Zinsbar und sicher”

1818: Die erste Sparkasse Preußens sollte armen Berlinern mehr finanzielle Sicherheit ermöglichen. Die Idee wurde zur Erfolgsgeschichte.

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erlin vor 200 Jahren: Die Hauptstadt Preußens ist erst seit Kurzem von Napoleon befreit. Noch sind es rund zwei Jahrzehnte, bis die industrielle Revolution auch hierzulande Fahrt aufnimmt. Von den rund 200.000 Berlinerinnen und Berlinern lebt ein Großteil in bitterer Armut. Dem will der Magistrat mit der Gründung der ersten Sparkasse in Preußen entgegenwirken. Am 15. Juni 1818 nimmt sie im Berliner Rathaus ihre Geschäftstätigkeit auf.

Kapital sammeln und Vermögen sichern

Die Kernaufgabe, die damals im Gründungsstatut beschrieben wird, hat sich seitdem nicht wesentlich geändert: „Den hiesigen Einwohnern ihre kleinen Ersparnisse zinsbar und sicher unterzubringen und ihnen dadurch behilflich zu sein, sich ein Kapital zu sammeln, welches sie bei Verheiratungen, Etablierung eines Gewerbes, im Alter oder in Fällen der Not benützen können.”

Am Ende des Gründungsjahres zählt die Berliner Sparkasse 551 Kunden, 1825 sind bereits 19.000 Sparbücher ausgegeben. 1838 regelt das Preußische Sparkassenreglement die staatliche Aufsicht der Sparkassen, die nun in den meisten Kommunen entstehen. 1893 wird für die schon über 500.000 Kunden eine neue Zentrale am Mühlendamm bezogen, 1933 zieht die „Sparkasse der Stadt Berlin” in das ultramoderne Alexanderhaus, das auch heute Hauptsitz ist.

Lesen Sie hier die vorherigen Teile der Serie: Einfach auf die Jahreszahlen klicken.

  • 1369: Das junge Berlin darf erstmals selbst Münzen prägen
  • 1685: Der Große Kurfürst gründet die Berliner Börse
  • 1734: Einfuhrsteuern sollen die Stadtkasse sanieren

Berlin und seine Sparkasse

Von Geschichte und Geschichten berichten wir im Jubiläumsjahr ausführlich: www.berliner-akzente.de/200

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