Newsletter abonnieren
Titel Dkms
Thilo Schürer (rechts) und Nicolas Kirsten arbeiten nicht nur gemeinsam bei der Berliner Sparkasse. Beide verbindet ein ganz persönliches Erlebnis. Der eine hat als Spender Leben gerettet, der andere verdankt sein zweites Leben einer Stammzellenspende. Bild: Elke A. Jung-Wolff / Berliner Sparkasse

„Dankbar für mein zweites Leben“

Die Berliner Sparkassenstiftung Medizin wird 30 Jahre alt. Ein schönes Alter – das leider nicht jeder erreicht, der die Diagnose Blutkrebs bekommt. Deshalb hat die Berliner Sparkasse ihre Beschäftigten aufgerufen, Stammzellenspender zu werden. Die Resonanz war überwältigend.

A

ls Thilo Schürer (rechts) und Nicolas Kirsten für das Foto zusammenstehen, kommt bei den Beteiligten Gänsehaut auf. Die beiden Mitarbeiter der Berliner Sparkasse vereint das Thema Stammzellenspende auf eine sehr persönliche Weise: Der eine hatte selbst Blutkrebs und konnte dank einer Stammzellenspende überleben – der andere hat bereitwillig die Aktion der DKMS unterstützt und das Stäbchen in den Mundraum gesteckt. Denn mehr ist erst einmal nicht nötig, um Spender zu werden. Zur Erfassung reicht eine Speichelprobe.

Mund auf, Stäbchen rein – Spender sein.

Alle 15 Minuten erhält ein Patient in Deutschland die Diagnose Blutkrebs. Nur ein Drittel aller Blutkrebspatienten findet innerhalb der Familie einen passenden Spender. Jeder zehnte Blutkrebspatient sucht weltweit vergeblich nach dem genetischen Zwilling. Umso wichtiger ist es, dass sich möglichst viele Menschen registrieren.

Anlässlich ihrer diesjährigen Jubiläen haben die Berliner Sparkasse und ihre Medizinstiftung Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aufgerufen, sich für die Spenderkartei der DKMS typisieren zu lassen. Das Ziel: 200 plus 30 neue Spender (200 für 200 Jahre Berliner Sparkasse plus 30 für 30 Jahre Berliner Sparkassenstiftung Medizin). Die Resonanz war überwältigend. Mit 385 neu registrierten Spendern wurde das Ziel um ein Vielfaches übertroffen. Das stimmt nicht nur die Berliner Sparkasse, ihre Medizinstiftung und die DKMS glücklich, sondern auch viele Menschen, die sich dadurch in der Zukunft die Hoffnung auf Linderung oder gar Heilung ihres Leidens erhalten können.

Dkms Pergande
385 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Berliner Sparkasse haben sich bei einer beispiellosen Typisierungsaktion der DKMS als Spender registrieren lassen. Bild: Elke A. Jung-Wolff / Berliner Sparkasse

Einer von ihnen ist Tilo Schürer. Der Mitarbeiter der Berliner Sparkasse erkrankte an Blutkrebs. Eine Kontrolle des Blutbildes ergab die niederschmetternde Diagnose. Die Chemotherapie begann direkt am nächsten Tag. „Meine Frau hielt mir die Hände, als die Stammzellen meines Spenders in meine Blutbahn flossen. Nach zwei Jahren durfte ich meinen Lebensretter persönlich in die Arme schließen und ihm für mein zweites Leben danken.“ Seit dem gehört der junge Italiener zur Familie.

Dkms Spenderset
Eine Speichelprobe reicht bereits für die Typologisierung aus. Bild: Elke A. Jung-Wolff / Berliner Sparkasse

Wie man sich fühlt, als Spender Leben zu retten, weiß Nicolas Kirsten, ebenfalls Mitarbeiter der Berliner Sparkasse. Er spendete seine Stammzellen für eine junge Frau in der Ukraine. „Es war Ehrensache, dass ich jemandem helfe. Das Aufwands-Ertrags-Verhältnis, um ein Menschenleben zu retten, ist bombastisch. Wie wenig muss ich geben, um einen anderen Menschen ganz viel zu ermöglichen.“ Außer einem leicht ermattenden Gefühl unmittelbar nach der Spende gab es keine körperlichen Auswirkungen.

So werden Sie Stammzellenspender bei der DKMS

  • Spender werden kann jeder gesunde Erwachsene von 17 bis 55 Jahren
  • Wenn Sie schon registriert sind: eine erneute Aufnahme ist nicht erforderlich. Die Registrierung verfällt nicht.
  • Achtung Umzug: denken Sie auch daran, die DKMS über Ihre neue Adresse zu informieren

www.dkms.de

Formate: video/youtube

Diese Themen könnten Sie auch interessieren