Titel Altersvorsorge
Bild: Shutterstock
Umfrage

Altersvorsorge: Mehr als jeder Zweite rechnet mit Einschnitten

Noch mehr Berliner als im Vorjahr gehen davon aus, sich im Alter einschränken zu müssen. Das ist das Ergebnis einer neuen Umfrage der Berliner Sparkasse zur Altersvorsorge.

D

emnach geht mittlerweile mehr als die Hälfte der Befragten von Einschnitten im Alter aus. Im Vergleich zu den Vorjahren 2016 und 2015 ist die Zahl derer, die aussagten, genügend fürs Alter vorsorgen, weiter gesunken.

„In Berlin ist finanzielle Altersvorsorge häufig eine Frage des Könnens und weniger des Wollens. Wo unterdurchschnittliche Einkommen mit rasant steigenden Mieten kollidieren, bleibt unter dem Strich nicht viel Geld für die Zukunft übrig“, sagt Olaf Schulz, Direktor Private Kunden bei der Berliner Sparkasse. „Allerdings lassen sich auch schon kleine Beträge mit staatlicher Förderung aufstocken – diese Unterstützung lassen sich noch zu viele Berlinerinnen und Berliner entgehen.“

Auch kleine Beträge lassen sich schon mit staatlicher Förderung aufstocken – diese Unterstützung lassen sich noch zu viele Berlinerinnen und Berliner entgehen. Olaf Schulz, Direktor Private Kunden Berliner Sparkasse
Schulz Olaf
Olaf Schulz. Bild: Elke A. Jung-Wolff

Dringenden Handlungsbedarf sieht Schulz insbesondere bei jungen Berlinern. „Ausgerechnet die Gruppe der 18- bis 29-Jährigen macht sich die wenigsten Sorgen. Das ist zwar verständlich, da für sie der Ruhestand noch in weiter Ferne liegt. Aber gerade junge Menschen sind von der sinkenden staatlichen Rente besonders betroffen. Wir müssen das Bewusstsein weiter schärfen: Je früher sie Geld zur Seite legen, desto besser.“

Zwar sorgt die überwiegende Mehrheit der repräsentativ Befragten mindestens in einer Form für das Alter vor – doch es werden weniger (78 Prozent gegenüber 82 Prozent im Vorjahr). Gleichzeitig haben die Befragten zunehmend das Gefühl, nicht genug zu investieren: Noch 2015 empfand die Hälfte der Befragten (51 Prozent) die eigenen Vorkehrungen als eher oder völlig ausreichend, inzwischen gilt dies nur noch für 39 Prozent der Befragten.

Als Ergänzung zur gesetzlichen Rente steht die betriebliche Altersvorsorge am höchsten im Kurs (44 Prozent). Immer mehr Berliner greifen zudem auf Immobilien, Wertpapiere oder Sparverträge zurück, um sich für die Zukunft abzusichern: Diese individuelle Altersvorsorge (37 Prozent) hat im Verlauf der Jahre an Bedeutung gewonnen und Lebensversicherungen (29 Prozent; 2011: 42 Prozent) sowie Riester-Rente (28 Prozent; 2011: 34 Prozent) auf die Plätze drei beziehungsweise vier der beliebtesten Vorsorgeformen verdrängt.

Wie viel die Berliner monatlich für später zur Seite legen, schwankt stark: Mehr als ein Drittel investiert 100 Euro und mehr für die private Altersvorsorge. Dem stehen gut 35 Prozent gegenüber, die gar nichts zurücklegen. Die übrigen Befragten sorgen mit Beträgen zwischen 25 Euro und 100 Euro pro Monat vor.

Heute schon für morgen sorgen

Die Berliner Sparkasse bietet individuelle Lösungen für eine optimale Vorsorge – je nach Bedarf mit staatlicher Förderung, höchster Flexibilität oder Steuervorteilen. Erfahren Sie alles über Riester, Rürup und Co. in unserem Berliner Akzente Vorsorge Spezial.

Diese Themen könnten Sie auch interessieren