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Änderungen 2017

Was das neue Jahr bringt

Mehr Geld, mehr Freizeit, mehr Flexibilität: Das neue Jahr bietet viele Vorteile für Steuerzahler, Eltern und Arbeitnehmer. Wir haben die Wichtigsten zusammengetragen.

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aum sind die Silvesterraketen im Berliner Nachthimmel verglüht, blicken wir hoffnungsvoll auf das neue Jahr. Wie sich diese Welt in unruhigen Zeiten entwickeln wird, lässt sich an dieser Stelle natürlich nicht vorhersagen. Aber einiges über ganz profane neue Rahmenbedingungen steht hingegen fest. Der Gesetzgeber war fleißig, und so ist der 1.1.2017 Stichtag für eine Fülle an neuen Regelungen und Gesetzen. Wir haben das Wichtigste zusammengetragen.

Bus und Bahn: Neue VBB-Tarife

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Ab sofort kostet ein Einzelfahrschein für Bus und Bahn 2,80 Euro, also 10 Cent mehr. Die Karten für Monatskarten im Tarifbereich AB bleiben hingegen stabil, Pendler aus Brandenburg zahlen hingegen geringfügig mehr. Neu ist die familienfreundliche Regelung zu den Tageskarten: Ab sofort können bis zu drei Kinder kostenlos mitgenommen werden.

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Steuern und Kindergeld: Wer profitiert

Der Grundfreibetrag klettert 2017 um 168 Euro auf 8.820 Euro, ein Jahr später um weitere 180 Euro auf dann 9.000 Euro. Der Kinderfreibetrag von 7.248 Euro wird im ersten Schritt um 108, im zweiten um 72 Euro erhöht.

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Geringverdiener erhalten zudem 10 Euro mehr Kinderzuschlag, alle Familien bekommen 2 Euro mehr Kindergeld pro Kind und Monat. Insgesamt summieren sich diese Änderungen auf 6,3 Milliarden Euro Entlastung für die Bürgerinnen und Bürger.

Steuererklärung: Demnächst neue Fristen

Noch ist alles beim Alten: Wer seine Steuererklärung selbst erledigt, hat dafür bis zum 31. Mai Zeit, wird ein Steuerberater beauftragt, muss dieser die Erklärung des Vorjahres bis 31. Dezember beim Finanzamt einreichen.

Bereits beschlossen sind aber Fristverlängerungen ab dem Steuerjahr 2018: Für die Abgabe ist 2019 dann jeweils zwei Monate länger Zeit. Mit der Verlängerung der Abgabefristen werden auch die Verspätungszuschläge neu geregelt. Zudem darf noch mehr digital eingereicht werden: Die meisten Steuerpflichtigen müssen keine Belege mehr senden.

Pflegereform: Mehr Leistung, höhere Beiträge

Mit dem Pflegestärkungsgesetz II reagiert der Gesetzgeber weiter auf den demographischen Wandel:

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Anstelle der bisherigen drei Pflegestufen gibt es künftig fünf Pflegegrade, die meisten erhalten durch die Umstellung monatlich mehr Geld. Im Gegenzug steigen die Beiträge für Arbeitnehmer um 0,2 Prozentpunkte auf 2,55 Prozent. Kinderlose Versicherte müssen zudem einen Zuschlag von 0,25 Prozent, also insgesamt 2,8 Prozent zahlen.

Informationen zur Neuregelungen in der Pflege auf der Website des Bundesministeriums für Gesundheit

Hartz IV: Regelsätze steigen

Für fast alle Empfänger des Arbeitslosengelds II gibt es 2017 mehr Geld: Für Kinder zwischen sechs und 13 Jahren steigt der Regelsatz von 270 auf 291 Euro, für Erwachsene von 404 auf 409 Euro. Für Paare zahlt der Staat künftig 368 statt 364 Euro. Jugendliche von 14 bis 18 Jahren erhalten wie Erwachsenen fünf Euro mehr im Monat und damit 311 Euro. Für Vorschulkinder ist keine Erhöhung geplant.

Flexi-Rente: Flexibler in den Ruhestand

Frührentner können mehr hinzuverdienen: Wer vor 67 in Rente geht, bekommt nun viel weniger abgezogen, wenn er im Jahr mehr als 6.300 Euro (12 Monate x 450 Euro plus 2 × 450 Euro) verdienen. Ziel ist es, den Übergang vom Erwerbsleben in den Ruhestand zukünftig flexibler zu gestalten und gleichzeitig die Attraktivität für ein Weiterarbeiten über die reguläre Altersgrenze hinaus zu erhöhen.

Informationen zur Flexi-Rente auf der Website der Deutschen Rentenversicherung

Ausnahmsweise: Reformationstag ist Feiertag

Luther-Denkmal in Wittenberg. Bild: Shutterstock

Anlässlich des Reformationsjubiläums ist Dienstag, der 31. Oktober 2017, bundesweit einmalig ein Feiertag. Denn an diesem Tag jährt sich die Veröffentlichung von Martin Luthers 95 Thesen an der Schlosskirche in Wittenberg zum 500. Mal.

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