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Titel Aenderungen 2021
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Kindergeld, Rente, Soli

Änderungen 2021: Diese Änderungen kommen im neuen Jahr auf uns zu

In 2021 kommen viele Veränderungen auf Verbraucher, Firmeninhaber und Renter zu. Wir geben Ihnen einen Überblick über die wichtigsten Änderungen 2021.

Das Jahr 2021 kommt mit einigen Änderungen. Die wichtigsten Änderungen 2021 haben wir hier in alphabetischer Reihenfolge für Sie aufgelistet.

BAföG-Anpassungen 2021:

Bereits seit 2019 wurde das BAföG immer wieder stufenweise angepasst und erhöht. Auch 2021 kommen weitere Anpassungen Studierenden und Auszubildenden zugute. Auch Rückzahler können von den Änderungen profitieren. So steigen zum Wintersemester 2021/2022 die Einkommensfreibeträge der Eltern noch einmal um sechs Prozent. Coronabedingt wird auch die Überbrückungshilfe für Studierende bis März 2021 fortgesetzt. Bis zu 500 Euro können Studierende monatlich beantragen. Dieses Jahr gilt auch eine neue “Düsseldorfer Tabelle”. Diese Tabelle gibt Auskunft darüber, wie hoch der Unterhalt sein muss, den Eltern ihren Kindern zahlen müssen und wie viel sie für ihren Eigenbedarf behalten dürfen.

Bildaufnahmen:

Ab 2021 werden sogenannte Gaffer strenger bestraft. Bisher galt nur das Verbreiten von Bildern oder Videos von Unfallopfern als Straftat. Seit dem 1. Januar 2021 ist bereits das Anfertigen solcher Aufnahmen unter Strafe gestellt. Zusätzlich gilt das Gesetz nun auch, wenn jemand Aufnahmen von verstorbenen Personen macht und/oder verbreitet.

Gaffer
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Das neue Gesetz stellt auch das sogenannte Upskirting oder Downblousing unter Strafe. Konkret handelt es sich dabei um Aufnahmen der Genitalien, des Gesäßes und der weiblichen Brust. Nach bisheriger Rechtsprechung konnten sich betroffene Personen nur wehren, indem sie über eine Zivilklage die Löschung der Aufnahmen beantragten.

CO²-Preis ab 2021:

Für die Sektoren Verkehr und Gebäude gilt seit dem 1. Januar 2021 ein CO²-Preis. Dieser ist Teil des Klimaschutzprogramm 2030 und soll die Nutzung von klimaverträglicher Technologien, wie zum Beispiel Wärmepumpen und Elektromobilität, attraktiver machen. Zunächst liegt der Preis bei 25 Euro je Tonne CO². Übrigens: Diese Abgabe soll eine “Lenkwirkung” haben und dient nicht der Generierung von Steuereinnahmen. Mit dem CO²-Preis soll unter anderem die erhöhte Pendlerpauschale finanziert werden.

Elterngeld in 2021:

Der Partnerschaftsbonus, der die geteilte Kinderbetreuung möglich macht, wurde bezüglich der Bezugsdauer geändert. Diese ist zwischen zwei und vier Monaten flexibel wählbar (bislang vier Monate). Das bedeutet, dass es nun Voraussetzung für den Partnerschaftsbonus ist, dass die beiden Elternteile zwei Monate parallel in Teilzeit tätig waren. So kann der Bonus leichter genutzt werden.

Vater Kleinkind
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Außerdem wird die Antragstellung einfacher und digitaler, wer in einem systemrelevanten Beruf arbeitet kann das Elterngeld bis Juni 2021 aufschieben, Kündigung oder Kurzarbeit haben keinen Einfluss auf das Elterngeld. Der Satz wird nach dem ursprünglichen Gehalt berechnet.

Grundfreibetrag steigt:

Der Grundfreibetrag, auch Steuerfreibetrag genannt, steigt für das Veranlagungsjahr 2021 auf 9.744 Euro. 2022 steigt der Grundfreibetrag auf 9.984 Euro.

Grundrente ab 2021:

Rund 1,3 Millionen Menschen mit kleiner Rente bekommen einen Aufschlag. Es profitieren diejenigen, die mindestens 33 Jahre Rentenbeiträge aus Beschäftigung, Kindererziehung und Pflegetätigkeit aufweisen. Ihre Lebensleistung soll anerkannt, der Gang zum Sozialamt erspart werden.

Mehr über die Grundrente und was sich für Rentner ändert lesen Sie auch hier >>

Grundsicherung wird erhöht:

Die Hartz-IV-Regelsätze steigen 2021. Ein alleinstehender Erwachsener bekommt jetzt 14 Euro mehr und somit 446 Euro im Monat. Jugendliche zwischen 14 und 17 Jahren erhalten 45 Euro mehr, bei Kindern bis fünf Jahre sind es 33 Euro mehr. Kinder zwischen sechs und 13 Jahren bekommen einen Euro Erhöhung.

KfZ-Steuer:

Wer ein neues Auto kauft, der muss bei der Steuer tiefer in die Tasche greifen. So sollen Verbraucher dazu abgehalten werden, sparsamere Autos zu kaufen oder gleich auf alternative Antriebe wie Elektro oder Hybrid umzusteigen.

Eine genaue Aufstellung der neuen Berechnungen finden Sie hier >>

Kindergeld steigt:

Zum 1. Januar 2021 steigt das Kindergeld um 15 Euro. Bisher bekamen Eltern für die ersten beiden Kinder 204 Euro, für das dritte 210 Euro und ab dem vierten Kind 235 Euro. Gleichzeitig zum Kindergeld steigt auch der Kinderfreibetrag für jeden Elternteil von 2586 Euro auf 2730 Euro. Der Betreuungsfreibetrag steigt auf 1464 Euro je Elternteil.

Künstlersozialabgabe bleibt stabil:

2021 bleibt die Künstlersozialabgabe für Selbstständige bei 4,2 Prozent. Ein Entlastungszuschuss der Bundesregierung verhindert eine Anhöhung.

Mehrwertsteuer steigt:

Ab dem 1. Januar 2021 gilt wieder der alte Mehrwertsteuersatz von 19 Prozent. Wegen Corona war dieser zum 1. Juli 2020 auf 16 Prozent gesenkt worden.

Mwst
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Mindestlohn 2021:

Der Mindestlohn ist zum 1. Januar 2021 gestiegen und beträgt nun 9,50 Euro. Zum 1. Juli ist eine Erhöhung auf 9,60 Euro geplant. Auch angehende Azubis bekommen 2021 mehr Geld. So gilt für sie ab sofort ein Mindestverdienst von 550 Euro.

Pendlerpauschale steigt:

Im Rahmen der Mobilitätswende werden Pendler entlastet. Ab dem 21. Kilometer Anfahrtsweg zur Arbeit gibt es 2021 35 Cent, statt 30 Cent.

Soli-Beitrag fällt weg:

Seit dem 1. Januar 2021 ist der Solibeitrag abgeschafft. Nur noch die Personen, die zu den zehn Prozent der Deutschen mit den höchsten Einkommen gehören, müssen ihn weiter zahlen.

Steuererleichterungen für Menschen mit Behinderung:

Menschen mit Handicap können in diesem Jahr bei der Steuererklärung höhere Pauschalen geltend machen. Dadurch vereinfacht sich auch der bisher aufwändige Nachweis von Fahrtkosten. So gilt 2021 ab einem 50-prozentigen Grad der Behinderung eine Pauschale von 1140 Euro, bei einem Grad von 100 Prozent sind es 2840 Euro.

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