Fete De La Musique 250

Foto: Dominik Butzmann

Fête de la Musique und Deutschland macht Musik Vier Tage voller Musik

Ein verlängertes Wochenende Musik hören – und selber machen: Das können Berlinerinnen und Berliner bei der Fête de la Musique zum Sommeranfang Dienstag, 21. Juni 2016, sowie am Wochenende (17. bis 19. Juni) zuvor bei der bundesweiten Aktion Deutschland macht Musik.

Auch in der Hauptstadt laden dann Musik-Einzelhändler Kunden ein, einmal selbst zum Instrument zu greifen und die Vielfalt rund um Gitarren, Klavier, Schlagzeug und Co. auszuprobieren. Veranstalter ist der Verband der Musikinstrumenten- und Musikequipmentbranche. Welche Musikfachgeschäfte im Einzelnen mitmachen – und planen – das können Musikbegeisterte auf www.deutschland-macht-musik.eu erfahren.

Als Gast geht es dann am darauf folgenden Dienstag, 21. Juni 2016, weiter. Dann beschallen 100 Bühnen die Berliner Straßen, Plätze und Parks, diesmal neu auch in Adlershof, Grunewald und Rummelsburg. Getreu dem Motto: „Umsonst und in der ganzen Stadt“. Seit 1995 fördert die Stadt Berlin das musikalische Spektakel in Kooperation mit der Stiftung Deutsche Klassenlotterie Berlin. Was 1982 mit der Idee des damaligen französischen Kulturministers Jack Lang, ein paar Stromanschlüssen und viel musikalischem Idealismus in Paris begann, hat sich längst zu einem globalen und populären Ereignis entwickelt.

Wer dieses Jahr die Top-Acts sind, stand zum Redaktionsschluss noch nicht fest. Aber die Fete ist ja bekanntlich eh ein Festival der kleinen, unbekannten Bands, die sich als große musikalische Überraschung entpuppen. Jeder Bezirk ist dabei, das Reizvolle ist folglich, einfach an diesem Tag vor die Tür zu gehen und gute Musik zu genießen. Dieses Jahr hat die Fete allerdings große Konkurrenz: Nicht nur dass sie statt auf einen Sonntag auf einen Dienstag fällt, es ist noch dazu Fußball-Europameisterschaft – und Deutschland spielt an dem Tag. Deshalb werden viele Standorte Fußball übertragen und mit dem Musikprogramm kombinieren. Das genaue Programm erscheint Mitte Mai auf: www.fetedelamusique.de

Lesen Sie auch unseren Artikel: Berlin musiziert.

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Jumphouse Berlin 250

Trampolinhallen Erwachsenen auf die Sprünge helfen

An gleich drei Stellen in Berlin haben Erwachsene die Möglichkeit, das Kind in sich zu entdecken und nach Herzenslust Trampolin zu springen.

Dieser Tage neu eröffnet hat das Jump House in Reinickendorf. Bereits in Hamburg lassen die Betreiber Christoph Ahmadi und Till Walz seit 2014 Städter hüpfen. Nun stehen ergänzend in Berlin 120 Trampoline auf mehr als 4.000 Quadradtmetern in einer denkmalgeschützten Halle bereit. Besucher können für einen Preis ab 12 Euro pro Stunde frei springen oder im sportlichen Wettkampf in Gruppen antreten. Zum Beispiel beim Basketball mit zusätzlichem Boost-Effekt dank Trampolin oder beim Gladiatoren-Kampf über Schwebebalken. www.jumphouse.de

Die erste Trampolinhalle in der Hauptstadt ist wiederum das Jump Berlin in Wittenau. Auf 1.000 Quadratmetern und 58 Trampolinen können sich bis zu 100 Menschen zeitgleich austoben. Dazu gehören Sportarten wie Völkerball, Basketball sowie eine Fallgrube: Ein riesiges Luftkissen federt den Sprung aus zweieinhalb Metern Höhe ab. Samstagabends dreht die BeachMitte GmbH, die auch das Indoor Beachvolleyball Center auf dem Gelände betreibt, die Musik auf und der Trampolinpark verwandelt sich in eine Hüpfdisco. www.jump-berlin.de

Das Trio komplettiert das Sprung Raum in Tempelhof. 1.200 Quadratmeter Sprungfläche mit insgesamt neun Attraktionen laden zum zeitweiligen Abheben ein. Zwei Extremtrampoline ermöglichen zum Beispiel bis zu sechs Meter hohe Sprünge. Aber auch Kinder können zu bestimmten Zeiten in Begleitung eines Erwachsenen auf die Fläche.

Weitere Anlagen sollen folgen. Die Bundeshauptstadt mausert sich zur Trampolinhallen-Hochburg der Republik. Insgesamt sieben Trampolinparks sollen es am Ende werden, die den Berlinern auf die Sprünge helfen wollen, vermeldet die Seite Trampolinhallen.de.

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Der Helle Wahnsinn 250

Wintergarten Die Irre Show ist zurück

Noch bis zum 5. Juni herrscht im wahrsten Sinne des Wortes "Der helle Wahnsinn" im Wintergarten an der Potsdamer Straße. „Sheer Madness“ heißt das gleichnamige Programm, das Artistik, Tanz und Live-Musik auf spektakuläre Weise vereint. Die schräge Mischung, die der Wintergarten „berlinesques Artistical“ getauft hat, kommt sowohl beim Publikum als auch bei Berliner Medien wahrlich an.

Schauplatz ist eine Irrenanstalt kurz nach dem Zweiten Weltkrieg, in der sich allerhand skurrile Gestalten tummeln – verkörpert vom Wintergarten-Ensemble wie zum Beispiel Jack Woodhead, David Pereira, Sarah Bowden und Rummelsnuff.

Regisseur Markus Pabst macht hieraus eine Show, die Phantasie und Lebensfreude mit jeder Menge Optimismus und Humor paart, und die wir Ihnen daher gern an dieser Stelle empfehlen.

DER HELLE WAHNSINN - Sheer Madness
Wintergarten
Potsdamer Straße 96
10785 Berlin

Shows: mittwochs bis samstags, 20 Uhr (sonntags 18 Uhr)
Karten ab 32 Euro unter Telefon 588 433 der auf
www.wintergarten-berlin.de.

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Veduta Schlossforum 250

Humboldtforum: Baustellentouren Wir bauen uns ein Schloss

Es ist nicht immer klar, wer derzeit auf dem Boulevard zwischen Brandenburger Tor und Lustgarten die Oberhand hat: Touristen strömen in die unzähligen Museen und weiter Richtung Fernsehturm. Bauarbeiter schuften daneben mit Hochdruck an Großprojekten wie Staatsoper, Staatsbibliothek, U5-Verlängerung, James-Simon-Galerie und nicht zuletzt am Stadtschloss. Das zukünftige Humboldtforum soll 2019 als neuer Ort für den Dialog der Weltkulturen eröffnet werden.

Das einst umstrittene Vorhaben, einen Stahlskelettbau in ein Barockschloss zu verwandeln, lässt sich im Frühjahr jeden Sonntag aus der Nähe erleben. Beim eineinhalbstündigen Rundgang durch Erdgeschoss und erstes Obergeschoss kann die außerordentliche Dimension des Rohbaus und der faszinierende Kontrast zwischen Beton und Stuck besichtigt werden.

Bis 5. Juni jeden So. um 11, 13, 15 und 17 Uhr, 18 € (ermäßigt 12 €)
www.sbs-humboldtforum.de

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Neuhaus Pralines 250

Foto: Thomas Rosenthal

Neuhaus Pralinen Zartbitteres Berlin

Schoko-Osterhasen haben bei den Produktionszahlen mittlerweile die Schoko-Weihnachtsmänner überholt. Wie wäre es mal mit einer Alternative zu Ostern – mit leckeren Pralinen? Die Firma Neuhaus bietet an der Friedrichstraße, Ecke Mohrenstraße, die ideale Gelegenheit. Mit ihrem neuen Store ergänzen die Brüsseler die Gegend um den Gendarmenmarkt neben dem Schokoladenhaus Fassbender & Rausch und der Schokowelt von Ritter Sport um einen weiteren Anziehungspunkt für Fans schokoladiger Genüsse.

Mit 100 Quadratmetern ist es sogar der größte Store der belgischen Pralinen-Manufaktur, die die Praline erfunden haben will. Die Ursprünge der Praline sind historisch allerdings nicht ganz eindeutig. Sowohl Franzosen, Belgier und Deutsche behaupten, Erfinder der Praline zu sein. Fakt ist, dass Jean Neuhaus 1857 in seiner Apotheke in Brüssel Medikamente mit Schokoladen-Umhüllung offeriert hat, um diese besser zu verkaufen. Sein Enkel Jean Neuhaus Jr. befüllte 1912 erstmals die Schokoladen mit wohlschmeckenden Füllungen. Auch heute werden die mehr als 60 Pralinen-Sorten in Brüssel hergestellt.

An der Friedrichstraße warten köstliche Schokoladen, Pralinen und Kollektionen in besonderen Verpackungen und Geschenkboxen. Sogar eine eigene Berlin-Praline hat Neuhaus kreiert: eine dunkle Zartbitterschokolade gefüllt mit Haselnuss-Ganache und Haselnüssen aus dem Piemont, verziert mit einem eleganten „B“ für Berlin.

Neuhaus Flagship-Store
Friedrichstraße 63 (Ecke Mohrenstraße)
10117 Berlin
www.neuhaus-online-store.com/schokolade-online-de.htm

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Malbuch 250

Entspannung im Winter Malerische Wohltat für Gestresste

Die Zeitung „Die Welt“ nennt den Trend absurd. Doch allein das erfolgreichste Buch aller Ausmalbücher für Erwachsene, „Secret Garden“ von Johanna Basford, verkaufte sich 1,5 Millionen Mal.

Die Schottin ist eigentlich Textildesignerin. Ihre Auftragslage verschlechterte sich aber im Zuge der Finanzkrise zusehends. Eine neue Idee musste her. Mit ihrem 2013 erschienenen ersten Malbuch hatte sie einen Nerv getroffen. Inzwischen ist bereits das dritte Buch erschienen. Auch andere Verlage ziehen nach und bringen eigene Malbücher auf den Markt: Tandem, Edition Michael Fischer, Clairefontaine, Déco Time, ArsEdition – aber auch Stabilo und Faber-Castell, die sich durch den Verkauf von Malbüchern gleichzeitig eine neue Zielgruppe für Buntstifte erhoffen.

Die Motive? Überall ähnlich. Blumen und Blüten, Zauberwälder und Gärten, Schmetterlinge und Käfer. Im Unterschied zu Malbüchern für Kinder sind die für Erwachsene aber wesentlich komplexer und detailreicher – und damit durchaus ein Anti-Stress-Mittel. Fans freuen sich darüber, endlich mal wieder etwas Analoges machen zu können. Mit so einem Bild ist man schon mal mehrere Stunden lang beschäftigt – und muss dabei an nichts denken. Alles ist vorgegeben, nur die Farben wählt man selber aus. Eine Wohltat für Gestresste und Kopfgesteuerte. Johanna Basford berichtet von überschwänglichen Dankesbriefen von Managern und Studenten.

Doch Malbücher passen auch zur heutigen Do-it-yourself-Generation. Ob Nähen, Gärtnern, Backen oder Imkern – für beinahe alles gibt es mittlerweile Kurse. Der Unterschied: Fürs Ausmalen ist keinerlei Talent erforderlich. Naja, nicht ganz. Es heißt, unverbesserliche Perfektionisten würden sich sogar darüber aufregen, wenn sie über den Rand hinausgemalt haben.

Johanna BasfordSecret Garden
Laurence King Publishers, 11,99 Euro

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Biffy 250

Patenschaftsprogramm biffy vor dem Aus Großes Ende für große Freunde?

Das Berliner Patenschaftsprogramm biffy (Big Friends for Youngsters) – Paten fördern Kinder schlägt Alarm: Wenn sich bis Ende des Jahres nicht genügend Unterstützer finden, muss der ehrenamtliche Verein seine Hilfe für Kinder von alleinerziehenden oder schwerkranken Eltern einstellen. Und das, obwohl die Nachfrage groß ist und sogar staatlich beauftragte Familienhelfer immer häufiger beim Verein um Unterstützung bitten, wie biffy-Koordinatorin Andrea Brandt berichtet. „Es gibt einen großen Bedarf in Berlin, belastete Kinder zu fördern. Überall hören wir großes Lob, dass wir freiwillige Paten dafür gewinnen. Aber zugleich interessiert kaum, wie wir die notwendige Koordination aufrechterhalten können.“

Auch Berliner Akzente hat über die Bedeutung des Patenschaftprogramms für Kinder in Berlin berichtet. Engagierte Erwachsene machen mit den Kindern Ausflüge, helfen bei den Hausaufgaben, sind Ansprechpartner für Sorgen und Nöte und ersetzen auf diese Weise ein Stück weit den fehlenden Elternteil. Auch für die Ehrenamtler ist das Projekt ein großer Gewinn; vor allem kinderlose Ehrenamtler profitieren von den Begegnungen mit den Kindern. Deshalb erfreut sich der Verein regem Zulauf von Ehrenamtlern.

Mehr als 1.000 Kindern konnte biffy seit 2004 bereits helfen – ohne Förderung vom Senat. Doch genau diese fehlende öffentliche Finanzierung wird dem Verein jetzt zum Verhängnis. Eine wichtige Förderquelle ist dieses Jahr ausgelaufen, Andrea Brandt und zwei weitere Kollegen arbeiten seit August ehrenamtlich weiter. Eine Notlösung, die nur bis zum Ende des Jahres aufrecht zu erhalten ist, schreibt der Verein verzweifelt in einer Pressemitteilung und hat deshalb die Kampagne „500 Freunde für biffy“ gestartet.

Wenn sich mindestens 500 Spender finden, die regelmäßig spenden, wäre das Angebot mittelfristig abgesichert. Hoffnung geben Andrea Brandt positive Erlebnisse wie diese: „Neulich sagte ein Mädchen nach einem Ausflug mit einer Patin: 'Heute war der schönste Tag in meinem Leben.' Dafür arbeiten wir unermüdlich seit vielen Jahren.“ Sie glaubt daher fest, dass sich genügend Unterstützer für das Angebot finden. Es werde so dringend gebraucht.

www.biffy-berlin.de

Spendenkonto:
Konto-Nr.: 35 253 105 , BLZ: 100 100 10 , Postbank Berlin
IBAN: DE68 1001 0010 0035 2531 05, BIC: PBNKDEFF

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Alter Mann Kind Lesen 250

Berlins Beste Bibliotheken für Schmuddeltage

für Konzentrierte
Grimm-Zentrum der HU
Ein Lesesaal als zeitloses Kunstwerk. Die Zentralbibliothek der Humboldt-Uni am Bahnhof Friedrichstraße besticht aber auch durch ihre Öffnungszeiten.
Geschwister-Scholl-Straße 1, Mitte
Mo.–Fr. 8-24 Uhr, Sa./So. 10-22 Uhr
www.ub.hu-berlin.de

für junge Leute
Kinder- und Jugendbibliothek
Medienparadies für junge Leute: Eine Kinderabteilung gab‘s in der Amerika-Gedenkbibliothek seit der Eröffnung, seit 2010 ist die »KiJuBi« schicker und multimedialer.
Blücherplatz 1, Kreuzberg
Mo.-Fr. 13-19 Uhr, Sa. 10-19 Uhr
www.zlb.de

für Liebhaber
Bibliothek Köpenick
Am Rande der Köpenicker Altstadt liegt der markante Ziegelneubau der riesigen breiten Medien-Spektrum gibt‘s WLAN und Veranstaltungen.
Alter Markt 2, Köpenick,
Mo.-Fr. 10-20 Uhr, Sa. 10-14 Uhr
www.sb-tk.de

Mehr über Berlins gemütlichste Leseplätze lesen Sie in unserem Artikel „Schöner Schmökern". nach oben

Buch Tegel 250

Buch-Tipp: Geschichten vom scheidenden Flughafen Letzter Aufruf Tegel!

Durch einen glücklichen Zufall kamen die Schwestern Julia und Evelyn Csabai zu einem gut bezahlten Nebenjob: Im Namen einer Fluggesellschaft sollten sie Passagiere, Mitarbeiter und Besucher am Flughafen Tegel befragen. Das taten die beiden Studentinnen erfolgreich und dann sogar jahrelang. In dieser langen Zeit haben sie viele spannende, mitreißende, lustige aber auch traurige Geschichten zusammengetragen. So entstand das Buch „Letzter Aufruf Tegel – Geschichten vom tollsten Flughafen der Welt“.

Wer demnächst in den Urlaub fliegen möchte und hierfür noch eine Reise-Lektüre sucht, findet darin viele Anekdoten rund um den markanten Flughafen in Sechseck-Form mit den berühmten kurzen Wegen, der in den 1960er-Jahren erbaut worden ist, als die Menschen lieber zügig zum Flieger wollten als ausgiebig durch den Shopping-Bereich zu bummeln. Von peinlichen Vorkommnissen über traurige Erfahrungsberichte bis hin zu komischen Ereignissen – alles ist drin. Beim Lesen kommt durchaus Wehmut auf, dass dieser „tollste Flughafen der Welt“, so die beiden Autorinnen, sein absehbares Ende vor sich hat.

Bis dahin bietet das Buch aber noch eine gute Gelegenheit, sich bei der Lektüre – zum Beispiel in der trubeligen Atmosphäre am Flughafen – zurückzulehnen, zu entspannen und zu schmunzeln. Aber passen Sie auf, dass sie bei diesen 300 Seiten pure Unterhaltung nicht den Aufruf zu Ihrem Flug verpassen!

Julia Csabai und Evelyn Csabai: Letzter Aufruf Tegel! be.bra-Verlag, 9,95 Euro

Ein Beitrag unserer Schüler-Praktikantin Helene Breuer

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Cafe Bitte 250

Foto: Julia Schattauer

Das Café Bitte! Gutes aus Griechenland

Unverputzte Wände, kleine Holztische und Bilder von Meer, Kakteen und Orangenbäumchen – das Café „Bitte!“ in Kreuzberg sorgt für die richtige Portion Griechenland-Stimmung. Das Highlight sind die griechischen Kleinigkeiten, die die beiden Besitzerinnen Markela Bgiala und Christina Pavlou wo immer es möglich ist mit original griechischen Zutaten, wie Feta, Orangen und Joghurt, herstellen. In der Vitrine stehen wahlweise Feta-Spinat-Quiche, Griechischer Joghurt oder der leckere Orangenkuchen, der laut Markela der Dauerrenner bei den Gästen ist – zuckersüß und erfrischend zugleich. Hinzu kommen regelmäßige Events: Sonntags präsentieren wechselnde Gastköche mediterrane Gerichte. Dazu gibt es Brot, welches ebenfalls von wechselnden Personen gebacken wird.

Die Idee, ein Café zu betreiben, kam Markela Bgiala, 29, eher spontan. Die Grafikdesignerin lebt seit rund vier Jahren in Berlin. Als vor einem Jahr ihre Freundin, Christina Pavlou, 35, nach Berlin zog, um ein Café zu eröffnen, kümmerte sie sich nicht nur um den optischen Feinschliff, sondern stieg kurzerhand mit ins Geschäft ein. Seit Januar dieses Jahres führen die beiden gebürtigen Griechinnen nun ihr Café in Kreuzberg und sind über den Erfolg selbst ein wenig überrascht: „Dass es so gut läuft, hätten wir nicht gedacht, schließlich hatten wir keine Ahnung, wie man ein Café führt“, meint Markela und fügt lachend hinzu: „Irgendetwas haben wir wohl richtig gemacht.“

In Zeiten der Krise ist es den beiden Besitzerinnen besonders wichtig, die Gastfreundschaft und das gute Essen ihrer Heimat zu vermitteln, denn das ist es, was Griechenland für sie ausmacht. „In Griechenland sind die Leute gesellig und das Essen ist wunderbar. Genauso ist es auch bei uns im Café“, sagt Markela. So ist der Café-Name „Bitte!“ auch ein bewusst gewähltes Wortspiel. Denn „Bitte“ war nicht nur das erste deutsche Wort, welches die beiden lernten, es bedeutet im Griechischen auch so viel wie „Kommt herein!“.

Bitte! Coffeehouse & Süße Griechische Kleinigkeiten
Glogauer Straße 6
10999 Berlin
Öffnungszeiten:
Mo-Fr: 9 - 18:30 Uhr
Sa-So: 10 - 18:30 Uhr
Mehr Infos auf der Facebook-Seite.

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Draw A Line 250

Foto: Tom Schrade

Draw a line Bezahlbare Kunst

Hier noch ein extra Pinselstrich, da eine Prise Metall-Teilchen in die Farbe gemischt – mit so viel Liebe zum Detail entstehen bei „Draw a line“ die Kunstwerke. Die Künstler hatten jeden Druck selbst in der Hand. Sie sind streng limitiert auf 10 bis 50 Stück, handsigniert und nummeriert – und doch bezahlbar.

„Ein Original von einigen unserer Künstler würde bis zu 10.000 Euro kosten, unsere Prints kosten hingegen maximal 700 Euro, die meisten sogar unter 200 Euro“, sagt Gunnar Triebel, der mit Manuel Rademaker und Stefan Ulrich das findige Geschäftskonzept entwickelt hat. Er will mithelfen, dass sich auf diese Weise eine neue Generation von Sammlern ebenfalls Kunst leisten kann. Getreu dem Motto: Collect art, not sneakers.

Viele der Kunden schätzen den persönlichen Kontakt, sie kommen gerne in den Showroom nach Neukölln, um die Drucke persönlich zu begutachten. Zum Beispiel den 13-farbigen Siebdruck von Andrew Schoultz aus Los Angeles: Weil so viele Farben übereinander liegen, hat das Bild einen Tiefeneffekt wie ein Original. „Als wir mit der Idee zum Siebdrucker gegangen sind, musste er erstmal überlegen“, erzählt Gunnar Triebel. Denn das Verfahren ist extrem aufwändig und selten. Deshalb arbeite man nur mit ausgesuchten Druckern zusammen. Der Siebdrucker zum Beispiel blickt auf 20 Jahre Erfahrung zurück. Und die Lithographie-Werkstatt aus Kreuzberg hat zuvor bereits für Kunststar Jonathan Meese gedruckt.

In über 35 Länder haben die drei Kunsthändler schon verkauft, und auch die Künstler kommen von überall her. Die Zusammenarbeit beginnt immer persönlich. „Wir laden sie alle nach Berlin ein, verbringen eine ganze Woche mit ihnen und setzen uns mit ihrer Kunst auseinander“, erzählt Triebel. Für jedes Werk wird dann das jeweils passende Verfahren gewählt. Meist Siebdruck, teilweise aber auch die aufwändigere Lithographie oder Digitaldruck. „Uns ist wichtig, dass so viel Handarbeit wie möglich in unseren Kunstdrucken steckt“, sagt der 28-Jährige.

Die drei Gründer selbst sind indes Neulinge im Kunstbetrieb. „Heute arbeiten aber immer mehr Galerien mit uns zusammen“, sagt Triebel. „Die freuen sich, dass sie ihren Kunden was anbieten können, das nicht ein Vermögen kostet.“

DRAW A LINE
Thiemannstraße 1,
12059 Berlin (Neukölln)
www.drawaline.de
Besuche sind mit Termin möglich: info@drawaline.de

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