
Amerikanische Köstlichkeit: Cupcake.
Mit Berlins süßen Seiten beschäftigt sich auch das Buch "Süßes Berlin" von Hanne Bahra und Johann Scheibner (Neuer Umschau Buchverlag).

Dekoratives aus Buttercreme als "Sahnehäubchen".
Adressen
Hier gibt's Süßes
Schneiders Schokoladen Show-Confiserie, eigene Herstellung, Erlebniskurse, Ackerstraße 149, www.schneiders-schokoladen.de, Tel. 40 05 45 69
Kalter Hund Manufaktur Jens Rose, Ebertystraße 49, www.kalter-hund-manufaktur.de, Tel. 4 27 20 44
Albrechts Pâtisserie, Zentrale: Rykestraße 39, www.albrechts-patisserie.de, Tel. 44 01 72 73
Cupcake Berlin, www.cupcakeberlin.de
• Krossener Straße 12, mi–so 11–19 Uhr, Tel. 25 76 86 87
Cupcake Bakery, www.cupcakebakery.de
• Zionskirchstraße 36, di–so 11.30–19.30 Uhr, Tel. 41 71 76 53
Patisserie Eckhard Lautz, www.lautz-patisserie.de, Tel. 70 17 81 65 (Nur auf Wochenmärkten unterwegs)
Konditorei Buchwald , Spezialist für Baumkuchenkreationen, Bartningallee 29, mo–sa 9–18 Uhr, so 10–18 Uhr, www.konditorei-buchwald.de, Tel. 3 91 59 31
Barcomi’s, www.barcomis.de
• Barcomi’s, Bergmannstraße 21, mo–sa 8–21 Uhr, so 9–21 Uhr, Tel. 6 94 81 38
• Barcomi’s Deli, Sophienstraße 21, 2. Hof, Geöffnet mo–sa 9–21 Uhr, so 10–21 Uhr, Tel. 28 59 83 63
Barcellos Salon Sucré, Görlitzer Straße 32 A, do–so 10–18 Uhr, www.salonsucre.de
Sowohlalsauch, Kaffeehaus und Tortenmanufaktur, Kollwitzstraße 88, Tel. 4 42 93 11
Chocolaterie, Westfälische Straße 44, mo–fr 10–18 Uhr, sa 10–14 Uhr, Tel. 56 73 95 11
Damit die Lust auf Süßes keine herbe Enttäuschung wird – BerlinerAkzente nimmt Sie mit auf Naschtour und entführt Sie zu den süßesten Oasen Berlins.
Mit Zucker wird bei Cupcakes nicht gegeizt, diesen kleinen amerikanischen Küchlein mit der geriffelten Papiermanschette ringsherum und den schreiend bunten Cremehauben. „Vielleicht war ich drei oder vier Jahre alt, als ich meine ersten Cupcakes gebacken habe“, erinnert sich die Amerikanerin Dawn Nelson. Vor knapp zwei Jahren kam die 30-Jährige von Philadelphia nach Berlin.
In Deutschlands erstem Cupcake-Shop
Weil sie als Make-up-Artistin keinen Job fand, besann sie sich der süßen Leckerei aus Kindertagen, eröffnete in Friedrichshain Deutschlands ersten Cupcake-Shop. Die Arbeit sei ihrem erlernten Beruf gar nicht unähnlich. Mit dem Unterschied, dass die farbenfrohen „Frostings“ nicht nur hübsch anzusehen, sondern auch essbar sind. Das sind kleine Hauben aus Buttercreme oder Frischkäse, die mit einer Spritztülle kunstvoll auf das Backwerk drapiert werden. Diese Frostings sind es auch, die den Cupcake vom Muffin unterscheiden. Aber nicht nur: Cupcakes sind weicher, fluffiger „und natürlich dekorativer“, sagt Dawn.
Küchlein mit Karotten und Frischkäse
Mehr als 20 Cupcakes hat sie im Angebot. Die meisten sind eigene Kreationen. Die Renner: „Sugar ’n’ Spice“ mit Karotten und Frischkäsefrosting, „Lemon Drop“ mit Zitronenbuttercreme oder „Pretty in Pink“, Kitsch pur in grellem Rosa.
Kleine Kunstwerke zu schaffen hat sich Stephanie Albrecht auf ihre Fahnen geschrieben. In Paris erlernte die junge Frau aus dem Westerwald die französische Konditoreikunst. Als sie nach Berlin kam, war sie geschockt von der Knauserigkeit der Berliner, wenn’s um gutes Essen geht. Also nahm sie sich vor, den Alltag der Hauptstädter zu versüßen. Aber nicht mit klebrigen Streuselschnecken, sondern mit in Handarbeit gefertigten „petites tartes“.
Apfel-Calvados-Törtchen mit Brombeergelee
Die 31-Jährige verbindet die Tradition deutscher Konditorei mit der Raffinesse der französischen Patisserie. Oft sind es Eigenkreationen, die den Weg in die Auslagen ihrer drei Cafés in Prenzlauer Berg, Charlottenburg und Schöneberg finden, wie das Apfel-Calvados-Törtchen mit Mohn und Brombeergelee. „Tartes sind ideal für Kleinfamilien, aber auch für Singles.“
Auch Eckhard Lautz hat sich auf die Patisserie spezialisiert. Allerdings verkauft er seine mit Schokolade oder Früchten dekorierten Törtchen mit Cassiscreme oder Mandelmousse exklusiv auf Berliner Wochenmärkten.
Kalter Hund in der Hinterhausmanufaktur
Zu einer Pilgerstätte für die süße Gemeinde ist inzwischen der Wochenmarkt auf dem Boxhagener Platz geworden. Dafür trägt Jens Rose die Verantwortung. Vor anderthalb Jahren ist der 43-Jährige auf den Hund gekommen – auf den „Kalten Hund“. Diesen einfachen Schichtkuchen aus Keksen und süßer Schokomasse stellt er in Friedrichshain her. Die Hinterhausmanufaktur ist die einzige in Berlin, die diese fast in Vergessenheit geratene Spezialität der Nachkriegszeit herstellt.
Zwar hat Rose auch den Klassiker im Sortiment, doch Kultstatus genießt sein Hund mit weißer Schokolade. Er verwendet braunen Rohrzucker, kreiert Kakao-Köter mit Orange, Kirsche und Banane. Und in diesem Jahr will er auch noch mit einem Marzipan-Hund auf den Markt kommen.
Ingwer oder Chili als Schokoladenfüllung
Was an Kaltem Hund so außergewöhnlich ist? Jens Rose lacht. „Ein Stück reicht.“ Was man bei Schokolade ja nicht sagen könne. Da darf’s durchaus mal ein ganzer Riegel sein – besonders dann, wenn es sich um so exquisite Tafeln handelt, wie sie beispielsweise Jörg Hornig in seiner Chocolaterie anbietet. Und Schokolade muss nicht immer süß sein: Ob Chili, Ingwer oder rosa Pfeffer als Zusatz – hier geht’s auch mal genussvoll-deftig zu.
Lesen Sie auch unseren Beitrag "Heiß auf Schokolade".
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Autor:
Katrin Starke
Zuletzt aktualisiert: 10.05.2010