Stadt & Szene

Kopfbild Biergarten

Nicht nur, dass vielerorts Bürgersteige zu Freiluftkneipen umfunktioniert werden und manche Straßen komplett zu Biergartenmeilen mutieren: Auch an klassischen Biergärten mangelt es der Hauptstadt nicht. Lust auf ein Open-Air-Bier? BerlinerAkzente.de hat sich umgesehen – unsere Auswahl.

Kjosk-Orienstrasse

Kjosk

Brandneu: Kjosk

Gut versteckt auf einem seit vielen Jahren unbebauten Grundstück an der Oranienstraße in Kreuzberg steht der "Kjosk" - ein zu einem kleinen Laden mit Café in der ersten Etage umgebauter BVG-Doppeldecker-Bus. Unten verkauft Inhaberin Rosmarie Bier, Limonaden, Kaffee, Zeitungen, Süßigkeiten und alles, was es auch sonst in "Tante-Emma-Läden", heutzutage auch "Spätis" genannt, zu kaufen gibt. Bei schönem Wetter ist der "Kjosk" aber weit mehr als nur ein Mini-Supermarkt mit Café – denn dann entwickeln sich der Bus und das malerisch verwilderte Grundstück zu einem echten Gästemagneten. Nachbarn, Studenten, Schüler und Touristen bevölkern den riesigen Garten und trinken Flaschenbier auf den zahlreichen Bierbänken, liegen in der Sonne und freuen sich über die niedrigen Preise. Eine Flasche Bier oder Limonade kosten deutlich weniger als in einer traditionellen Kneipe oder Bar – nämlich je nach Marke unter zwei Euro.

Kjosk, Oranienstraße 1, Kreuzberg, täglich tagsüber und abends geöffnet; www.kjosk.com

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Brauhaus Südstern

Direkt an der Quelle: Brauhaus Südstern

Die stark befahrene Straße direkt vorm Brauhaus muss den Biergartenfreund nicht jucken, kann er doch ungestört im Biergarten hinterm Haus mit rund 140 Plätzen und Aussicht aufs Grüne seine Freizeit genießen. "Heller Stern", "Dunkler Stern" und "Sternweiße" sorgen gerade bei hohen Temperaturen für die nötige Kühlung der Kehle. Dass dem Wirt der Gerstensaft einmal ausgeht, muss der Kunde nicht fürchten, sichern doch drei im Gastraum aufgestellte Braukessel den Nachschub. Mit Leberkäse, Nürnberger Rostbratwurst, Schnitzel und Flammkuchen setzt die Gastronomie auf die typischen Biergartenklassiker. Auch Wissensdurstige kommen hier auf ihre Kosten: Regelmäßig bietet das Brauhaus Kurse an, bei denen das kleine Einmaleins der Braukunst vermittelt wird. Der sonntägliche Brunch wird meist mit Live-Musik untermalt.

Brauhaus Südstern, Hasenheide 69, geöffnet montags bis samstags ab 14 Uhr, sonn- und feiertags ab 10 Uhr, behindertengerecht; www.brauhaus-suedstern.de

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Florians Garten

Für Bahn-Nostalgiker: Florians Garten

Das Gleisbett der S-Bahn, aus dem sich munter blühendes Unkraut in die lichte Freiheit schiebt, liegt gleich neben dem großen Biergarten, der ein paar Meter tiefer liegt als die vorbeiführende Kreuzbergstraße. Vorteil: Bereits beim Betreten des umgrünten Geländes können freie Sitzplätze geortet werden. Weißbier vom Fass oder Bionade können mit eigener Beinkraft am im Garten aufgestellten Kiosk geholt werden. Weißwürschtel, Tellergulasch, Bauernsalat mit Schafskäse, Obazda mit Laugenstange oder Kräuterquark mit Pellkartoffeln sind fester Bestandteil der bayerisch-mediterranen Küche. Ab 19 Uhr wird der Holzkohlengrill angeworfen, um Würstchen und Steaks zu brutzeln.

An sehr heißen Tagen haben auch Freunde von Cocktails eine Chance auf hochprozentige Gemische und Longdrinks, die werden beim Hitzegau ab 19 Uhr angeboten. Wer sich statt auf die Biertische zu lehnen lieber gleich ganz fallen lassen möchte, wage den Gang hinters Haus, wo ihn in einem kleinen Garten Liegestühle zum Abhängen im Sonnenschein einladen.

Florians Garten, Kreuzbergstraße 42b, geöffnet montags bis samstags ab 16 Uhr, sonntags und feiertags ab 14 Uhr, behindertengerecht; www.floriansgarten.de

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Heinz Minki

Der geheime Garten: Heinz Minki

Knorrige alte Obstbäume, Lichterketten in den Ästen, Sonnenblumen am Zaun, Gräser und Pflänzchen zwischen den Beinen der rot-weißen Laubengartenmöblierung - so präsentiert sich der 900 Quadratmeter große Garten des Heinz Minki, eines 1859 errichteten Steuerhauses. Übrigens das letzte von 14 Steuerhäusern in Berlin. Dass der üppige Garten mit seinen vier Freiflächen dem enthusiastischen Kleingärtner die Neidtränen in die Augen treibt, dürfte an der Tradition des Pflanzens, Jätens und Gießens liegen, gärtnerten doch sämtliche Nutzer des Hauses - angefangen bei den Zollbeamten der königlichen Wasserinspektion - auf den vier Freiflächen.

Rechts eine Bratwurst vom im Freien betriebenen Grill, links ein kühles Bierchen in der Hand, im Ohr die Lieder, die manchen Abend DJs oder Live-Musiker erzeugen - was will man mehr vom Leben. Tipp: Der Kuchen ist eher berlinuntypisch, da er auf der Zunge zergeht und einfach gut schmeckt. Er kann also bedenkenlos Eltern, Verwandten und Bekannten auf Hauptstadtbesuch vorgesetzt werden.

Heinz Minki, Vor dem Schlesischen Tor, 3, täglich ab 12 Uhr geöffnet; www.heinzminki.de

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Kaiserstein

Schattenspender: Kaiserstein

Mehr als 100 Jahre hat das Kaiserstein nun schon auf dem Buckel. Wer die den Biergarten umkränzenden Bäume genauer in Augenschein nimmt, wird dies bestätigt sehen. Gerade wenn die Temperaturen in Sphären geklettert sind, in denen sich menschliche Proteine zum Schmelzen entschließen, verspricht der stets schattige Biergarten letzte Rettung. Die Motorengeräusche des Mehringdamms machen zwar auch vor dem Kaiserstein nicht halt, doch mit ein wenig Promille im Glas lässt sich das stetige Brummen im Ohr schnell verdrängen. Wer einmal in der Cocktail-Lounge des Restaurants versackt sein sollte, scheue nicht ein zweites Mal den Weg an den Quell seines Katers. Immerhin wird das Frühstück im Schattenhain bis 17 Uhr serviert, zudem ist im Kaiserbrunch ein Glas Prosecco inbegriffen. Und man soll ja bekanntlich mit dem anfangen, mit dem man aufgehört hat. Ein Bier tut es aber bestimmt auch.

Kaiserstein, Mehringdamm 80, geöffnet täglich ab 9 Uhr

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Corner's

In der Einflugschneise: Corner's Biergarten

Parkdecks, auf denen Autos parken, werden anscheinend langsam zum Auslaufmodell. Nachdem in Prenzlauer Berg ein solches zur Strandbar umfunktioniert wurde, hat Berlin nun auch seinen ersten Biergarten in luftiger Höhe. Der besondere Reiz von "Clou Corner's Biergarten": Während die kühle Molle dafür sorgt, dass das Bierbäuchlein vielleicht auf lange Sicht noch ein wenig runder wird, sorgt ein viel dickerer Bauch jede Minute von neuem für Aufmerksamkeit - der eines Flugzeuges im Landeanflug auf den Flughafen Tegel. Denn in Corner's Biergarten auf dem Dach des Einkaufszentrums "Der Clou" am Kurt-Schumacher-Platz sind die Jets fast zum Greifen nah. Für Freunde der Fliegerei war das Parkdeck deswegen schon immer so etwas wie ein mystischer Ort, kann man von hier aus doch fast dem Piloten in die Augen schauen. Aber jetzt macht es ohne Zweifel noch viel mehr Spaß, dem Flugzeuglenker ein "Flieger, grüß mir die Sonne" zuzurufen - mit einem Bierchen oder Cocktail in der Hand.

Clou-Corner's Biergarten, Kurt-Schumacher-Platz 1, geöffnet von montags bis samstags, jeweils von 10 Uhr bis mindestens 20 Uhr (je nach Wetterlage)

Wie im Süden: Tomasa

Die Ziegen wackeln auf Stupsnasenweite - nur von Gittern getrennt - an den Gästen im Innenhof vorbei. Auf den Tisch reihen sich Datteln mit Speck, Schafskäse, Oliven oder Kartoffeln mit Salzkruste. Vom Nebentisch wehen italienische Wortfetzen herüber, Kinder spielen ohne Kontrollrufe besorgter Eltern Verstecken zwischen den Terrassensäulen. Der Wasserfall des Viktoriaparks plätschert in Wurfweite - von wegen man muss in den Flieger steigen, um in den Süden zu gelangen.

Seit Frühling 2008 hat die fünfte Tomasa-Filiale Berlins ihre Türen in der 1892/93 erbauten mittlerweile top-sanierten Villa Kreuzberg geöffnet. Schon jetzt ist das Kreuzberger Tomasa kein Geheimtipp mehr - wer einen freien Platz ergattern möchte, muss Glück haben. Denn nicht nur Freunde, die Lust auf Bier und einen Plausch haben, treffen sich hier, sondern gleich ganze Hochzeitsgesellschaften, darf im Tomasa doch nach einem Deal mit dem Standesamt auch geheiratet werden. Und weil Liebe durch den Magen geht, kann gleich noch ein Kochkurs im Lokal gebucht werden.

Tomasa, Kreuzbergstraße 62, geöffnet sonntags bis donnerstags von 9 bis 1 Uhr, freitags und sonnabends von 9 bis 2 Uhr; www.tomasa.de

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Club der Visionäre

Visionär und visuell: Club der Visionäre

Getränke gibt es anderswo besser gekühlt als in diesem alten Bootshaus am Landwehrkanal. Und wer fürs Bier ein Glas haben möchte, erntet einen schrägen Blick und ist gleich als Spießer unten durch. Dennoch: Ein Besuch im Club der Visionäre mit seiner Terrasse direkt am Wasser lohnt sich - und das nicht nur, um sich die ein oder andere 0,33-Liter-Flasche des leckeren "Tannenzäpfle"-Bieres aus dem Schwarzwald zu genehmigen. Alles wirkt noch immer arg improvisiert, auch wenn der alternative Club - nicht zuletzt dank der Lagegunst - schon seit etlichen Jahren am Markt ist. Aber Durchgestyltes mögen die Visionäre eben gar nicht. Ihnen geht es nicht - oder zumindest nicht vorrangig - um schnödes Geldverdienen durch Bierverkauf. Die Visionäre leben für ihre Vision: für ihr Ziel, eine Plattform zu sein für visuelle Kunst und Kommunikation. Die Elektroklänge, die von den Visionären aus über das Wasser wabern, sind sanft und nicht zu laut - man soll sich ja schließlich entspannen können. Und damit das Knurren hungriger Mägen nicht etwa die harmonischen Klänge übertönt, kann zum Bier auch "Original italienische Pizza" genossen werden. Tipp: Für besondere Anlässe vermietet der Club der Visionäre "besondere Boote", die bis zu 11 Personen fassen können.

Club der Visionäre, Am Flutgraben 1, montags bis freitags ab 14 Uhr, sonnabends und sonntags ab 12 Uhr, immer bis open end, www.clubdervisionärerecords.com

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Freischwimmer

Am Wasser gebaut: der Freischwimmer

Direkt vis-a-vis vom Club der Visionäre ist das Wasserrestaurant Freischwimmer ebenfalls in einem einstmals anderweitig genutzten Gebäude untergekommen, in einem Anfang der 1930-er Jahre erbauten Bootsverleih mit Bootsreparatur-Werkstatt. Zu Mauerzeiten befanden sich Schrebergärten auf dem Areal, seit 1998 hat der Freischwimmer seine Pforten am Ufer des Flutgrabens direkt im ehemaligen Grenzgebiet zwischen Treptow und Kreuzberg geöffnet. Neben 60 Plätzen im Restaurant bietet der mit seinen verschiedenen An- und Aufbauten nahezu 100 Meter lange Freischwimmer etwa 140 Outdoor-Sitzplätze. Es lohnt sich, an den mit Fackeln beleuchteten Tischen vorbei bis zum äußersten Ende des Areals zu laufen: Dort dümpelt ein hölzerner Ponton im Wasser. Sich in Liegestühlen herumlümmelnd, genießen die Gäste Bier und Cocktails auf schwankenden Planken. Wer sich aus diesen allerdings ohne allzu heftiges Schwanken wieder erheben möchte, sollte auf einen Mai Tai verzichten. Dieses eh schon hochprozentige Gemisch gerät den Freischwimmer-Mixern - wie auch so manch anderer Cocktail - oftmals besonders kräftig. Warme wie kalte Speisen - Suppe, Pasta, Rumpsteak, Salate bis hin zu Kleinigkeiten wie Kartoffelspalten mit Dips oder Kuchen - finden sich auf der Speisekarte. Spätaufsteher können sonntags bis 16 Uhr brunchen.

Freischwimmer, Vor dem Schlesischen Tor 2a, geöffnet dienstags bis freitags ab 16 Uhr, sonnabends und sonntags ab 10 Uhr. Zugang direkt neben der ältesten Berliner Tankstelle, www.freischwimmer-berlin.de

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Mauersegler

Urban: der Mauersegler

Direkt am ehemaligen Grenzstreifen, dort, wo die Eberswalder zur Bernauer Straße wird, liegt nicht nur der Mauerpark. Da hat auch der Mauersegler sein Quartier. "Park Kultur" hat er sich auf die Flügel geschrieben. Doch die meisten Besucher denken vorrangig an Flüssiges und dann erst an Kultur, wenn sie dem Mauersegler einen Besuch abstatten. Denn so ein Tag im Mauerpark mit Frisbeescheibe und Volleyball macht ganz schön durstig. Neben frisch Gezapftem verfügt der Self-Service-Biergarten über ein üppiges Angebot an Flaschenbieren, zudem gibt's Alkoholfreies von bunt bis gesund und eine gut sortierte Cocktailbar. Es muss auch niemand Hunger leiden, der sich zuvor bei Sport und Spiel im Park verausgabt hat: Neben BBQ vom Holzkohlegrill und Frittiertem gibt es Salate und wechselnde Tagesuppen. Zuckermäuler können auf Muffins und Gebäck zurückgreifen. Immer wieder sonntags lässt es sich beim Mauersegler vom "Einkaufsstress" auf dem direkt benachbarten Trödelmarkt entspannen - mit Livemusik am Nachmittag oder beim Chatten im Internet, denn auch dieser Biergarten bietet inzwischen W-LAN.

Mauersegler, Bernauer Straße 63, geöffnet täglich von 10 bis 2 Uhr; www.mauersegler-berlin.de

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CapRivi

Direkt an der Spree: CapRivi

Das CapRivi macht gleich in seinem Untertitel auf seine Besonderheit aufmerksam - das "Spreecafé" ist schließlich Charlottenburgs einziger Biergarten direkt an der Spree. Wer hier ein kühles Blondes genießt, kann nicht nur den Passagieren auf den Fahrgastschiffen zuwinken, sondern bei Lust und Laune selbst ganz spontan zum Kurztrip über die Spree aufbrechen: Das CapRivi befindet sich nämlich direkt an der Anlegestelle Caprivibrücke. Dass die meisten Gäste die Schiffe aber einfach weiterzuckeln lassen und lieber noch eine Molle bestellen, liegt an der lockeren und entspannten Atmosphäre im CapRivi. So stellt man sich klassischer Weise einen Biergarten vor.

CapRivi, Am Spreebord / Ecke Sömmeringstraße, geöffnet täglich ab 12 Uhr, sonn- und feiertags ab 10 Uhr

Bröckelnd: der Pfefferberg

Näher an die Wurzeln des Biergenusses kann der Kenner dem Schaumkronentrunk nicht kommen als im Pfefferberg, befindet sich der Biergarten doch auf echtem Brauereiboden. Um 1841 gründete hier im Prenzlauer Berg der Namensgeber Joseph Pfeffer seine Produktionsstätte, in der er Wasser, Malz und Hopfen gären ließ, bis 1921 die Quelle eingestellt wurde. Seitdem diente der Pfefferberg so manchen Zwischennutzungen.

Keine Frage: Die Gebäude haben schon bessere Zeiten gesehen. Der Putz blättert von den Wänden, der Pfefferberg ist marode. Allerdings werden die Einrichtungen des Areals nach und nach saniert. Und wer hier gar ein wenig länger verweilen möchte, der kann sich im modern-eingerichteten Hostel "Pfefferbett" niederlassen. Dabei ist es doch meist der an vielen Stellen noch immer aufblitzende morbide Charme, der Szenegänger, die längst nach Friedrichshain weiter gezogen sind, hier zu Konzerten und Festivals beim Bierchen auftauchen lässt. Wer im Sommergarten sein Bierchen trinkt, hat die Wahl zwischen etwas geschützterer Lage - ohne Aussicht - oder einem Platz direkt oberhalb der Schönhauser Allee - mit Aussicht auf die rege befahrene Straße, dafür aber entsprechend laut.

Pfefferberg, Schönhauser Allee 176, geöffnet täglich ab 12 Uhr

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Prater

Traditionsreich: Prater

Nicht nur die dicken Kastanien sind es, der Prater ist es auch: alt und groß. Schon 1837 soll es an der Kastanienallee 7 einen Bierausschank gegeben haben. Doch so ganz sicher ist man sich da nicht. Ganz sicher überliefert ist aber, dass 1852 die Familie Kalbo das Etablissement erwarb und es zur Vergnügungsgaststätte ausbaute. Nach einer wechselvollen Geschichte ist der Prater heute wieder, was er ganz am Anfang einmal war: ein Biergarten - und der älteste Berlins dazu. Rund 600 Besucher finden auf den Biergarnituren unter den Schatten spendenden Bäumen Platz. Kiezbewohner zieht es ebenso hier hin wie Touristen. Das Speisenangebot in "Lars Mehlhoses Würstchenbude" ist einfach, aber hinreichend. Denn die klassische Bratwurst, deftige Kartoffelsuppe, eine Portion Nudelsalat oder eine Gewürzgurke schmecken doch immer wieder. Dazu munden das Prater Pils oder das Prater Schwarzbier vom Fass ebenso wie ein bayerisches Weißbier.

Prater, Kastanienallee 7-9, geöffnet täglich ab 12 Uhr, behindertengerecht, www.pratergarten.de

Für Nachtschwärmer: Golgatha

Das Golgatha ist eine Institution. Jeder Student, der aus dem Rest der Republik nach Berlin zieht, erfährt über kurz oder lang von der Existenz dieses fast schon legendären Biergartens. Und gerade weil das Golgatha so bekannt ist, traut sich der Berlin-Neuling natürlich nicht zu fragen, wo es sich denn genau befindet - und läuft lieber eine Runde durch den Viktoriapark, bis er schließlich, immer der Musik folgend, sein Ziel erreicht. Die offizielle Adresse, Dudenstraße 48, ist eher verwirrend als hilfreich. Dabei ist's eigentlich ganz einfach, diesen gemütlichen Biergarten mit Liegestühlen, Hollywood-Schaukeln, Strandkörben und Biergarnituren zu finden: Von der Katzbachstraße in Höhe Monumentenstraße ab in den Park, dann erster Abzweig rechts. Wer auch im Biergarten das Arbeiten nicht lassen kann: Das Golgatha verfügt über W-LAN, kostenlos nutzbar - damit die Hausarbeit noch rechtzeitig zur Durchsicht beim Kommilitonen ankommt. Doch nicht nur Studenten bevölkern die rund 500 Plätze des Golgatha, sondern alle, die es sich leisten können, am "Morgen danach" auszuschlafen. Denn das Golgatha schließt erst, wenn die Vögel schon längst wieder begonnen haben zu zwitschern - früh um 6 Uhr. Bei "Augustiner Hell" vom Fass oder einer Pina Colada kann man regelmäßig vom DJ frisch aufgelegter Musik lauschen - und seinen Hunger klassisch bei Grillwürstchen und Kartoffelsalat stillen.

Golgatha, Im Viktoriapark, geöffnet täglich 10 bis 6 Uhr, behindertengerecht, www.golgatha-berlin.de

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Luise

Für Studierende: Luise

Studenten der Freien Universität lernen ihre Hörsäle und Seminarräumen vermutlich zeitgleich mit der Luise kennen. Im Sommer findet so manches Seminar in dem rustikalen Bierlokal seine Fortsetzung, wird der in der Vorlesung gehörte Wissensstoff in der Diskussion mit den Kommilitonen verarbeitet. Auch die ein oder andere wissenschaftliche Arbeit hat ihre Wurzeln in der Luise oder ist gar vollständig dort ins Laptop getippt worden. Die Küche ist einfach, trifft aber den Geschmack (und auch den Geldbeutel) der studentischen Klientel. Aber auch Familien und Geschäftsleute schätzen beim Biss in Pizza, Baguette oder vegetarisches Gericht das gemütliche Plätzchen. Wer sich zum sonntäglichen Brunch von 10 bis 14 Uhr für 9,90 Euro in die Luise aufmacht, sollte sich wegen der großen Nachfrage auf jeden Fall zuvor telefonisch einen Platz sichern.

Luise, Königin-Luise-Straße 40-42, geöffnet täglich von 10 bis 1 Uhr, behindertengerecht, www.luise-dahlem.de

Packende Aussicht: Zollpackhof

Ein bisschen teurer ist es schon, einen exklusiven Blick auf das Zentrum der Macht werfen zu dürfen. Sei's drum: Allein schon das Kanzleramt selbst - von einigen Berlinern respektlos als Kanzler-Waschmaschine bezeichnet - ist für Touristen ein nicht alltäglicher Anblick. Mit etwas Glück kann man vom Biergarten des Zollpackhofes aus Kanzlerin Angela Merkel fast in die Augen schauen, wenn sie in ihrer Limousine über die Brücke vom Amt zum Hubschrauberlandeplatz auf der anderen Seite der Spree chauffiert wird, um von dort aus zu politischen Geschäften abzuheben. Selbst wenn sich zum Winken kein Anlass bietet: Der Zollpackhof ist der ideale Ausgangspunkt zu einer Sightseeing-Tour, und auch das historisch bewegte Gelände selbst ist quasi schon eine Station der Rundreise. Schließlich war es kein Geringerer als Kurfürst Friedrich Wilhelm, der 1685 den Grundstein für den Zollpackhof legte. Nicht ganz so alt ist die Rosskastanie inmitten des Biergartens. Doch mit ihren gut 130 Lenzen ist sie mächtig genug, um rund 100 Gästen Schatten zu spenden.

Zollpackhof, Elisabeth-Abegg-Straße 1, täglich ab 11 Uhr geöffnet

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Loretta am Wannsee

Für Wasserfreunde: Loretta

Ebenso wie die Luise ist auch Loretta ein Klassiker im Berliner Südwesten - und mit 1400 Sitzplätzen einer der größten Berliner Biergärten dazu. Hier kann man einen herrlichen Blick über den Wannsee genießen, kann Seglern oder Ruderern bei ihrem Wassersport zuschauen und sich dazu von der Sonne bräunen lassen. Und wer selbst das Ruder in die Hand nimmt und sich dabei auf dem Wasser einen Bärenhunger holt, bekommt diesen bei Loretta mit Deftigem vom Grill gestillt. Und zu Steaks und Bratwürsten schmeckt nun mal ein kühles Blondes am besten. Das hat einen Preis, der es auch Gästen mit nicht so prallgefülltem Geldbeutel erlaubt, nach dem Essen noch ein zweites Bierchen zu bestellen. Die Gefahr, dass dann der Nachwuchs quengelt, ist gering: Schließlich verfügt Loretta über einen eigenen Spielplatz. Und Tischtennis spielen kann man auch.

Doch sollte sich ein jeder Biergarten-Fan ranhalten, denn die "Verwertungsgesellschaft ehemaliger Bahnliegenschaften" hat das Loretta-Grundstück verkauft, und der neue Besitzer kündigte den Betreibern bis zum 30. September. Das bedeutet im Klartext, dass nun nach 27 Jahren eine Ära zu Ende gehen wird. Wer von hier also noch einmal die Aussicht über den Wannsee genießen möchte, sollte diese letzte Loretta-Saison unbedingt nutzen.

Loretta am Wannsee, Kronprinzessinnenweg 260, geöffnet täglich ab 10 Uhr, bis open end

Bunt gemischt: Café am Neuen See

Inmitten der pulsierenden Hauptstadt ist das Café am See der Ort schlechthin für ein erholsames Päuschen. Hier treffen sich gut situierte Schlipsträger, die ihre Dienstbesprechung kurzerhand an den angehmsten Ort in der Nähe ihres Büros oder ihrer Kanzlei verlegt haben, ebenso wie vom Besichtigungsprogramm erschöpfte Touristen oder Romantiker, die von hier aus zu einer kleinen Bootstour mit der oder dem Liebsten aufbrechen wollen. Wenn auch mehr als 1000 Plätze zur Verfügung stehen: Bei gutem Wetter ist es nicht leicht, einen davon mit Blick auf See und Kastanien zu ergattern - kein Wunder, wo sonst kann man direkt am See sein Feierabendbierchen vom Fass, Leberkäse und Brez'n genießen und dabei noch so viel mitkriegen vom hauptstädtischen Treiben.

Café am Neuen See, Lichtensteinallee 2, geöffnet täglich ab 10 Uhr

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Schleusenkrug

Treffpunkt: Schleusenkrug

Nur fünf Minuten vom Bahnhof Zoo entfernt, ist der Schleusenkrug der ideale Treffpunkt - egal, aus welcher Ecke Berlins diejenigen, die hier den Abend miteinander verbringen möchten, kommen. Bei der Anreise mit der Regionalbahn aus Richtung Friedrichstraße lässt sich sogar schon aus dem Zug heraus ein entsprechendes Plätzchen - sofern denn von den rund 500 überhaupt noch eines frei ist - in Augenschein nehmen, braust die Bahn doch in unmittelbarer Nähe oberhalb des Schleusenkruges vorbei. Neben dem Schienenverkehr spielt sich auch der Verkehr zu Wasser direkt vor dem seit 1954 zur Institution herangereiften Bierlokal ab. Denn wie der Name Schleusenkrug schon verrät: Die Schenke liegt an der Tiergartenschleuse des Landwehrkanals. In regelmäßigen Abständen werden die Passagiere auf den Fahrgastschiffen an den Biergartengästen vorbeigeschleust. Schon ein Grund, warum es dort nie langweilig wird. Und weil kaum ein Biergartenfreund an den knackigen Neulandwürstchen, den gewürzten Schweinswürstchen mit Rosmarin und Lavendel oder den Lamm-Rind-Würstchen vorbei kommt, brutzelt der Grill zwischen 16 und 23 Uhr auf Hochtouren. Die bei Torte, Grillfleisch oder exotischen Gerichten angefutterten Kalorien können auf dem hauseigenen Bouleplatz gleich wieder abtrainiert werden - für die nächste Schlemmerrunde.

Schleusenkrug, Müller-Breslau-Straße, geöffnet täglich von 10 Uhr bis 1 Uhr, www.schleusenkrug.de

Touristisch: das Opernpalais

Wenn sich das touristische Pflichtprogramm dem Ende zuneigt, wenn Brandenburger Tor und Ruine des Palastes der Republik auf die Platte gebannt sind, der Pei-Bau des Deutschen Historischen Museums bewundert und die Souvenirläden durchstöbert sind - kurz: wenn die Linden schon einmal hin und einmal retour "abgearbeitet" sind, dann ist spätestens der Zeitpunkt für eine Einkehr im Biergarten des Opernpalais gekommen, wo 500 beschirmte und daher auch meist sonnengeschützte Plätze warten. Dank der recht üppigen Speisekarte fällt es nicht zu schwer, etwas Schmackhaftes zu finden. Dass die Preise fast ebenso üppig sind, stört denjenigen, der seit Stunden auf den Beinen ist, vermutlich nicht mehr.

Wer nach einem Bier oder Cocktail auf der Terrasse noch Appetit auf ein Törtchen bekommt, sollte nicht den Weg ins Innere des Gebäudes scheuen. Immerhin können Freunde von Baiser und Streuseln am extra-langen Kuchenbuffet aus ca. 50 Sorten wählen. Die Bedienung ist für hauptstädtische Verhältnisse freundlich. Der Gast dürfte Berlin nicht in allzu schlechter Erinnerung behalten.

Opernpalais, Unter den Linden 5, geöffnet täglich von 8 bis 24 Uhr, www.opernpalais.de

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Hoppetosse

Auf dem Wasser: die Hoppetosse

Berlin ist eben vielseitig - und hat reichlich Wasser. Deswegen lässt sich nicht nur am, sondern auch auf dem Wasser ein Bierchen und natürlich auch ein Cocktail genießen. Wer dabei auch die entsprechende Aussicht genießen möchte, ist auf dem Oberdeck des Partyschiffs Hoppetosse an der richtigen Adresse: Auf der einen Seite bildet der Fernsehturm hinter der Oberbaumbrücke die Kulisse, auf der anderen Seite lässt sich das zur Landung auf Treptower Territorium beziehungsweise Wasser ansetzende Wasserflugzeug beobachten. Und in direkter Nachbarschaft ziehen Wasserratten in den Fluten des Badeschiffes ihre Bahnen.

Tipp: Auch wenn abends die Partymäuse im Mittel- und Unterdeck die Balken zum Biegen bringen, gehört der Blick von der im Mondlicht beschienenen Schiffsterrasse eindeutig in die Kategorie mega-romantisch.

Hoppetosse, Eichenstraße 4, geöffnet dienstags bis freitags ab 12 Uhr, samstags ab 14 Uhr, sonn- und feiertags ab 11 Uhr, www.arena-berlin.de/hoppetosse

Besonderes Bier: Eschenbräu

Was dem Zollpackhof die alte Kastanie, ist dem Eschenbräu die dicke Eiche. Die steht inmitten des gemütlichen Biergartens, in dem sich ganz besonderes Bier genießen lässt - Eschenbräu-Pils, Eschenbräu-Dunkel oder Eschenbräu-Weizen. Denn das Eschenbräu ist nicht nur ein Biergarten, sondern eine kleine, aber feine Brauerei. Vielfach sind es Studenten, die sich dort an lauen Sommerabenden zum Umtrunk nach dem Seminar treffen. Ungewöhnlich für den Wedding? Mitnichten. Schließlich ist im früheren Arbeiterbezirk die FHTW beheimatet, und die TU ist auch nicht weit. Und selbst Gesundheitsapostel dürften gegen das unfiltrierte, von Martin Eschenbrenner selbst gebraute Pils, Dunkel, Weizen und Saisonbier wie "Roter Wedding", "Schwarze Molle" oder "Alter Schwede" nichts einzuwenden haben, sind diese doch viel vitaminhaltiger als die üblichen, filtrierten Hopfen- und Malztröpfchen.

Eschenbräu, Triftstraße 67, geöffnet täglich ab 17 Uhr; www.eschenbraeu.de

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Brachvogel

Mitten im Kiez: Brachvogel

Heute bleibt die Küche kalt, heut' geh'n wir - zu Brachvogel. Das denken sich regelmäßig die Anwohner aus dem benachbarten Kiez und bevölkern schon zur Mittagszeit den Biergarten des Lokals. Die Auswahl an mediterranen Spezialitäten ist gut, die Speisen - ob die nur im Sommer angebotene Pizza oder Pasta und Salat - sind schmackhaft, die Bedienung ist unkompliziert - eben so, wie man es sich wünscht. Kein Wunder, dass es manchmal gar nicht so einfach ist, noch ein freies Plätzchen zu ergattern. Zumal auch das Ambiente ansprechend ist. Auf dem Landwehrkanal ziehen die Fahrgastschiffe vorbei, Hundebesitzer führen ihre Vierbeiner auf den Kieswegen entlang des Kanals aus, Vögel zwitschern in den rauschenden Pappeln - die Idylle des Stadtlebens. Gerade Familien haben den Brachvogel längst für sich entdeckt, denn während "U 10" auf dem Abenteuerspielplatz den neuesten Indianerstreifen nachspielen kann, können ältere Semester sich beim Schwingen der Minigolfschläger einmal wie Bernhard Langer ohne Basecap fühlen. Und wer schon ab mittags ein Bierchen heben will, kann als Grundlage auf den günstigen Business-Lunch bestellen.

Brachvogel, Carl-Herz-Ufer 34, geöffnet täglich ab 9 Uhr bis open end, behindertengerecht; www.brachvogel-berlin.de

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Villa Rixdorf

Mitten im Dorf: Villa Rixdorf

Auch wenn man gemeinhin Neukölln eher mit Adjektiven wie gefährlich oder prollig umschreibt, so gibt gibt es auch noch einen Teil von Neukölln, der mit dem Begriff "dörflich" ganz trefflich charakterisiert ist: Rixdorf. Und ebenda, in der Gegend rund um den Richardplatz, befindet sich die Villa Rixdorf. Mit Stuck und Kronleuchtern an der Decke erinnert das Restaurant an längst vergangene Zeiten, als Rixdorf noch j.w.d. war. Vorm Haus lädt ein Weingarten zum Verweilen ein, hinterm Haus ein gemütlicher Biergarten. Auf rustikalen Holzbänken schmeckt hier nicht nur das Bier, sondern auch die - nach eigenen Angaben der Macher - größte Pizza von Berlin. Dabei schaut Marilyn Monroe (als gigantisches Gemälde) ebenso zu wie Paracelsus (als marmorne Büste), der vor einem mit Goldfischen gefüllten Badezuber platziert ist. Ein Kremser steht im überdachten Teil des Hofes, historische Emaille-Schilder an der Backsteinwand werben für Bier, Feuerversicherungen und Advokatendienste.

Villa Rixdorf, Richardplatz 6, geöffnet montags bis samstags von 11 Uhr bis 1 Uhr, sonntags 11 Uhr bis 1 Uhr, www.villa-rixdorf.com

Anziehend: Café Schönbrunn

Einige Beobachter der Berliner Biergartenszene behaupten: Was den Wessis der Schleusenkrug, ist den Ossis das Café Schönbrunn. Idyllisch im Volkspark Friedrichshain gelegen, hat es auf die Kiezbewohner aus Friedrichshain und dem benachbarten Prenzlberg, die größtenteils in den klassischen Mietskasernen ohne Balkon vor sich hin schwitzen, eine geradezu magische Anziehungskraft - und zwar unabhängig von gesellschaftlicher Schicht oder Lebensweise. WG-erfahrene Studenten schätzen die Kombination aus Café, Biergarten und Lounge ebenso wie klassische Kleinfamilien. Mittlerweile ist das Café Schönbrunn nicht mehr nur ein gemütlicher Treff bei Kaffee und Kuchen, sondern auch Magnet für Liebhaber der österreichisch-mediterranen gehobenen Küche.

Café Schönbrunn, Am Schwanenteich im Volkspark Friedrichshain, geöffnet täglich von 10 Uhr bis 24 Uhr, behindertengerecht, www.schoenbrunn.net

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Zenner

Familienfreundlich: Zenner

Zu Beginn des vorigen Jahrhunderts zogen Familien nach Treptow, um Kaffee zu kochen. Heute kommen sie, um Kaffee zu trinken. Der Biergarten Zenner ist nicht nur eines der größten Gartenlokale Berlins (rund 1.500 Plätze), er ist ein Treffpunkt der Generationen. Manche Gäste sind erst zwei, andere schon 92 Jahre alt. Die Jüngsten tollen auf der Tanzfläche umher, die Ältesten genießen den Blick von der Terrasse über die Köpfe der anderen Besucher hinweg auf die Halbinsel Stralau. Die Getränkepreise sind moderat - und so schlürft hier vielleicht noch so mancher schnell eine Molle, bevor er vom Schiffsanleger auf den Dampfer steigt. Auch wenn das traditionelle Grillbuffet jeden Mittwoch leider der Vergangenheit angehört, ist hier freitags nach wie vor noch große Partynight - immer mit speziellen Themen-Schwerpunkten. Wer bei Live-Musik sein Frühstücksei köpfen und in ein knackiges Brötchen beißen möchte, sollte am Sonntag ab 10 Uhr zum großen Brunch vorbeischauen.

Zenner, Alt-Treptow 14-17, Kleiner Biergarten täglich ab 11 Uhr, Großer Biergarten ab 14 Uhr geöffnet, sonnabends und sonntags ab 10 Uhr, jeweils open end; www.eierschale-zenner.de


Zuletzt aktualisiert: 14.07.2011 · Fotos: Kjosk