Urlaubsgefühle mitten in der Metropole: Mit feinem Sand bieten Berlins Strandbars Inseln der Entspannung inmitten des hauptstädtischen Häusermeers. Auch in diesem Jahr wieder kann man Karibikstimmung an den unterschiedlichsten Orten der Hauptstadt aufkommen lassen, wie zum Beispiel im Deck 5 auf dem Parkhausdach der Schönhauser Allee Arcaden. Unser Strandbar-Führer.

Deck 5.
Mit Weitsicht: Deck 5
Die entsprechende Werbung sucht man in den "Allee Arcaden" vergebens. Doch wer im Lift auf den obersten Knopf drückt, versinkt auf dem Freideck des Einkaufszentrums kurz darauf plötzlich im Sand. Statt der fahrenden Untersätze der Shopping-Gemeinde "parken" dort Liegestühle, gemütliche Barmöbel und Biergarnituren. Und schnell wird klar, warum das Deck 5 den Untertitel "Cityview Sunsetbar" trägt: 14 Kirchen, das Friedrich-Ludwig-Jahn-Stadion, der Dom, der Fernsehturm und der Sonnenuntergang über dem Mauerpark - all das ist vom Freideck im 7. Geschoss der Arcaden aus zu sehen.
Auch wenn ein Einbahnstraßenschild daran erinnert, dass man sich an einem ursprünglich für einen anderen Zweck eingerichteten Ort befindet: Die Berliner Skyline vor Augen, einen - übrigens recht ansprechend vom freundlichen Personal gemixten - Cocktail in der Hand und 80 Tonnen Sand unter den Füßen, lässt es sich hier ganz schnell vom Einkaufsstress ein paar Etagen tiefer entspannen. Und wenn in den Arcaden längst die Lichter gelöscht sind, ist in Berlins höchster Strandbar noch lange nicht Schluss: Der Seiteneingang an der Greifenhagener Straße bleibt bis 24 Uhr geöffnet - wer die Treppen bis ins Deck 5 erklommen hat, hat sich ein erfrischendes Getränk dann aber auch redlich verdient.
Deck 5, Schönhauser Allee 80, Parkhaus der Schönhauser Allee Arcaden, geöffnet täglich von 10 bis 24 Uhr; www.freiluft-rebellen.de/deck-5

Beach Park 61.
Sportlich: Beach Park 61
Wer im Beach Park 61 auf dem Gleisdreick-Areal hinter dem Technikmuseum vorbeischaut, weiß, welcher Sport in Berlin jeden Sommer aufs Neue der angesagteste ist: Beachvolleyball. Keine Frage. Die 30 Open-Air-Beachvolleyball-Plätze werden fast ständig bespielt und das auch noch zu vorgerückter Stunde. Sorgen, dass man den Gegner im schummrigen Licht der Abenddämmerung nicht mehr richtig erkennt, muss hier niemand haben: Bis 24 Uhr sorgen mehrere mit Flutlicht bestrahlte Courts für beste Sicht auf Ball und Spieler. Und selbst wer dem Volleyballspiel nicht so viel abgewinnen kann, dürfte sich im Beach Park 61 nicht fehl am Platze fühlen. Bei Grillfleisch, Fackeln und Lagerfeuer kommen hier auch diejenigen auf ihre Kosten, die noch immer den Zeiten jugendlicher Zeltlager nachtrauern.
Beach Park 61, Zugang mit Fahrzeugen über die Yorkstraße 35 und für Fußgänger über die Bülowstraße 68, geöffnet montags bis freitags ab 14 Uhr, samstags und sonntags ab 10 Uhr, jeweils bis open end; www.beach61.de

Standbar Mitte.
Foto: Bernd Schönberger
Der Klassiker: Strandbar Mitte
Sie ist die Mutter der Berliner Strandbars: die Strandbar im Monbijoupark in Mitte. Direkt am Ufer der Spree gelegen, lädt sie inzwischen im achten Jahr zum Cocktailgenuss ein. Allerdings muss hier der Begriff �Strandbar� mittlerweile neu definiert werden, denn feinen Sand, in dem es sich so herrlich mit den nackten Zehen herumbohren lässt, sucht man leider vergebens. Der musste der Neugestaltung des Monbijouparks weichen. Dennoch dürfte außer Frage stehen, dass sich die Plätze in der Strandbar Mitte auch weiterhin immer artig füllen werden.
Dafür sorgen allein schon die unzähligen Touristen, die sich zum Caipirinha die Sonne auf den Nacken brennen lassen und vermutlich auch mit festerem Boden unter den Füßen zufrieden sind. Einer der Gründe, warum gerade Touris hier auftanken: Sie stolpern auf ihrer klassischen City-Tour geradezu über diese Bar. Zweites Argument ist zweifelsohne die Aussicht: Direkt vis a vis der Museumsinsel gelegen, bietet sich ein herrlicher Blick aufs Bodemuseum.
Die im Minutentakt auf der Spree vorbeituckernden Fahrgastschiffe lassen leichte Wellen an die Kaimauer schwappen - ein Geräusch, das mit etwas gutem Willen und geschlossenen Augen Assoziationen an eine leichte Meeresbrise weckt. Allerdings geben einem die von den Schiffen herüberwinkenden Touristen schon ein wenig das Gefühl, auf dem Präsentierteller zu sitzen.
Strandbar Mitte, Monbijoustraße 3, geöffnet täglich ab 10 Uhr; www.strandbar-mitte.de

Playa Paradiso.
Der Klassiker II: Playa Paradiso
Man könnte die Strandbar in Charlottenburg fast das West-Berliner Pendant zur Strandbar Mitte nennen: Auch die Playa Paradiso ist direkt an der Spree gelegen. Wer mag, kann vom Liegestuhl aus den Touristen auf den Ausflugsdampfern den ganzen Tag über zuwinken. Ein lauschiges Plätzchen für ein gemütliches Stündchen zu zweit darf man hier allerdings nicht verlangen - die Playa Paradiso ist für viele Strandfans einfach so paradiesisch, dass sich die Plätze auf den über 2000m² sofort füllen, sobald ein paar Sonnenstrahlen am Himmel einen schönen Tag erwarten lassen. Kein Wunder auch deshalb, weil die meisten Strandbars doch eher im Ostteil der Stadt angesiedelt sind. Und nicht jeder Bewohner der City-West möchte schließlich erst mit Bahn oder Auto an den Strand fahren müssen. Was gerade am Wochenende die Besucher schon am späten Vormittag zum Paradies-Strand zieht: Es muss niemand Hunger leiden. Fast-Food-Gourmets bekommen bei den angebotenen Burgern ein breites Grinsen übers ganze Gesicht, Freunde asiatischer Kochkunst haben die Wahl zwischen diversen schmackhaften Nudelgerichten und auch der ofenfrische Flammkuchen ist nicht zu verachten.
Playa Paradiso, Goslarer Ufer 1-5, geöffnet montags bis freitags von 12 bis 24 Uhr, samstags und sonntags bereits ab 10 Uhr; www.paradiso-beach.de

Capital Beach.
Hauptstädtisch: Capital Beach
Bescheiden sind die Betreiber des "Capital Beach" nicht: In ihrer Werbung bezeichnen sie ihre Bar schlicht und einfach als den "Hauptstadt-Strand". Naja, bei der Lage können sie es sich aber auch leisten. Die Bar empfängt ihre Gäste an der Spree mit direktem Blick auf den Hauptbahnhof - von dem aus auch reichlich Besucher über die Fußgängerbrücke an den "grünen" Strand gespült werden. Denn Sand sucht man am Capital Beach vergebens. Wie es sich für die Hauptstadt-Strandbar gehört, sind die Liegestühle auf dem Untergrund aufgestellt, der typisch ist für das Ufer der Spree: auf einer Grasfläche. Diese ist zwar in diesem Fall künstlich angelegt, das Gras ist sorgsam gesäter Rasen. Aber stimmig ist das Ambiente schon - der Palmen auf den hölzernen Barplanken hätte es da gar nicht bedurft.
Dem stressigen Stadtalltag entfliehen kann man am Capital Beach mit über 60 verschiedenen Cocktails - die übrigens auch an den für das Bar-Personal überaus stressigen Wochenenden, wenn jeder Liegestuhl und jeder Strandkorb besetzt sind, recht gut gemixt werden. Und weil Alkoholgenuss Hunger nach sich zieht, ist auch bei der festen Nahrung für jeden Geschmack etwas dabei - von Baguettes über Backkartoffeln bis hin zu Flammkuchen und einem Fingerfood-Mix reicht die Palette.
Ständig wechselnde Veranstaltungen sorgen zudem für jede Menge Action am Strand. Und wer unsicher wird, ob überhaupt noch ein freier Liegestuhl zu ergattern ist, der kann - sofern es die Technik des Capital Beach in diesem Jahr zulässt - zu Hause in seinen Rechner schauen, sich über die Webcam ein Bild von der aktuellen Platzsituation machen - und dann ganz rasch loslaufen.
Capital Beach, Ludwig-Erhard-Ufer, geöffnet täglich ab 10 Uhr; www.capital-beach.eu

Oststrand.
Locker: Oststrand
Eine Bar im Sand, davor aufgereiht einfache Biergarnituren, die Spree hinter Strauchwerk versteckt. Auf den ersten Blick hat der Oststrand nichts Aufregendes. Die Besonderheit offenbart sich auf den zweiten Blick: Zwischen den Sträuchern hindurch geht's hinab zu einem auf der Spree vor Anker liegenden Lastkahn. Das Deck komplett mir hölzernen Planken bedeckt, ist eine ebene Fläche geschaffen worden, die auch in der Dunkelheit trittsicheres und problemloses Erreichen der Sitzplätze ermöglicht. Zwei in ihrer Größe beeindruckende Original-Anker zieren das Deck.
Allerdings hat der Oststrand heftige Konkurrenz bekommen, denn direkt nebenan wartet auch das �Strandgut� mit seinen geöffneten Pforten. Und das - so muss man es leider neidlos anerkennen - hat sich inzwischen zu einer Mega-Bar gemausert. Da dürfte es wohl auf eine Grundsatzentscheidung hinauslaufen, ob man sich eher in einen stylishen Open-Air-Club wie dem Strandgut unters Partyvolk mischen möchte, oder es ganz entspannt und unaufgeregt mag wie auf dem Oststrand - mit einem Bier in der Hand und dem Blick vom Liegestuhl aus in Richtung Sternenhimmel gewandt. Im Juli kommen dort auch Sportfans auf ihre Kosten - bei der alljährlichen Völkerball-WM.
Oststrand, Mühlenstraße 24-26, täglich ab 10 Uhr geöffnet; www.oststrand.de

Strandgut.
Angeschwemmt: Strandgut
Neue Ufer haben Alexis Kalpakidis, Azar Moorad und Vladislav Bejder 2007 betreten: Mit dem Strandgut setzen sie auf Club-Feeling unter freiem Himmel. Im Strandgut sind deswegen auch weiße Ledergarnituren nach bester Bar-Manier �angeschwemmt� worden. Dazu gibt es mit Basthimmeln überspannte Liegebetten - von denen aus sich das bunte Treiben im Open-Air-Club hervorragend beobachten lässt. Von hier aus hat man auch den besten Blick auf die Tanzflächen, an denen sich DJs um die passenden Soundlandschaften kümmern.
Nach so manchem Sonnenuntergang sorgen dann auch wechselnde Berliner Veranstalter mit diversen Partys für lange Sommernächte. Um den Erlebnischarakter aber noch weiter zu steigern, hat sich das Strandgutteam dafür entschieden, seine Veranstaltungsfläche von über 4.300 quadratmetern Größe aufzuteilen, sodass nun knapp die Hälfte davon als Biergarten fungieren darf. Ansonsten trifft man aber auch weiterhin auf eine sehr ansprechende Zeltlandschaft, in der leckere Cocktails an drei zu Bars umgebauten Überseecontainern serviert werden.
Und weil ein guter Drink hungrig macht, haben die Strandgut-Gastronomen die kulinarische Verantwortung in die Hände der Pasta-Spezialisten von der Kochbox aus der Kulturbrauerei gelegt. Die verwöhnen die Besucher mit Spezialitäten vom Grill, Flammkuchen und Salaten.
Strandgut Berlin, Mühlenstraße 61-63, geöffnet täglich ab 10 Uhr; www.strandgut-berlin.com

Yaam.
Karibisch: Yaam
Nach dem Weg zum Yaam fragend, kann so Mancher noch immer auf dem Areal der Arena in der Eichenstraße landen. Dort - direkt vis à vis dem Partyschiff "Hoppetosse" - war das Yaam lange beheimatet. 2006 wechselte die Location auf die andere Seite der Spree über. Statt auf hartem Beton kann hier auf sandigem Untergrund Sport getrieben werden: Volleyball-, Basketball- und Fußballfelder laden dazu ein, den vom Winter geschwächten Body wieder in Form zu bringen. Dass im Yaam auffallend häufig Zeitgenossen mit in Bob-Marley-Manier gestyltem Haarschopf anzutreffen sind, liegt nicht nur daran, dass die Jamaica-Fans hier die typischen karibischen Getränke genießen können. Die Dreadlock-Fraktion kommt speziell wegen der oft auch live-dargebotenen Reggae-Klänge - ein Markenzeichen des Yaam.
Yaam, Stralauer Platz 35, täglich 13 bis 24 Uhr (oder auch länger) geöffnet; www.yaam.de
Badeschiff.
Schwimmend: das Badeschiff
Schwimmen in der Spree? Nein, danke. Schwimmen auf der Spree? Ja, gern. Die Zeiten sind wohl ein für alle Mal vorbei, als unsere Großeltern in Ermangelung von Alternativen in die Fluten des zentralen Berliner Stadtflusses sprangen. Zu gefährlich, zu dreckig - so die Hauptargumente gegen diese Art des Badevergnügens, von den meist unwirtlichen Temperaturen der Spree mal ganz abgesehen. Wie viel angenehmer ist es da doch, in das mit 26 Grad angenehm-temperierte Nass des vor der Arena in Treptow ankernden Badeschiffes zu gleiten und im herrlich klaren Wasser seine Bahnen zu ziehen. Gut, dass die Betreiber des Badeschiffes auch wissen, dass Sportler oft Frühaufsteher sind: Schon ab 8 Uhr früh ist Abtauchen im Badeschiff angesagt.
Wenn auch der Pool auf der Spree keine olympischen Ausmaße hat, so ist er mit seinen 32 Metern Länge und gut acht Metern Breite für ein erfrischendes Bad als willkommene Unterbrechung des Sonnenbades durchaus hinreichend. Dass beim Sonnenbad nach dem Schwimmen zwar die Haut, nicht aber die Kehle trocknet, dafür wird an der Bar gesorgt. Und wer eigentlich nur auf einen Cocktail oder ein Bier vorbeigekommen ist, dann aber doch lieber erst eine Runde schwimmen möchte, kann die notwendige Badebekleidung gleich vor Ort erwerben.
Unterm Strich: ein cooles Schwimmbad mit Panoramablick und Szeneanschluss. Der Eintritt kostet 4,- Euro.
Badeschiff, Eichenstraße 4, täglich geöffnet ab 8 Uhr bis open end, Badebetrieb von 8 bis 24 Uhr (je nach Wetterlage); www.badeschiff.de

Bundespressestrand.
Wandlungsfähig: der Bundespressestrand
Dieser Strand ist schon oft umgezogen. Vom aktuellen Quartier oberhalb der Spree kann man die auf dem Fluss vorbeischippernden Ausflugsdampfer zwar nicht mehr sehen, dafür aber ersatzweise den Passagieren anderer Verkehrsmittel zuwinken: der Bahnen, die zwischen Bahnhof Friedrichstraße und Hauptbahnhof vorbeirauschen.
2006 um einen "gläsernen" Pavillon bereichert, wirbt der Bundespressestrand mit seiner Vielseitigkeit: ein 5.000 Quadratmeter großes Veranstaltungsgelände mit Blick auf Reichstag, Kanzleramt und Hauptbahnhof soll dafür sorgen, dass die Location nicht nur für das individuelle Sonnenbad, sondern auch für Pressefrühstück oder Firmenumtrunk genutzt wird.
Um angesichts der wachsenden Konkurrenz auch auf die entsprechenden Besucherzahlen zu kommen, setzt man auf Programmvielfalt: jeweils mittwochs gibt es eine Mambo-Beach-Party mit Salsakurs, sonntags dann Family-Salsa - ebenfalls mit Tanzkurs - und donnerstags einen After-Work-Business-Club am Abend. Kinder sind in der Spiel-Arche bestens aufgehoben. Und sportbegeisterte Besucher des Bundespressestrandes können Beach-Volleyball, Beach-Soccer oder auch Beachminton spielen.
Bundespressestrand, Kapelle-Ufer 1, täglich ab 10 Uhr geöffnet; www.bundespressestrand.de

Oranke Orange.
Auf dem Trockenen: Oranke Orange
Warum sollte es einen Strand eigentlich nur am Wasser geben? Das Oranke Orange - als Ergänzung oder Gegenstück zum Oranke am See - beweist, dass eine Strandbar auch erfolgreich betrieben werden kann, wenn dem Strand kein Wasser vorgelagert ist. Der herrlich weiße und feine Ostsee-Sandstrand und die entsprechende Möblierung - Strandkörbe eben - lassen auch hier inmitten der Ost-Berliner Häuserschluchten schnell die richtige Strandatmosphäre aufkommen. Dass das "Trockendock" Oranke Orange über Mangel an Kundschaft nicht klagen kann, mag auch an den moderaten Preisen liegen, zu denen Cocktails, kleinere Snacks und klassisches Fast Food angeboten werden.
Oranke Orange, Karl-Marx-Allee 93, geöffnet montags bis samstags von 16 bis ca. 24 Uhr, sonn- und feiertags bereits ab 14 Uhr; www.oranke-am-see.de

Sommerwelt.
Mit Wüstenflair: Die Sommerwelt
Urlaubsfeeling mitten in Berlin stellt sich auch in der Sommerwelt direkt neben dem Musical-Theater am Piano-See auf dem Potsdamer Platz ein - wenn auch ohne Sandstrand. Auf dem "Piano-Deck" bewegt man sich wie auf einem Luxus-Liner auf festen Holzplanken und kann die Sonne in Liegestühlen, Strandkörben und auf Teakholz-Sitzgruppen genießen.
Für den nötigen sommerlich-warmen Wüstenflair sorgt hier ein echtes Beduinenzelt, in dem man sich auf orientalischen Kissen niederlassen und zu fruchtiger Wasserpfeife entspannen kann. Neben coolen Drinks und leckerem Essen wird es diese Saison eventuell auch wieder die eine oder andere Veranstaltung zu sehen geben. Zu den Zuschauern werden dann wohl erneut die Ukeleien, Plötzen, Rotfedern und Armurkarpfen zählen, die im Piano-See ihr Zuhause haben.
Sommerwelt am Potsdamer Platz, täglich von 10 bis ca. 24 Uhr geöffnet, je nach Wetterlage; www.sommerwelt-berlin.de

Kiki Blofeld.
Gemütlich: Kiki Blofeld
Unter dem Motto "Bootsclub und Freiluftkultur in Berlin" wirbt das Kiki Blofeld um Gäste. Dabei ist die Tatsache, dass Kiki über einen Bootsanleger verfügt, für die Beliebtheit dieser Strandbar eher zweitrangig. Was das Kiki Blofeld - gegenüber dem Oststrand, auf der Kreuzberger Seite der Spree - ausmacht, ist seine eher ungewöhnliche Möblierung. Platzieren kann man sich hier nämlich auf gemütlichen Sesseln und Sofas aus Grashügeln. Kronleuchter in den Zweigen sorgen zudem nicht nur für Durchblick, sondern tragen dazu bei, dass sich das ersehnte Wohlfühlgefühl schnell einstellt. An Sportfans ist ebenfalls gedacht: Beschattet von kräftigen Bäumen lässt sich bei einer Partie Billard vortrefflich der Feierabend einläuten.
Wer noch nie da war, hat sich seinen Feierabend allerdings auch redlich verdient, wenn er das Kiki gefunden hat. Um durstigen Strand-Jüngern die Suche zu verkürzen: Links von der Nr. 48/49 der Köpenicker Straße geht's gerade durch, dann nach rechts in Richtung Strand. Und für Spreekapitäne: Vom Wasser aus befindet sich die Location an Spreekilometer 19, linkes Ufer.
Kiki Blofeld, Köpenicker Straße 48/49, montags bis sonntags ab 14 Uhr geöffnet, samstags und sonntags bei schönem Wetter bereits ab 12 Uhr; www.kikiblofeld.de

Schönwetter.
Nomen est omen: Schönwetter
Abhängen bei Sonne, sommerlichen Sounds und Skywatching. Das bietet die Strandbar "Schönwetter" in unmittelbarer Nähe des Mauerparks zwischen Prenzlauer Berg und Wedding nun bereits im sechsten Jahr. Und weil sich der wolkenlose sommerliche Himmel tagsüber am besten im Mauerpark selbst betrachten lässt, öffnet das Schönwetter meist auch erst um 18 Uhr. Dann allerdings wird's für diejenigen, die den ganzen Tag über im Park Federball gespielt oder auf dem Rasen gelegen haben, so richtig gemütlich.
Neben den klassischen Biergarnituren verfügt das "Schönwetter" nämlich über eine ganze Reihe bequemer Sonnenliegen (Holz mit dicker baumwollummantelter Schaumstoffauflage). Hier können - durch weiß-gestrichenen Lattenzaun von der Umwelt abgeschirmt - zu entspannenden Elektroklängen leckere Cocktails geschlürft, aber auch Spezialitäten vom Grill verzehrt werden. Unter dem Motto "Grill'n'Chill" stellt das Schönwetter-Team nach Voranmeldung für Gruppen leckere Grillbuffets zusammen - beispielsweise portugiesische Knoblauchhähnchen in Piripiri-Marinade.
Wem aber einfach nach einem Nackensteak oder einer Bratwurst vom Grill gelüstet, der kann sein Grillfleisch mitbringen und selbst auf dem bareigenen Grill garen. Sollte das Wetter trotz des schon fast als Beschwörungsformel zu verstehenden Namens der Bar mal nicht mitspielen, muss niemand nach Hause gehen: Eine Indoor-Location bietet Platz für 120 Gäste - gestapelt oder hochkant, aber es ist ja auch nur für den Wetter-Notfall.
Schönwetter, Bernauer Str. 63, 10435 Berlin; www.schoenwetter-berlin.de