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Eine Woche keinen Fuß vor die Tür setzen – ohne dass es einem an irgendetwas mangelt: Geht das? Unsere Autorin Katrin Starke hat den Selbsttest gewagt und sich beliefern lassen. Vom Frühstück bis zur mobilen Massage. Hier lesen Sie ihren Erfahrungsbericht zur Massage im eigenen Wohnzimmer

Bild vergrößernDaniel Haerle

Entspannung mitten im eigenen Wohnzimmer: Daniel Härle von den Hauptstadt-Masseuren im Einsatz.

Stundenlang habe ich gestern noch am Computer gesessen, ein paar Texte mussten geschrieben werden. Die Beiträge sind zwar fertig – ich aber auch. Besonders mein Rücken. Eine Massage wäre jetzt genau das Richtige. Bis ich die vom Arzt verschrieben bekommen hab', gehe ich am Stock. Da greife ich lieber selber in die Tasche.

Mobile Massage


Rebalance
Daniel Härle
Rudolf-Grosse-Str. 7
10318 Berlin
www.rebalance-massage-berlin.de
Tel.: 346 522 78
mobil: 0173/257 21 94

Ich habe Glück: Heute Abend ist noch ein Termin frei

Ein Bekannter hatte mir kürzlich von den Hauptstadt-Masseuren erzählt, die in seine Firma gekommen sind, um die Büroinsassen zu massieren. "Die kommen auch zu dir nach Hause", hatte er gesagt und mir die Internet-Adresse auf einen Zettel geschrieben. Denn nicht zum ersten Mal hatte ich ihm mein Leid geklagt. "Total verspannt, dadurch gereizt, überhaupt nicht mehr leistungsfähig."

Jetzt war endgültig der Zeitpunkt gekommen, die Nummer von "Rebalance" zu wählen. Ich habe Glück: Daniel Härle, Chef der Hauptstadt-Masseure, hat für den Abend noch einen Termin frei. Ich buche eine Teilkörpermassage. Die dauert 30 Minuten und umfasst den gesamten Rücken von der Lendenwirbelsäule bis zum Nacken. Pünktlich zum vereinbarten Termin klingelt es an der Haustür.

Meditative Klänge und Diskretion

Der junge Mann mit der weißen Hose und dem lindgrünen T-Shirt muss sich mir nicht vorstellen: Das Firmenlogo auf seinem Shirt ist unübersehbar, und in der riesigen Tasche kann sich nur die klappbare Massagebank befinden. Die baut er mit wenigen Handgriffen wunschgemäß mitten in meinem Wohnzimmer auf.

Härle hat alles mitgebracht, was für eine gute und entspannende Massage nötig ist. Handtücher, damit Kopf und Körper gut auf der Bank liegen. Massageöl. Einen handlichen Lautsprecher für sein iPhone. Alles soll zu Hause so sein, wie man es von der Massage im Wellness-Studio kennt – inklusive meditativer Klänge. Diskret tritt der 34-Jährige in den Flur, als ich mein Hemd ausziehe und mich bäuchlings auf die Massage-Bank lege. Härle breitet eine wohlig-warme Decke über Po und Beinen aus und beginnt mit der Massage.

Schnell hat er im Nackenbereich die Punkte ausgemacht, die meine innere Balance stören. Die ersten Minuten bin ich noch ziemlich verkrampft. Schließlich habe ich mich vor einem wildfremden Mann in meinem Wohnzimmer halb ausgezogen. Doch je länger Härle meinen Rücken bearbeitet, um so mehr lässt die Anspannung nach, und ich merke, wie wohlige Schauer mir eine Gänsehaut bereiten.

Nach all den Jahren immer noch aufregend

Seit vier Jahren ist Härle, der 1999 seine Ausbildung zum Masseur abgeschlossen hat, im mobilen Einsatz. Sein Team massiert in Firmen, in Hotels, beim Kunden daheim. Härle selbst hat sich ganz auf die Massage in den eigenen vier Wänden des Entspannung Suchenden spezialisiert und unterdessen viele Stammkunden.

Wenn er zu einem neuen Kunden nach Hause kommt, ist das für ihn auch nach all den Jahren noch aufregend: Was ist das für ein Mensch? Welches Ambiente erwartet mich dort? Will der Kunde bei der Massage etwas erzählen oder eher schweigend genießen? Ob er sich mein Wohnzimmer mit den vielen Bücherregalen und der Quietsche-Enten-Sammlung so vorgestellt hat? Zumindest hat er einen Tipp für mich parat, wo ich noch mehr dieser lustigen Gummitiere bekomme.

Kontakt zum Autor: Katrin Starke


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Zuletzt aktualisiert: 18.08.2011 · Fotos: shutterstock/Katrin Starke, Katrin Starke