Stadt & SzeneGut aufgelegtMit dem richtigen DJ steht und fällt eine Party. Das wichtigste dabei: klar über die Musikwünsche sprechen. Wir stellen fünf DJs und ihre Musik vor.
Jede gute Party braucht Musik. Wer als Gastgeber nicht den ganzen Abend selbst am Mischpult stehen und auch keinen vermeintlich musikalischen Freund an den Plattenteller lassen will, engagiert einen Profi. Für ein unvergeßliches Fest muß der Partyveranstalter allerdings einen DJ finden, dessen Musikstil den Gästen gefällt und der sie auf die Tanzfläche zieht. Deshalb sollte bei der Kontaktaufnahme geklärt werden, welche Songs gespielt werden sollen und welche auf keinen Fall. Außerdem sollte abgesprochen werden, ob die Gäste auch Musikwünsche äußern können und wer die Anlage stellt. Die Kosten für private Veranstaltungen reichen von eher symbolischen Preisen um 50 Euro für Partys, von denen sich die DJs selber viel Spaß versprechen, bis zu mehreren hundert Euro pro Abend bei hauptberuflichen Discjockeys. Wichtig: Rechtzeitig klären, wie lange aufgelegt wird und was Extra-Stunden kosten. In Berlin ist das Angebot an DJs, die auch für Privatpartys zu buchen sind, riesig. Zu finden sind sie in den Stadtmagazinen in der Rubrik "Musik", in den Gelben Seiten unter Discjockeys und im Internet: Einfach in einer Suchmaschine "DJ" und "Berlin" eingeben. Kontakt
Guz'n'hower: Soul, Bigbeat, Disco, Ska, House, Pop-Funk, Garage, Latin, Neujazz, DownbeatsDie beiden DJs Peer Wilke und Tom Weinmann, die als Duo unter dem Namen Guz'n'hower arbeiten, orientieren sich mit ihrer Musikauswahl an dem Konzept von Radio Eins, für das sie auch schon auf der "schönen Party" aufgelegt haben. "Wir spielen alles, was die Leute bewegt, eine bunte Mischung, allerdings ohne den Mainstream, der dauernd im Radio läuft", sagt Peer Wilke, der sein Geld auch als PC-Techniker verdient. Sie lieben es "Old School" und bringen deshalb etwa 24 Kilo Vinyl-Platten mit zu den Partys. Musik für Leute zu machen, die tanzen wollen, ist ihre Leidenschaft. Vorausgesetzt, die Vorstellungen liegen nicht zu weit auseinander, beugen sie sich bei der Frage der Musikauswahl dem Konzept des Veranstalters, denn der kennt seine Gäste besser, und letztendlich haben alle das gleiche Ziel: Die Party soll heiß werden. Sie besitzen eine komplette Anlage, die sie bei Bedarf mitbringen. DJ Ipek: Oriental Sounds, Bollywood, aber auch Pop & Chart-Musik
Die 32jährige DJ Ipek Ipekçioglu ist eine prominente Größe in der Berliner Dance- und Oriental-Clubszene. Sie hat ihren ganz eigenen Stil geschaffen, den die Kreuzbergerin "Eklektik Arabesk-konFUSION OrAsia" nennt. Die Musik, die sie auflegt und mixt, ist eine Mischung aus Pop, orientalischen Beats, Bollywood-Bhangra-Indian-Sounds, House, Breakbeats und sogenannten Asian Electronics. Diese Musik spielt und entwickelt die diplomierte Sozialpädagogin ständig weiter, wenn sie z. B. als Resident DJ im legendären SO 36 auftritt. Doch Ipek legt auch bei Privatpartys, Hochzeiten oder Firmen-Veranstaltungen auf. Dann spielt sie nach Absprache auch 70er, 80er oder 90er-Jahre-Musik. Berliner DJs im PortraitDie Dub Flash Crew: Dub und UK Roots Reggae
Chart-Musik und Dancehall legen Ralf Wunderlich und Henning Richter nicht auf. "Wer uns bucht, muss Dub und Reggae hören wollen", betont der 28jährige Ralf Wunderlich. Doch dafür bieten sie Einzigartiges: Sie spielen auch unbekannte Vorab-Veröffentlichungen, sogenannte Dubplate-CDs. Kontakt
DJ Gandalf: Goa, Psychedelic Trance, AmbienteMit 15 Jahren hat Christoph Rosinski das erste Mal auf einer Schulparty aufgelegt, seit 1993 betreibt der 39jährige als DJ Gandalf das Plattenauflegen professionell. Dabei hat er sich zunehmend den elektronischen Beats verschrieben, die Anfang der neunziger Jahre aus dem indischen Strandparty-Mekka Goa nach Berlin importiert wurden. Inzwischen ist Christoph Rosinksi, dem man sonst auch als Taxifahrer begegnen kann, in der Goa-Szene schon so bekannt, daß er auf den ganz großen Open-Air-Events die Musik bestimmt. Trotzdem hat er noch vor jedem Auftritt Lampenfieber, wenn er die etwa 450 CDs für einen Abend auspackt. Für Privatpartys und Firmenevents sucht er aus seinen rund 3000 Tonträgern je nach Kundenwunsch eher kitschigen Trance, chill out, Techno oder etwas in der Richtung von café del mar heraus. Eine Anlage kann über ihn besorgt werden. DJ Mosh 69: Disco-Musik aus den 50er bis 80er, auch Rock'n'Roll, Punk und CocktailmusikDJ Mosh hat eine breite Palette an Musik im Angebot, aber für Techno, House und andere elektronische Klänge ist er nicht der Richtige. "Ich spiele handgemachte, tanzbare Musik, eben richtige Tanz-Mucke", sagt der gelernte Textilsiebdrucker, der schon seit 10 Jahren im DJ-Geschäft ist. Deshalb bevorzugt er auch echte Vinyl-Platten. Eher rockig und hart oder ganz soft, Mosh legt auf, was die Veranstalter oder die Gäste sich wünschen. Für seine Auftritte packt er immer viel mehr ein, als er jemals brauchen könnte. "Ich will alles dabei haben, wonach jemand fragen könnte", so Mosh. Außer den Platten bringt er nichts mit. Regelmäßig sorgt er in der Tabautiki Bar am Maybachufer für softe Cocktailmusik und im Silverwings am Flughafen Tempelhof für volle Tanzflächen und gute Stimmung. |
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