Im neuen Video-Blog geht Moderator Ingmar bei Magier Fabio Behr "in die Schule" – und lässt Dinge verschwinden...

"Wer sein Publikum mit Magie unterhalten will, braucht vor allem eine gute Show", sagt Zauberkünstler Kolja Kaldun.
Zaubersprüche
Simsalabim, Abrakadabra, dreimal schwarzer Kater
Schlangenei und Krötendreck – was hier war, das ist jetzt weg
Katzenauge, Eulenschrei – was verschwunden, komm herbei
Aus eins mach zwei, aus zwei mach eins – so geht das Zaubereinmaleins

Berlins Zaubermeister führen ihre Schüler auch in die Geheimnisse der Kartentricks ein.
Hier lernen Sie zaubern
Magic Factory, VHS und Co
Magic Factory Berlin
Frankenstraße 13 (Schöneberg)
www.magic-factory-berlin.de
Tel.: 32 53 40 75
Mobil: 01 51 / 15 67 73 09
Zauberkünstler Kolja Kaldun
Tel.: 69 50 85 77
Mobil: 01 73 / 7 66 03 51
www.kolja-kaldun.de
Boris Friese
Tel.: 626 79 23
Mobil: 01 63 / 26 31 663
www.boris-friese.de
Volkshochschule Reinickendorf
Fontane-Haus, Wilhelmsruher Damm 142 c
Nächster Kurs: 27.11.2010 - 28.11.2010
Tel.: 902 94 48 - 00 oder - 01

Eigentlich ist es nur ein Seil – aber mit dem richtigen Know-how wird eine kurzweilige Präsentation draus.
Beim Zaubern kommt es auf die Fingerfertigkeit und die richtige Präsentation an – beides können Berliner von Zaubermeistern lernen. Zum Beispiel in der "Magic Factory" oder bei Boris Friese.
Scheren klappern. Der Fußboden ist übersät mit blutroten Flusen. "Nehmen Sie für diesen Trick am besten keine weißen Seile, denn es kann passieren, dass Sie sich in den Finger schneiden, und das gibt hässliche Flecken", erklärt der Zauberkünstler Kolja Kaldun.
Das Publikum verblüffen und faszinieren
Seine Zauberlehrlinge sind an diesem Tag Menschen, die sonst selber lehren: Trainer, Lehrer und Erzieher. Sie sind gekommen, um zu lernen, wie sie ihr Publikum verblüffen und faszinieren können. "Ich bin immer auf der Suche nach Methoden, mit denen ich meine Seminare auflockern kann. Die heute gelernten Zaubereien werde ich dafür gut nutzen können", sagt der Kommunikationstrainer Christoph Weinert am Ende des Tages.
Vielleicht werde er den Trick mit dem roten Seil auf der Hochzeit seiner Schwester vorführen. Allerdings werde er wohl viel üben müssen, bis alles locker klappt und er sich nicht vor Nervosität wirklich in den Finger schneidet.
"Die Magie entsteht erst in den Köpfen"
"Zaubern lernen ist richtig viel Arbeit. Wer sein Publikum mit Magie unterhalten will, braucht aber vor allem eine gute Show", sagt Kolja Kaldun. Da er auch Theaterpädagoge ist, kann er Erwachsenen und Kindern viele Tipps und konstruktive Hinweise für die richtige Präsentation geben.
Für manche Tricks muss beispielsweise eine Münze oder ein Seil scheinbar aus Versehen fallen gelassen werden. Die Kunst besteht dann darin, es so darzustellen, dass die Zuschauer die dahintersteckende Absicht nicht einmal vermuten. "Die Magie entsteht erst in den Köpfen des Publikums. Ich – als Vorführender – weiß ja, wie der Trick geht", so der Zauberlehrer. Damit die Kursteilnehmer schnell Erfolgserlebnisse haben, beginne er stets mit Zaubereien, die einfach zu erlernen seien, und lasse diese vor nicht eingeweihtem Publikum vorführen.
Anfängertricks mit Seilen, Münzen und Karten
Ein anderer Magier, von dem die Berliner die Kunst des Zauberns lernen können, ist Fabio Behr. In seinem Laden "Magic Factory" in der Schöneberger Frankenstraße führt er Interessierte in Tricks mit Seilen, Münzen und Karten ein. Der Anfängerkurs, an dem bis zu zwölf Personen teilnehmen können, kostet 90 Euro und erstreckt sich über fünf Abende. So haben die Zauberschüler zwischendurch genug Zeit, die Tricks einzustudieren, um sie beim nächsten Mal der Gruppe zu präsentieren.
Die erlernten Tricks reichen für ein 20- bis 30-minütiges Programm. Und wer Blut geleckt hat an der Zauberei, kann im Aufbaukurs unter anderem auch noch Mentalmagie und Gedankenlesen lernen. "Unter unseren Teilnehmern sind sowohl Handwerker als auch Professoren. Aber es gibt überhaupt keinen Standesdünkel, denn hier sind sie alle Anfänger und vereint durch das gemeinsame Interesse an der Zauberei", so Fabio Behr.
Etwas ganz Besonderes können
Aber warum investieren erwachsene Menschen Zeit und Geld, um das Zaubern zu erlernen? "Manche möchten für ihre Kinder oder Enkelkinder zaubern, andere haben eine Zaubershow gesehen und sind davon fasziniert. Viele haben schon als Kind den Wunsch gehabt, zaubern zu können", so der Ladeninhaber, der selbst seit 30 Jahren zaubert. Einige reize es, etwas ganz Besonderes zu können, um damit beim Flirten ihr Gegenüber zu beeindrucken. Neben den Kursen für Erwachsene gibt es in der Magic Factory auch Kinderkurse und offene Stammtische für alle mit ernsthaftem Interesse an der Zauberei. Und natürlich ist der kleine Laden voll mit Trickartikeln, Büchern, Videos und Zauberutensilien zum Verkauf.
Auch die Volkshochschule Reinickendorf bietet Zauberkurse an. Unter Anleitung des Zauberlehrers Boris Friese können die Teilnehmer dort an zwei Tagen lernen, mit Stiften, Löffeln, Bierdeckeln, Servietten, Münzen und Geldscheinen andere Menschen zu verblüffen bzw. zu täuschen. Denn die Zauberei ist natürlich nichts anderes als die unterhaltsame Kunst der Täuschung. "Deshalb warne ich alle Teilnehmer davor, die Trickgeheimnisse zu verraten – auch nicht den Liebsten", sagt Kolja Kaldun. Denn je perfekter die Täuschung, desto größer die Ent-Täuschung. Davor sollten die Zauberer ihr Publikum bewahren und es ihm stattdessen ermöglichen, die magischen Momente mit ins "normale" Leben zu nehmen.
Kontakt zum
Autor:
Anja Köhler
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Zuletzt aktualisiert: 05.10.2010
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Barbara Dietl (4)