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Christian Ulmen: "Ich wollte immer so ein Viech sprechen"

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Stimmgeber: Für "Marmadukes" Sprache hat sich Christian Ulmen viel bei der "Originalstimme" Owen Wilson abgehört.

Trailer zu "Marmaduke"


Den Trailer zu "Marmaduke" (Kinostart: 17. Juni 2010) sehen Sie hier.

Bild vergrößernPlakat Marmaduke

"Marmaduke" - der Inhalt


Wo Marmaduke (gesprochen von Christian Ulmen) auftaucht, herrscht Chaos. Die verspielte, riesige Dogge der Familie Winslow ist so ungeschickt, dass sie alle damit aufziehen. Deshalb wittert Marmaduke seine große Chance, als er mit Familie Winslow und dem Hauskater Carlos (Bülent Ceylan) nach Kalifornien umzieht.

Cooler Überflieger


Endlich will Marmaduke zu den angesagten Jungs und Anführern gehören. Aber neue Freunde zu finden, ist leider nicht so einfach wie gedacht, und Marmaduke ist glücklich, als ihn Lucy (Nora Tschirner) und ihre Gang aufnehmen – auch wenn sie nicht besonders hipp sind. Als jedoch die bezaubernde Collie-Dame Beverly und ihre versnobten schicken Freunde aus der Schicki-Micki-Clique am Hundestrand auftauchen, ist es um Marmaduke geschehen. Er spielt, um ihnen zu imponieren, den supercoolen Überflieger und setzt damit die Freundschaft zu Lucy und ihrer Gang aufs Spiel.

Im Comic ist die Dänische Dogge Marmaduke längst ein weltweit beliebter Star. Die Zeichnungen erscheinen in 600 Zeitungen in mehr als 20 Ländern. Nun soll Marmaduke auch die Kinoleinwand erobern. Seine deutsche Stimme Christian Ulmen erklärt, warum es so schwierig ist, plötzlich ein tierischer Held zu sein, welche besondere Beziehung er zu Wasserschildkröten hat und welches Tier er selbst gerne wäre.

Ulmen hat mit "Marmaduke" zum ersten Mal einen Vierbeiner synchronisiert: "Es war immer mein Traum, mal so ein Viech zu sprechen", sagt der Berliner Comedian und Schauspieler ("Jerry Cottan", "Männerherzen"). Im Interview verriet er auch, dass er nicht nur auf Hausstaub hochgradig allergisch reagiert, sondern auch auf einige Tiere wie beispielsweise Katzen. "Auf Hunde glücklicherweise nicht, aber die wollten meine Eltern früher nicht haben", sagt Ulmen: "Ich musste deshalb so nackte Tiere ohne Fell bekommen. Drum besaß ich als Kind Wasserschildkröten."

Nur drei Gesichtsausdrücke

Die Schwierigkeit bei der Arbeit für "Marmaduke" sei gewesen, dass es bei der Dogge nur drei Gesichtsausdrücke gibt: "Du musst also alles andere an Emotionen über die Sprache herstellen." Bei der Vorbereitung auf seine Arbeit habe er sich viel von Marmadukes "Originalstimme" Owen Wilson abgehört: "Das kann man zwar nicht eins zu eins übernehmen, weil es im Amerikanischen auch noch andere Akzente gibt, die man in unserem Sprachgebrauch so nicht kennt. Aber das hat mir geholfen, meine eigene Sprache für Marmaduke zu entwickeln." Welches Tier er selbst gerne wäre? "Ein Vogel", sagt Ulmen: "Frei sein wie ein Vogel."

Bayerischer Filmpreis für "Herrn Lehmann"

Christian Ulmen, 1975 in Neuwied am Rhein geboren und in Hamburg aufgewachsen, lebt seit 1999 in Berlin. Schon als Jugendlicher verfasste und produzierte er TV- und Radiobeiträge. 1996 und 1999 folgten die Shows "MTV Hot" und "MTV Alarm" sowie Berichte im Rahmen diverser Specials für den Musiksender MTV. Von 2000 bis 2003 moderierte er seine eigene Show "MTV Unter Ulmen", die er auch selbst produzierte. 2003 war Christian Ulmen unter der Regie von Leander Haußmann in seiner ersten Kino-Hauptrolle in "Herr Lehmann" zu sehen und gewann für seine darstellerische Leistung sofort den Bayerischen Filmpreis.

Debüt als Regisseur

Mit seiner ProSieben-Serie "Mein neuer Freund“ wurde Ulmen 2005 für den Deutschen Fernsehpreis nominiert. 2006 erhielt er für die TV-Serie "Dr. Psycho – Die Bösen, die Bullen, meine Frau und ich" den Deutschen Fernsehpreis als Bester Schauspieler sowie 2007 den Goldenen Gong und den Adolf-Grimme-Preis. Heute ist der Berliner Geschäftsführer der Ulmen Television GmbH und Ulmen Film GmbH und produziert sowohl sein eigenes Web-TV-Format "ulmen.tv", als auch eigene Kinofilme. Außerdem schreibt das Multitalent Kolumnen für verschiedene Zeitschriften, übernimmt Sprechrollen für Hörbücher und hat im Jahr 2009 im Kindler Verlag seinen ersten Roman "Für Uwe" veröffentlicht. Im Kino wird neben dem bereits abgedrehten Alzheimer-Drama "Vater Morgana" jetzt auch Ulmens Regie-Debüt "Die letzte Chance" erwartet, für das er mit seinem Co-Regisseur Robert Wilde auch das Drehbuch schrieb.

Wie eine Dogge Schauspieler wird

Die Dogge, der Ulmen in "Marmaduke" seine Stimme leiht, ist übrigens George, eine 64 Kilogramm schwere Dänische Dogge, die es auf stolze 91 Zentimeter Schulterhöhe bringt. Für George war der Film das Leinwanddebüt. Die Arbeit mit Cheftrainer Michael Alexander begann ungefähr 16 Wochen vor dem Drehbeginn. George musste Marmadukes besondere Bewegungen richtig üben, denn obwohl er gerne herumläuft und herumtollt, verwüstet er seine Umgebung nicht ganz so gerne wie Marmaduke. Zu dessen raffinierten Chaos-Aktionen gehört zum Beispiel, eine Fernbedienung in die Toilette zu werfen oder einen Käsetoast zu stibitzen. Laut Trainer Alexander war es aber noch viel schwieriger, George zum "Schauspielen" zu bewegen: etwa ihn dazu zu bringen, in eine bestimmte Richtung zu gucken und von Punkt A nach B nach C und wieder zurück zu A zu gehen.


Zuletzt aktualisiert: 04.08.2010 · Fotos: Margarete Redl von Peinen (2), © 2010 Twentieth Century Fox