Stadt & Szene

20 Tipps für den perfekten Sommer

20 Freizeit- und Urlaubtipps für den Berliner Sommer: Ob Sky-Dinner im Sonnenuntergang, Action bei Quad-Safaris durch Brandenburg, auf dem Freecross durch Parks oder bei Crossboccia quer durch die Stadt – diese Empfehlungen machen die schönste Zeit des Jahres unvergesslich.

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So schmeckt Latein-Amerika: Exotische Eissorten bei "Inka Eis".

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Vintage-Sonnenbrillen sind der Hingucker für den Sommer 2011.

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Brillen-Quelle: der Online-Shop von "Vintage Sunglasses".

1) Mundraub an Obstbäumen

Süße Zwetschgen, saftige Kirschen, knackige Äpfel: mitten in Berlin, kostenlos. Die Internetseite "Mundraub" verrät, wo Obstbäume stehen, auf die jeder nach Herzenslust zugreifen darf. So wollen die Macher der Seite verhindern, dass Obst und Gemüse ungepflückt verfaulen kann. Auf der Internetseite kann jeder Fundstellen auf verlassenen Grundstücken, in herrenlosen Gärten oder auf städtischen Grünstreifen eintragen. www.mundraub.org

2) Exotisches Eis

So kommen die Tropen nach Haus: "Lucuma", "Algarrobina" und "Chicha morada" heißen die selbst gemachten Sorten aus blauem Mais, der Lucuma-Frucht oder aus der Schote des Johannesbrotbaumes. Das Café "Inka Eis" in Schöneberg verkauft lateinamerikanische Eisspezialitäten, und die schmecken wahlweise nach Karamell, Honig, Nüssen oder tropischen Früchten.

Inka Eis, Belziger Straße 44, 10823 Berlin, Tel.: 780 97 050, täglich 11-22 Uhr; www.inka-eis.eu

3) Fliegende Farben

"Flying Colors" macht für Kinder und Jugendliche den Feriennachmittag bunt: Ob die mobile Kunststoffschaukel "Bilibo" für die ganz Kleinen, das yoyo-ähnliche "Astrojax" für Grundschüler oder das einem Skateboard gleichende "Waveboard" für Teenager: In seinem Laden in Schöneberg hat Michael Steltzer hunderte Freizeit- und Jonglier-Artikel zur Auswahl. Flying Colors, Eisenacher Straße 81, 10823 Berlin, Tel.: 78 70 36 36, Mo-Fr 10-18.30 Uhr, Sa 10-14 Uhr; www.flying-colors.de

4) Vintage-Sonnenbrillen

Knallrote Playboy-Brillen, gold-gelb getönte Divengläser oder weiß-schwarze Designer-Gestelle: Der Online-Shop "Vintage Sunglasses" bietet mehr als eintausend Brillen-Hits der Siebziger-, Achtziger- und Neunzigerjahre. Die ungetragenen Originale sind der Hingucker und passen perfekt zum Brillen-Trend 2011: dicke, große Rahmen, die Akzente setzen.

Eine Auswahl finden Straßenbummler im Showroom "Eisdieler", Kastanienallee 12, in Prenzlauer Berg, Mo-Sa 12-20 Uhr; www.vintage-sunglasses.de

5) Quad-Safaris durch Brandenburg

Immer öfter düsen die vierrädrigen Motorräder durch die City, doch durch hügelige Landschaften, auf Waldwegen und Sandpisten fährt es sich auf ihnen viel schöner. Werner Scholz bietet "Spritztouren" durch Brandenburg an, etwa Landschaftstouren zwischen Potsdam und Brandenburg/Havel. Matsch und Dreckspritzer gehören dazu, wenn die Quads durch die Landschaft pflügen. Startpunkt ist das Einkaufszentrum Wust direkt an der B1. Schnupper-Touren ab 7 Euro, auch für Kinder ab 6 Jahren als Beifahrer geeignet.

Quad-Safari-Brandenburg, Tel.: 03381/21 39 11; www.quad-safari-brb.de.

6) Freiheitsbewegung rollt los

Der Freecross bringt den Crosstrainer aus dem Fitnessstudio ins Freie. Aufrecht "radelt" der Fahrer mit kräftigen Armbewegungen durch Parks, trainiert die Koordinationsfähigkeit und verbrennt gleichzeitig vierzig Prozent mehr Kalorien als beim Rad fahren. Helmut Reinhardt bietet Prototypen im FreeCrossCenter Berlin, Bundesallee 201-203, Tel.: 88 71 53 10, an. Geplant ist überdies ein FreeCrossClub auf dem ehemaligen Flughafengelände Tempelhof sowie ein Geräteverleih für Firmenevents und geführte Touren.

www.freecross-berlin.de


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Insel der Entspannung mitten in der Stadt: das Kiki Blofeld.

7) Letzte Chance: Billard unter Bäumen

Links am Autohändler vorbei, bis zur Fabrikruine und dann noch durch den Bauzaun – schon stehen Besucher vor dem "Clubgarten" Berlins: dem "Kiki Blofeld". Direkt am Spreeufer und abseits des Großstadt-Getümmels liegt die versteckte "Insel der Idylle". Gras-Sessel, 100 Meter Strand, Billardtische und eine große Speisetafel unter Bäumen laden noch bis Ende dieses Jahres zum Faulenzen ein. Die Salamipizza kostet 5 Euro, der gemischte Salat 4,50 Euro. Wer mag, bleibt bis zum Abend, schaut dem Lagerfeuer beim Knistern zu und feiert anschließend im ehemaligen NVA-Bunker und schussfesten Bootshaus rauschende Partys.

Kiki Blofeld, Köpenicker Straße 48/49, Kreuzberg, Mo-So ab 14 Uhr, Ende offen; www.kikiblofeld.de

8) Baden an der Bammelecke

Kostenlos, leicht erreichbar und noch immer ein Geheimtipp: Die Bammelecke direkt an der Dahme ist eine der schönsten frei zugänglichen Badestellen Berlins. Einfach in die S-Bahn der Linie 8 setzen, bis Grünau fahren und die letzten Kilometer in Richtung Karolinenhof radeln. Direkt an der Sportpromenade finden Badelustige unter hohen Bäumen zahlreiche idyllische Plätzchen fürs Badetuch. Geeignet ist die Ecke auch für Familien: Die DLRG hat hier eine Station und hat auf junge Schwimmer ein wachsames Auge.

Bammelecke, Sportpromenade 1 in Grünau.

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Mischung aus Boule und Boccia: Crossboccia im Park.

9) Boccia und Boule ergibt Crossboccia

Straßen, Stufen, Uferböschungen – jeder Fleck wird zur Spielwiese. Die Spieler können sogar Tische, Stühle und Bänke mit einbeziehen, denn die weichen, mit Granulat gefüllten Bälle bleiben auch auf unebenem Terrain liegen. Fans der Trendsportart starten im Volkspark Friedrichshain oder im Schlosspark Charlottenburg. Meistens drei bis vier Spieler im Alter zwischen 25 und 35 Jahren. Ein Spiel dauert ein bis zwei Stunden.

Kontakt über: Anna Lisa Senftleben; www.crossboccia.com

10) Angenehm kühle "Eiskellerführungen"

Bereits das Wort sorgt für Frösteln. Bis 1850, als Kühlschränke noch nicht erfunden waren, dienten Eiskeller auf Gutshöfen oder in Brauereien zur Aufbewahrung von tiefgekühlten Lebensmitteln und Eisblöcken. Heute verschaffen sie an heißen Sommertagen angenehme Abkühlung. Dabei tauchen Besucher in eine Zeit ab, als Natureis noch als Luxus galt. Oftmals dienten die nicht mehr genutzten Eiskeller auch Fledermäusen als Winterquartier. Für Gruppenführungen öffentlich zugängliche Eiskeller befinden sich laut dem Verein "Berliner Unterwelten" auf dem Gelände des Pfefferbergs und der Brauerei Königstadt. Unser Tipp: Besuchen Sie das Internationale Fledermaus-Museum Julianenhof in Märkisch-Oderland.

Internationales Fledermausmuseum, Julianenhof 15 B, 15377 Märkische Höhe, bis Oktober täglich 10-16 Uhr, Eintritt frei; www.fledermausmuseum-julianenhof.de

11) Dinner in the sky

Ein Tisch, ein Kran, 16 Stahlseile, 22 Personen, 50 Meter in der Luft – und Sie sind mittendrin. Auf dem Vorplatz des Steigenberger Hotels in der City-West können Berliner vom 12. bis 14. August 2011 ein unvergessliches Dinner in Schwindel erregender Höhe erleben: Sogar mit Live-Cooking, von 30 Minuten bis zum 3-Gänge-Menü über anderthalb Stunden. Für die Sicherheit ist dank fester Gurte gesorgt. Anbieter: www.mydays.de, ab 69 Euro

12) Lustwandeln im Bonsai-Garten

Japan liegt näher als gedacht. Am Schwielowsee südlich von Potsdam hat Thilo Grägert ein zweitausend Quadratmeter großes japanisches Paradies mit Bonsai-Bäumen, Pavillon, Wandelgarten, Teehaus und Koi-Teich geschaffen. Besucher können für drei Euro (Kinder ein Euro) lustwandeln, die Ruhe genießen und entspannen. Im Teehaus gibt's hausgemachten Eistee zur Erfrischung.

Japanischer Bonsai-Garten, Fercher Str. 61, 14548 Schwielowsee, Telefon: 033209/72 161, www.bonsai-haus.de, dienstags bis sonntags 10-18 Uhr.

13) Drive-in-Kino

Berlins einziges Autokino auf dem Festplatzgelände in Tegel lockt mit Riesenleinwand (180 Quadratmeter), Cocktails und intimer Kino-Atmosphäre, wahlweise unterm Autodach oder direkt unter freiem Himmel. Gezeigt werden Blockbuster und Kinoklassiker, wie "Harry Potter", "Casablanca" oder "Grease". Da sorgen nicht nur die Kellnerinnen in Petticoats für ein nostalgisches Kino-Erlebnis. Nettes Extra: Popcorn, Getränke und Snacks können bequem per SMS geordert werden. Kinokarten: 7 Euro.

Autokino auf dem Festplatzgelände, Kurt-Schumacher-Damm 207, Tegel, Programmauskunft: Tel. 55 57 63 20, www.das-autokino.de.

Bild vergrößernStrandbar-Mitte_2009_goss

Tagsüber chillen, abends tanzen: Die Strandbar Mitte lädt zum Tanz am Wasser ein.

14) Nachttanz am Wasser

Tango, Cha-Cha-Cha, Salsa und Swing direkt unter den Sternen am Spree-Ufer: Die Strandbar Mitte lädt Freunde des nächtlichen Tanzes in der Woche ein, leicht beschwingt übers Podest zu gleiten und den "Feierabend" zum Motto zu machen. Der Schwoof beginnt jeweils um 20 Uhr, der Eintritt ist kostenlos und gratis gibt's obendrauf das beeindruckende Panorama des gegenüberliegenden Bode-Museums.

Strandbar Mitte im Monbijou-Park, Telefon 24 04 86 50, www.strandbar-mitte.de.

15) Zeitreise in die 50er

Ganz im Stile eines amerikanischen Diners verkauft Stefanie Rödel, Inhaberin der Milchbar "The Milkabilly" in Friedrichshain, an warmen Sommertagen kühles Eis, Milkshakes oder leckere Snacks wie Bagels, Toast Hawaii und Apple Crumble Pie. Je nach Wunsch verfeinern frische Zutaten die Basiseissorten, zum Beispiel "Himbeer-Minze", "Erdbeer-Pfeffer" oder "Gurke-Honig". In den Abendstunden wird die nostalgische Eisdiele kurzerhand zur Bar. Wer Glück hat, erlebt eine kollektive Tanzstunde im 50er-Jahre-Gruppentanz "Stroll".

The Milkabilly, Mainzer Straße 5, Friedrichshain, Tel. 25 04 71 54. www.myspace.com/themilkabilly, Mo-Do: 11–21 Uhr, Fr und Sa bis 22 Uhr und So bis 20 Uhr.

16) Frisch und flüssig

Der "Eva Solo Blumentopf" macht Pflanzengießen während der Urlaubstage überflüssig. Das Grün steht auf einem Glasbehälter und saugt über Nylonfäden die nötige Wassermenge auf. Das Wasser reicht bis zu zehn Tagen. Und für Ausflugsfreudige: Das "Fresh Traveller Frischesystem" hält Speisen auf Reisen bis zu sechs Stunden kalt. Croutons für Suppen oder Körner für den Salat können zudem in einem Extrafach aufbewahrt werden und bleiben so auch noch im Park schön knackig. Beides knapp 30 Euro. Gefunden in der "Kunstschule", Hufelandstraße 13, 10407 Berlin, Telefon 29 77 93 61, www.kunstschule.net.

17) Einzigartige norwegische Sommerküche

Fjorde, Holzhäuser, Smörebröd – in Skandinavien lässt sich der Sommer bekanntlich bestens genießen. Dass die norwegische Küche auch als Sommerküche sehr gut geeignet ist, beweist Deutschlands erstes und bislang einziges norwegisches Restaurant "Munch's Hus" in Schöneberg. Kenneth Gjerrud hatte schon den norwegischen Kronprinzen zu Gast und serviert im Sommer leichte Fischgerichte, nordische Suppen und leckere Salate.

Munch's Hus, Bülowstr. 66, 10783 Berlin, Telefon: 21 01 40 86, www.munchshus.de, Mo-So 10-1 Uhr.

18) Das schlaucht

Schlauchboote, Wasserspielzeuge: Bei "Berolina Wassersport" in Charlottenburg kann sich jeder den Traum vom schwimmenden Untersatz auf dem kühlen Nass erfüllen. Die Spanne reicht von der aufblasbaren Palmeninsel für 25 Euro bis zum Motor-Schlauchboot für die vierköpfige Familie ab 1000 Euro, mit der sich Seen und Flüsse erkunden lassen. Unser Tipp: Für Motoren bis fünf PS ist in ganz Deutschland kein Führerschein erforderlich. Berolina Wassersport, Pestalozzistraße 98 (Charlottenburg), Telefon: 451 60 47, www.berolinawassersport.de, Di-Fr 10-18.30 Uhr, Sa 10-14 Uhr.

19) Den Action-Star in sich entdecken

Eine Film-Schlägerei, der Sprung durch ein brennendes Fenster oder der Fenstersturz aus fünf Metern – wer so etwas nicht nur im Fernsehen bewundern, sondern selbst einmal ausprobieren möchte, ist beim "Stuntman Training" richtig. Einen halben Tag lang können sich Amateure von professionellen Stuntmen in deren Geheimnisse einweihen lassen. Doch Vorsicht: Was auf der Mattscheibe und Kinoleinwand so einfach aussieht, ist in Wirklichkeit knallharte Arbeit. Anbieter: Jochen Schweizer, 139 Euro, www.jochen-schweizer.de


20) Fährausflug für 2,10 Euro

Ideale Möglichkeiten für einen Kurzausflug bieten die sechs Fährlinien der BVG, die im Sommer über den Wannsee, die Spree und den Kleinen Müggelsee fahren. Die längste Strecke führt in 20 Minuten von Wannsee nach Alt-Kladow. Passagiere können sich an Deck gehörig den Fahrtwind um die Nase wehen lassen und anschließend im Grünen die Picknickdecke ausbreiten. Die außergewöhnlichste Fahrt: mit der Linie F 24 über die Müggelspree. Hier rudert der Fährmann noch selbst. www.bvg.de.

Kontakt zum Autor: Jörg Oberwittler ()


Zuletzt aktualisiert: 01.08.2011 · Fotos: colourbox.com, Nikolaus Brade (5), Bernd Schönberger