
Fahrgäste aufgepasst: Mit dem Team der "Mörderischen Spreefahrt" ist nicht zu spaßen.

Zum Nachtisch gibt's Mord: Die Schauspieler von "artdeshauses" warnen die Gäste schon mal vor.
Mörderische Spreefahrt
Die regelmäßigen Termine für die "Mörderische Spreefahrt" finden Sie auf www.artdeshauses.de

Was mit Armdrücken zwischen "Schwester Lukrezia" und "Motorbiene" anfängt, endet tödlich.
Die gefährlichste Rocker-Gang Berlins, ein Netz aus Lügen und ein Mord: Das sind die Zutaten für eine außergewöhnliche Schiffstour nach "artdeshauses". Ein Dinner-Krimi mitten auf der Spree.
Die Passagiere sind bester Laune, freuen sich auf eine dreistündige Schiffstour auf der Spree und ein leckeres Drei-Gänge-Menü. "Kiek ma’, da kommt noch ’ne Nonne an Bord", sagt plötzlich ein Fahrgast und deutet auf den Landungssteg.
Ordensfrau mit Rockerbraut im Schlepp
Und die Ordensfrau kommt nicht allein: Im Schlepptau hat sie eine Rockerbraut im feschen Lederdress. Doch Schwester Lukrezia und "Motorbiene" sind nicht einfach weitere Gäste an Bord. Sie sind die beiden Hauptdarstellerinnen der "Höllenfahrt mit Götterspeise", einem Dinner-Krimi auf der Spree nach "artdeshauses".
Das gleichnamige Künstlerteam bringt seit einigen Jahren vergessene Schätze aus der Berliner Theater- und Kabarettgeschichte der Zwanziger- und Dreißigerjahre mit Charme und Witz zurück auf die Theaterbühne. Der Startschuss fiel 2002, als das Ensemble die Kabarettrevue "Höchste Eisenbahn" (1932) von Friedrich Hollaender inszenierte. Beflügelt vom Erfolg, wagte sich die Truppe bald auch an eigene Stücke – wie den ersten Dinner-Krimi "Mörderische Spreefahrt".
Gäste mischen sich unter Gauner
An Bord reisen die Fahrgäste zurück ins Berlin der Zwanzigerjahre und mischen sich unter Gauner, Ganoven und die ganz Großen der Unterwelt. Gemütlich schippern sie an der Museumsinsel und an diversen Strandbars vorbei, verspeisen ihre Poulardenbrust mit Waldpilzen – und werden plötzlich Zeugen eines Mordes.
Während die beiden einflussreichen Ringvereine "Immertreu" und "Deutsche Kraft" die friedliche Beendigung ihrer langjährigen Rivalitäten feiern, übernimmt jeder Zuschauer eine Rolle aus der Verbrecherkartei. "Lotter-Lola" stößt mit "Mambo-Martha" an, der falsche Adonis macht der wilden Penelope schöne Augen. Doch dann wird im Glas von Gangsterboss "Mauser-Maxe" der Finger seiner Frau Apollonia gefunden…
Die Situation droht zu eskalieren
Seit September vergangenen Jahres sticht die vierköpfige Schauspieler-Truppe zusätzlich mit einem zweiten Krimi aus eigener Feder in die Spree. Bei der Abendfahrt durch Berlin müssen sich Entertainer Guido Glitter (Aron Craemer) und Pianist Cliff Koszlowski (Maximilian Rauscher) ganz schön ins Zeug legen, um die Gäste bei Laune zu halten. Denn eine Gruppe von Nonnen und Mönchen hat dasselbe Schiff für ihren jährlichen Ausflug gebucht wie Berlins gefährlichste Rocker-Gang, die "Höllenpinscher".
"Motorbiene" (Maike Schaafberg) lässt keine Gelegenheit aus, gegen Schwester Lukrezia (Ariane Wendland) und ihre Schäfchen zu sticheln. Als die Kellnerin dann auch noch die Leiche von Schwester Esmeralda auf dem Damenklo entdeckt, droht die Auseinandersetzung zwischen den Fahrgästen zu eskalieren.
Guido Glitter, der einst bei der Polizei in Diensten stand, nimmt die Ermittlungen auf. Und stößt gemeinsam mit dem Publikum auf ein Netz von Lügen und Intrigen. Als die Fahrgäste als dritten Gang ihres Menüs Götterspeise-Frucht-Torte auf Kokos-Vanille-Creme verspeisen, nähert sich der Fall seiner Auflösung.
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Autor:
Katrin Starke
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Zuletzt aktualisiert: 14.02.2011
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Fotos:
colourbox.com, Vincent Chmiel, Katrin Starke (2)