Stadt & Szene

Gratis durch Berlin

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Auch der Tanzkurs unter Profi-Anleitung muss nichts kosten: Doch die Bandbreite der Tipps auf www.gratis-in-berlin.de ist viel größer.

Alles für lau


Hunderte Null-Euro-Tipps in mehr als zwanzig Kategorien: www.gratis-in-berlin.de.

Ob kostenlos ins Kino, gratis auf die nächste Swing-Party oder ohne Anmeldegebühr in den Foto-Kurs: Auf www.gratis-in-berlin.de locken hunderte unterschiedliche Veranstaltungsangebote, die eines gemeinsam haben: null Euro Eintritt.

Hinter der Internetseite steckt die Berliner Journalistin Andrea Schrade. "Kreative und abwechslungsreiche Freizeitgestaltung in Berlin muss keine Frage des Geldbeutels sein", befand die Berlinerin, die die Seite mit Herzblut betreibt.

Angebote abseits ausgetretener Pfade

Mit dem Online-Portal will sie beweisen, wie vielseitig die Hauptstadt auch abseits ausgetretener Pfade sein kann. Somit eignet sich die Seite nicht nur für unternehmungslustige Touristen, sondern auch für Berliner, die bereits viel von ihrer Stadt kennen, aber den ein oder anderen Insider-Tipp schätzen.

Doch die Seite soll nicht zum passiven "Schnorren" einladen. Im Gegenteil. Sie lebt vom Mitmachen. Jeder kann hier kostenlose Tipps einstellen und gleichzeitig noch auf die Suche nach einer passenden Begleitung gehen, zudem unterscheidet das Angebot zwischen regelmäßigen Tipps und einmaligen Veranstaltungen. Kurzentschlossene sehen, was am jeweiligen Tag angeboten wird. Langzeit-Planer können sich die Tipps nach Monaten anzeigen lassen.

Vom Yoga-Kursus bis zur MP3-Stadttour

Und auch wer gezielt nach Themenbereichen fahndet – wie zum Beispiel Festivals, Tanzkurse, Sport, Kinder- oder Wellnessangebote – wird in zwanzig Rubriken schnell fündig. Die Bandbreite der Gratis-Tipps reicht von MP3-Berlin-Touren für Kinder, über Autorenlesungen bis hin zum Yoga-Kurs.

"Die Seite wird täglich aktualisiert und erweitert", erklärt Schrade. Ausgestattet mit dem "schwäbischen Spar-Gen" habe sie schon in anderen Städten günstige Geheimtipps abgeliefert, so zum Beispiel während ihres Studiums bei einem Auslandssemester in Dijon. Statt einer trockenen Seminararbeit präsentierte sie am Ende günstige Geheimtipps, die daraufhin mit der offiziellen Dijon-Broschüre an Austauschstudenten verteilt wurden.

User können ebenfalls Tipps einstellen

Seit 1999 arbeitet und lebt Schrade ihre Entdeckerfreude in Berlin aus. Sie betreibe die Seite als Hobby-Projekt, sagt sie. Ziel sei es, das Portal zu einem aktiven Netzwerk für kreative Berlin-Tipps zu entwickeln und auch über platzierte Werbeanzeigen mit den Gratis-Tipps Geld zu verdienen. "Wir bauen daher auf den Input der User, damit hier ein kreatives Netzwerk zum Geben und Nehmen entstehen kann." Angesichts der Masse an Einträgen scheint sie von diesem Ziel nicht mehr allzu weit entfernt.

Kontakt zum Autor: Jörg Oberwittler


Zuletzt aktualisiert: 01.10.2009