
Wasserski auf 40.000 Quadratmetern: in Großbeeren.
Auf einen Blick
Alle Adressen zu unseren Tipps
• Spreefloß, Triglawstraße 20 (Rahnsdorf) und Wilhelminenhofstraße 92 (Oberschöneweide), www.spreefloss.de, Tel. 515 90 - 760 oder 0173/6 35 00 36, Preise: 60 bis 80 Euro für vier Stunden, Skipperservice: 15 Euro pro Stunde
• Grillboot, Vier Standorte an Müggelsee, Spree und Wannsee, www.grill-boot.de, Tel. 43 02 82 96, Preise: 35 bis 55 Euro pro Stunde, Grillset: 45 Euro
• Wasserski und Wakeboarding, Bahnhofstraße 49 (Großbeeren), www.wassersport-grossbeeren.de, Tel. 03 37 01/9 08 73,
Preise: 12 bis 16 Euro pro Stunde, 26 bis 32 Euro für eine Tageskarte
• Segway-Kult-Tour, Chausseestraße 124 (Mitte), www.segway-kult-tour.de, Tel. 27 59 49-37 oder 01 75/8 59 10 81, Preise: 3-Stunden-Berlin-Tour: 65 Euro pro Person
• Tatort Berlin – Stadtführung, www.stattreisenberlin.de, Tel. 4 55 30 28, Preise: 8,50 bis 11,50 Euro pro Person (drei Stunden), Die "Tatort-Rallye – Berlin sucht einen Mörder", 65 Euro pro Person ab zwölf Teilnehmern (sieben Stunden mit Buffet)
• Open-Air-Kino in der Bar25, Holzmarktstraße 25 (Friedrichshain), www.bar25.de, Dienstags, mittwochs und donnerstags
• Freiluftkino Kreuzberg, Mariannenplatz, www.freiluftkino-kreuzberg.de
• Deck 5, fünftes Deck des Parkhauses der Schönhauser Allee Arcaden
Schönhauser Allee 80, Zugang über die Greifenhagener Straße (Prenzlauer Berg), www.freiluftrebellen.de/deck-5

Mit dem Floß ab 60 Euro gemütlich über die Spree.
Wie das aussieht und sich anfühlt, auf dem Segway durch die Hauptstadt zu sausen: V-Blog-Moderator Ingmar stieg in "luftige Höhen". Sehen Sie hier die neueste V-Blog-Folge.

Wollen wir grillen oder Boot fahren? - Beides!
Ein Gedicht – dieser Sommer
… Mir war, als träumte ich die schöne Sommerwelt,
als träumte mich die schöne Sommerwelt …
Karl Foerster
Klein-Venedig, Floß-Touren, Tatort-Führungen oder Segway-Fahrten: Die besten Ferientipps für alle, die den Sommer in Berlin verbringen und Lust auf Entdeckungen haben. Ob auf dem Wasser, zu Lande oder in der Luft: Berlin von seinen schönsten Seiten.
"Der Sommer ist für mich die schönste Jahreszeit in Berlin. Deshalb bleibe ich schon seit vielen Jahren hier, wenn es andere in die Ferne zieht, und mache mich auf Entdeckungstour in der eigenen Stadt", sagt die Architektin Katharina Busse.
Auf dem Floß durch Klein-Venedig
Nicht selten fühle sie sich dabei fast wie eine Touristin und staune über die Vielfalt, die Berlin zu bieten hat. Klein Venedig, zum Beispiel. Dieses romantische, von schmalen Kanälen durchzogene Kleingartengebiet habe sie auf einer Floßfahrt mit Freunden entdeckt.
"Wir lagen auf dem Dach des hüttenartigen Aufbaus, die Sonne blinzelte durch die Bäume und im Schritttempo glitten wir durch die eine oder andere Grillduft-Wolke", erzählt die Charlottenburgerin. Kinder hätten ihnen erstaunt von den Ufern zugewinkt. Vielleicht glaubten sie, Huckleberry Finn und Tom Sawyer seien lebendig geworden. Daran jedenfalls fühlte sich Katharina Busse erinnert, als sie das urige Floß am Ufer des Alten Spreearms zum ersten Mal sah.
Mit dem Riesen-Donut über den Wannsee
Ein weiteres Spreefloß hat seinen festen Ankerplatz in Rummelsburg und kann dort gemietet werden. Zwei Berliner Tischler haben die beiden drei mal sechs Meter großen Einzelstücke gebaut und 2006 erstmals zu Wasser gelassen. Da die Flöße nur fünf PS haben, können sie nach einer kurzen Einweisung ohne Bootsführerschein gefahren werden.
Ebenso wie die knall orange farbenen Grillboote, die seit gut einem Jahr an Wann- und Müggelsee sowie an der Spree zu mieten sind. Sie wirken ein wenig wie auf dem Wasser gelandete Ufos oder wie riesige Donuts mit Sonnenschirm und bieten – wie die Spreeflöße – Platz für zehn Personen. Der Clou an den Booten mit einem Durchmesser von 3,60 Meter ist jedoch, dass die Mitarbeiter auf Wunsch in der Mitte einen raucharmen Holzkohle-Kugelgrill installieren.
Mitten auf dem See grillen
So kann die Frage "Wollen wir heute Boot fahren oder grillen?" mit "Beides!" beantwortet werden – vorausgesetzt Wind und Wellengang lassen es zu. "Die Grillboote kommen bei Berlinern jeden Alters richtig gut an. Neulich hat eine Dame ihren 90. Geburtstag in einem Grillboot gefeiert, danach ein junger Mann seinen Junggesellenabschied", sagt Burkhard Gall, der die Boote vermietet.
Wer sich gerne selber auf dem Wasser bewegt, findet vielleicht in diesem Sommer den Weg zur Wasserski- und Wakeboard-Anlage in Großbeeren. Auf dem 40.000 Quadratmeter großen, künstlich angelegten See ziehen die Seil-Lifte einer Fünfmastkonstruktion die Wassergleiter sicher um die Kurven. Nur was für Profis? Weit gefehlt! In ein- oder zweistündigen Anfängerkursen am Sonntagvormittag lernen Neulinge die wichtigsten Techniken und Regeln von Wasserski und Wakeboarden, während der Rest der Familie sich vielleicht im Naturfreibad auf dem Gelände amüsiert.
Körper vorbeugen – und ab geht's auf dem Segway
Noch schneller erlernen die Teilnehmer der Segway-Kult-Touren das Steuern und Bedienen ihres fahrbaren Untersatzes. Nur beim Aufsteigen auf das zweirädrige Gefährt wackeln die meisten noch hin und her. Doch schon nach wenigen Minuten fahren sie gekonnt um die gelben Hütchen im Innenhof des Friedrichstädter Kunstvereins an der Chausseestraße in Mitte.
"Wenn Sie sich einfach nur mit dem ganzen Körper vorbeugen, erhöhen Sie das Tempo auf bis zu 9 Stundenkilometer, lehnen Sie sich zurück, stoppt der Segway", erklärt Gerd Wieczorek, der die Segways 2008 aus den USA nach Berlin geholt hat. Ein Computer und fünf Sensoren unter der Trittfläche steuern das Gleichgewicht, das Tempo und die Fahrtrichtung.
Auf den Spuren von berühmten Tatorten
Seine Energie für bis zu 38 Kilometer bezieht der Segway aus Akkus. Nach einer etwa 20-minütigen Einweisung gleitet die Gruppe ganz leise schnurrend durch die Hofeinfahrt in Richtung Regierungsviertel, Hauptbahnhof, Schloss Bellevue und Brandenburger Tor.
Dort stoßen die Teilnehmer vielleicht auf eine Gruppe, die auf den Spuren der Berliner Tatort-Kommissare Till Ritter und Felix Stark durch die Hauptstadt zieht. Diese von StattReisen organisierte Tour beginnt im Hauptstadtstudio der ARD, wo ein 15-minütiger Zusammenschnitt aus mehreren Berliner Tatort-Folgen seit 1999 gezeigt wird. "Anschließend vergleichen wir die Drehorte mit der ‚Realität‘, die in den Filmen vermittelt wird", so Jörg Zintgraf, der die Tour entwickelt hat.
Mordsmäßiger Spaß für echte Krimi-Fans
Während der Fahrt erfahren die Teilnehmer, von denen die meisten – wie der Stadtführer selbst – natürlich echte Krimifans sind, wie viele Morde und andere Verbrechen in Berlin tatsächlich geschehen. Für alle, die lieber selber Indizien sammeln, Spuren sichern und Mordfälle lösen, bietet StattReisen eine siebenstündige Tatort-Rallye für Gruppen ab zwölf Teilnehmern an.
Wer stattdessen die aufregenden Geschichten von Leinwandhelden lieber von einem sicheren Platz aus beobachtet, der hat vielleicht Lust, dieses in einer lauen Sommernacht unter dem Sternenhimmel zu tun. Zum Beispiel beim Open-Air-Kino in der Bar25, dem kultigen Club mit Western-Charme an der Spree, oder vor der Kulisse des imposanten Künstlerhauses Bethanien am Mariannenplatz in Kreuzberg.
An manchen Abenden jedoch sind der Himmel über Berlin und das Spiel der Sonne und der Wolken mit der Silhouette der Stadt spannender als jeder Film. Im Beach-Club Deck 5 auf dem Dach eines Parkhauses an der Schönhauser Allee lässt sich das Naturschauspiel gut von einem Liegestuhl aus mit einem Drink in der Hand beobachten. Damit Sie sich am Ende der warmen Jahreszeit mit Rilke sagen können: "Der Sommer war sehr groß!"
Kontakt zum
Autor:
Anja Köhler
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Zuletzt aktualisiert: 04.08.2010
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Fotos:
Barbara Dietl (4)