Karriere Atlas 250

Karriere-Atlas von Yourfirm Berlin holt auf

Die passende Stadt für sich zu finden – das hängt von vielen Faktoren ab. Ein wichtiger Faktor ist für viele Menschen die Frage, wie gut sie Karriere in der jeweiligen Metropole machen können. Die Online-Stellenbörse Yourfirm hat zehn Großstädte dem Karriere-Check unterzogen und dabei Kriterien wie Gehalt, Arbeitslosigkeit, Wirtschaftswachstum, Mieten, und Attraktivität (zum Beispiel die Kulturlandschaft und das Nachtleben) einbezogen.

Das Ergebnis dürfte Berliner erfreuen: Die Hauptstadt holt kräftig auf. Keine andere Stadt verzeichnet so enorme Zuwächse. Zwar liegt München wenig überraschend auf Platz Eins, doch Berlin kommt bereits trotz hoher Arbeitslosigkeit nach Düsseldorf (Platz Zwei) auf den dritten Platz.

Mit 2.500 Start-ups sei Berlin bundesweit führender Standort für Gründer. So punkte die Spree-Metropole immer noch mit vergleichsweise günstigen Mieten, verzeichne aber parallel ein hervorragendes Wirtschaftswachstum und gute Zuwächse an Arbeitsplätzen. Punktabzüge gibt es demgegenüber beim Durchschnittsgehalt (3.280 Euro) und bei der hohen Arbeitslosenquote (11,1%). Zum Vergleich: München hat 3.980 Euro Durchschnittsgehalt und eine Arbeitslosenquote von 4,8%.

Das Urteil der Arbeitsmarkt-Experten: „Für Karriere-Junkies ist die Hauptstadt noch nicht die erste Anlaufstelle, bietet aber jede Menge Potential.“ Positiv erwähnen die Ranking-Ersteller das enorme Tempo des Wirtschaftswachstums. Berlin gelte als forschungsstärktes Gebiet und als Start-up-Metropole. Zudem sei Berlin eine Kultur-Hochburg mit internationaler Strahlkraft. Dank der hohen Zahl an Studenten verfüge die Stadt des Weiteren über ein pulsierendes Nachtleben.

Den Karriere-Atlas können Sie hier nachlesen: www.yourfirm.de – oder hier direkt als PDF herunterladen.

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Mann Hilft Jugendlichem 250

Mehr Chancengleichheit


Die Stiftung Berliner Sparkasse unterstützt Kiezprojekte für mehr Chancengleichheit bei Kindern und Jugendlichen. Erfahren Sie mehr dazu in unserem Artikel "Kindern Zukunft geben" und unter

www.berliner-sparkasse.de/stiftung.

Projekt „Jobpaten“ Die Bewerbungshelfer

Mehr als 18.200 Berliner unter 25 Jahren waren vergangenes Jahr ohne Arbeit. Damit dies weniger werden, gibt es den Verein „Jobpaten“. Hier helfen erfahrene und erfolgreiche Berliner jungen Menschen in 1:1-Patenschaften, bessere Chancen auf dem Arbeitsmarkt zu bekommen.

„Oft entscheiden die individuellen familiären, wirtschaftlichen und sozialen Rahmenumstände frühzeitig darüber, welcher beruflichen Zukunft Jugendliche später entgegen sehen“, erklären die Vereins-Initiatoren auf der Internetseite. In Großstädten wie Berlin würde sich eine hohe Zahl von Jugendlichen und jungen Erwachsenen in vergleichsweise schwierigen Ausgangssituationen befinden. Teilweise seien es bis zu 75 Prozent der Jugendlichen eines Bezirks, die unmittelbar oder mittelbar von staatlichen Sozialleistungen abhängen.

„Wir haben bislang 50 Patenschaften vermittelt“, sagt Mitorganisatorin Carolin von Richthofen. Der Verein vernetzt Schüler der neunten und zehnten Klasse aus Schulen in sozialen Brennpunkten mit erfolgreichen Berufstätigen und hilft so, ihre Talente zu entdecken und ihre Interessen zu fördern. Über einen Zeitraum von mindestens zwei Jahren begleiten die Jobpaten ihre Schützlinge; inspirieren zu Praktika, helfen bei der Suche nach einer passenden Lehrstelle oder beim Verfassen des Bewerbungsanschreibens.

Regelmäßige Treffen zum Erfahrungsaustausch und Fortbildungsprogramme geben den Paten das nötige Hintergrundwissen für eine erfolgreiche Patenschaft. „Kurz- und mittelfristig wird sich der Verein dahingehend erweitern, dass wir zunehmend auch Menschen die Möglichkeit geben, sich punktuell für Jugendliche zu engagieren.“ Zum Beispiel in Form einer jährlichen Firmenbesichtigung oder in Form von Spenden.

Interessierte finden Neuigkeiten und Veranstaltungen auf der Seite www.jobpaten.com. Ein nächster Infoabend ist für den 16. April 2015 geplant.

Jobpaten - Die Bewerbungshelfer e.V.
c/o Kugele von Richthofen GbR
Chausseestraße 116
10115 Berlin
E-Mail: info@jobpaten.com

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Altenpflege 250

BIBB-Studie Mehr Azubis in der Altenpflege

Ausbildungsberufe in der Alten- und Gesundheitspflege erfreuen sich wachsender Beliebtheit. Dies hat eine Studie des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB) auf Basis von Zahlen des Statistischen Bundesamtes ergeben. Demnach sind die Zahlen in den 17 bundesweit geregelten Fachberufen in der Gesundheitsbranche im vergangenen Ausbildungsjahr insgesamt kräftig gestiegen. Den größten Anstieg hat das Statistische Bundesamt mit 36,2 Prozent in der Altenpflege verzeichnet. Es folgen die Podologen (29,7%), Rettungsassistenten (21,6%) und Krankenpfleger (7,6%).

Als Grund hierfür führte BIBB-Präsident Friedrich Hubert Esser die wachsende Bedeutung der Pflegeberufe an. Aufgrund der demografischen Entwicklung sei auch weiterhin von einem steigenden Bedarf auszugehen. „Wenn der momentane Trend sich verstetigt, besteht die Chance, dass wir den gerade in dieser Branche erwarteten Fachkräftemangel abmildern können.“

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Azubi 250

Jugendberufsagentur Beratung und Betreuung

Knapp 18.200 junge Menschen unter 25 Jahren haben derzeit keinen Job, rund 1.500 Jugendliche gingen vergangenes Jahr bei der Ausbildungsplatzsuche leer aus: Anlass für den Berliner Senat, die Berliner Wirtschaft und die Arbeitsagentur eine Jugendberufsagentur einzurichten.

Sie soll junge Menschen zum Thema Ausbildung beraten und bei der Jobsuche unterstützen. So bricht zum Beispiel jeder dritte Jugendliche seine Ausbildung vorzeitig ab – bundesweit sind das die schlechtesten Zahlen auf dem Arbeitsmarkt, informiert die Sonderkommission „Ausbildungsplatz-Situation und Fachkräfte-Bedarf in Berlin“.

Zur Lösung wollen die zuständigen SPD-Senatorinnen Sandra Scheeres (Bildung) und Dolek Kolat (Arbeit) die verschiedenen Akteure in der Agentur bündeln und besser vernetzen. Die Agentur wird eng mit Schulen und Jugendhilfen zusammenarbeiten, in jedem der zwölf Berliner Bezirke soll jeweils eine Anlaufstelle eingerichtet werden. Die ersten drei werden 2015 starten, kündigte Scheeres an.

So soll die Ausbildungsquote in Berlin, sprich der Anteil der Unternehmen, die ausbilden, wieder schrittweise erhöht werden. Sie war zuletzt erneut gesunken, auf 4,08 Prozent vergangenes Jahr.

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Mann Helm Windrad 250

Foto: shutterstock

Netzfundstück: Stellenportal für Jobs in Umweltbranchen Grüne Jobs

Das Greenpeace Magazin sucht einen Redakteur, ein Wiesbadener Windpark einen Bauleiter und die Landwirtschaftskammer Schleswig-Holstein einen Berater für den Ökologischen Landbau. Nur drei von hunderten Job-Angeboten auf dem Portal www.green-jobs.de, das zwei Potsdamer entwickelt haben.

Greenjobs.de soll die zentrale Anlaufstelle für alle sein, die in den grünen Branchen arbeiten wollen. Mehr als 500 Stellenangebote hält das Portal aktuell bereit, die kostenlos von Jobsuchenden durchforstet werden können. Unternehmen müssen hingegen für ihr Inserat bezahlen. Mit dem Portal wollen die Macher Uwe Trenkner und Jan Strohschein allerdings nicht nur die „klassische Ökobranche“ abdecken. Angesprochen sollen sich alle Firmen fühlen, die umweltbezogen arbeiten.

„Die Idee kam uns Anfang 2000“, erinnern sich die Macher. „Selbst interessiert an solchen Angeboten, vermissten wir eine Jobbörse mit einer solchen Spezialisierung.“ Wie die großen Jobportale bietet diese neben der kostenlosen Suche auch einige weitere angenehme Einstellungen. So kann man sich zum Beispiel einmal pro Woche neue Stellenanzeigen per E-Mail zustellen lassen. Oder sich ein individuelles Job-Abo einrichten, das die angebotenen Jobs weiter spezialisiert und auch eine tägliche Zustellung erlaubt. Und wer mag, kann der Seite einfach via Twitter folgen und sich so bequem über die neusten Job-Angebote informieren lassen.

www.greenjobs.de

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Suesswarentechnologin 250

Ausbildung für Süßwarentechnologen modernisiert Konfekt und Kamelle

Wie werden Bonbons in Form gebracht? Wie entsteht aus Kakaobohnen eigentlich Schokolade, und wie lässt sich aus braunem Kakao weiße Schokolade herstellen? In diesen spezialisierten Bereichen der Verarbeitung von Rohstoffen und der Lebensmittelproduktion arbeiten „Süßwarentechnologen und -technologinnen“. Die Ausbildung erfolgt in einem der fünf Einsatzgebiete: Schokoladewaren und Konfekt, Bonbons und Zuckerwaren, Feine Backwaren, Knabberartikel oder Speiseeis. Gemeinsam mit den Sozialpartnern und Sachverständigen aus der betrieblichen Praxis hat das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) jetzt im Auftrag der Bundesregierung die dreijährige Berufsausbildung auf den neuesten Stand gebracht.

Die modernisierte Ausbildungsordnung berücksichtigt dabei die technologischen Fortschritte der Herstellung von Süßwaren sowie die wachsende Bedeutung von Qualitätssicherungsprozessen und Lebensmittelsicherheit.

Die beruflichen Kompetenzen der Süßwarentechnologen sind vielfältig. Sie müssen zum Beispiel Mischungen, Teige und Halbfabrikate ansetzen, Produktionsanlagen vorbereiten und in Betrieb nehmen, Produktionsprozesse überwachen sowie Störungen feststellen und beseitigen. Da der Süßwarenmarkt ständig Neuerungen hervorbringt, ist auch die Mitwirkung an der Entwicklung neuer Produkte Gegenstand der Ausbildung, ebenso wie das Verpacken von Süßwaren und die Überprüfung, Annahme und Lagerung von Roh-, Hilfs- und Zusatzstoffen. Die ausgebildeten Fachkräfte üben somit eine wichtige Kontrollfunktion aus und gewährleisten, dass nur einwandfreie Produkte auf den Markt kommen.

Die modernisierte Ausbildungsordnung löst die bestehenden Regelungen aus den 1980er-Jahren für den Vorgängerberuf „Fachkraft für Süßwarentechnik“ ab. Die neue Ausbildungsordnung tritt zum 1. August 2014 in Kraft. Die Übernahme-Chancen als Fachkraft sind sehr gut. Im Anschluss an die Ausbildung stehen Aufstiegs- und Weiterbildungswege offen.

Weitere Informationen zur neuen Ausbildungsordnung „Süßwarentechnologe/Süßwarentechnologin“ finden Sie auf www.bibb.de.

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Zweiradmechatroniker 250

Modernisierter Ausbildungsberuf Mechatroniker fürs Rad

Längst hat die technologische Entwicklung auch in der modernen Zweiradtechnik Einzug gehalten. Der Absatz von Fahrrädern mit Elektromotor wächst rasant – die so genannten „E-Bikes“ und „Pedelecs“ sind voll im Trend. Auch der Anteil elektronischer Systeme an und in Motorrädern nimmt kontinuierlich zu. In den Hersteller-, Handels- und Handwerksbetrieben, die mit dieser Fahrzeugtechnik arbeiten, werden entsprechend ausgebildete Fachkräfte dringend benötigt. Das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) hat daher mit Experten aus der betrieblichen Praxis die dreieinhalbjährige Berufsausbildung auf den neuesten Stand gebracht.

Dabei hat die technologische Entwicklung auch Auswirkungen auf die Berufsbezeichnung: Aus dem Zweiradmechaniker wird nun der Zweiradmechatroniker. Inhaltlich berücksichtigt die modernisierte Ausbildungsordnung den höheren Anteil von elektrischen und elektronischen Arbeiten an Zweirädern. Auch in der Zweiradtechnik kommt die Hochvolt-Technologie inzwischen zum Einsatz. Zudem müssen komplex verknüpfte Mechatronik- und IT-Systeme gewartet werden. Dies erfordert neue Reparatur- und Diagnosemethoden.

Auch die Weiterentwicklung der verwendeten Leichtbaustoffe, wie zum Beispiel Carbon im Rahmenbau, findet Berücksichtigung. Wie bereits im Vorgängerberuf, der zuletzt 2008 modernisiert worden ist, erfolgt die Ausbildung weiterhin in den zwei Fachrichtungen Fahrradtechnik und Motorradtechnik.

Zweiradmechatroniker/-in ist ein Beruf mit Zukunft. So ist die Zahl der neu abgeschlossenen Ausbildungsverträge im Jahr 2013 im Vergleich zum Vorjahr um fast zehn Prozent von rund 650 wieder auf über 700 gestiegen. Die Zahl der Auszubildenden liegt seit mehreren Jahren konstant bei rund 2.000. Der Anteil der jungen Männer unter den Auszubildenden beträgt rund 90 %. Die Übernahmechancen als Fachkraft sind gut.

Weitere Informationen zur neuen Ausbildungsordnung „Zweiradmechatroniker/-in“ finden Sie im Internetangebot des BIBB unter www.bibb.de/de/64876.htm. nach oben

Schulklasse Unterricht 250

Gut gegründet


Mehr zum Thema Gründung und den Existenzgründungsservice der Berliner Sparkasse erfahren Sie ab 1. Juli in unserer Sommerausgabe sowie auf www.berliner-sparkasse.de/existenz.

Das FirmenCenter Gründung unter Leitung von Dr. Christian Segal ist telefonisch unter (030) 869 855 50 erreichbar.

Initiative für Unternehmergeist „Ich mach mich selbständig“

Mit dem Thema Wirtschaft und Unternehmertum kommen Schüler im klassischen Unterricht eher selten in Berührung. Die Initiative „Ich mach mich selbständig“ bringt daher Jungunternehmer in Schulen, die über ihre Erfahrungen berichten.

„Berlin hat die positive Energie, die für kreative und erfolgreiche Selbständigkeit notwendig ist. Hier können sich Menschen ausprobieren und mit geringen Mitteln Ideen umsetzen“, erklärt Gründer Daniel-Jan Girl die Initiative. Er will Schüler ab der neunten Klasse ermutigen, sich mit dem Thema Selbständigkeit zu befassen. „Jugendliche brauchen Vorbilder und authentische Geschichten“, sagt Girl.

2005 war ihm die Idee gekommen, seit nun vier Jahren wird sie unter Leitung der IHK Berlin geführt. Unter den 5.000 Schülern, die das Projekt inzwischen erreicht hat, sind auch schon einige Gründer. Darunter zum Beispiel ein junger Berliner, der zunächst Fotos auf Partys machte und kleine Ideen für Verbesserungen hatte. Er meldete sich nach einer der ersten Veranstaltungen der Initiative bei Girl – heute gehört sein Unternehmen zu den größten Partyveranstaltern der Stadt.

„Hab Vertrauen in Dich und Deine Träume! Versuche Unmögliches möglich zu machen“, lautet daher der Leitgedanke der Initiative. Doch Girl weiß auch, dass die Selbstständigkeit nicht für jeden das Richtige ist. Für den Erfolg komme es auf fünf Eigenschaften an: die Bereitschaft, mehr als das Notwendige tun, Durchhaltevermögen, Flexibilität, kommunikative Stärke und eine gewisse Risikobereitschaft.

Ob bereits mit konkreter Geschäftsidee oder einem grundlegendem Interesse am Thema: Mehr Informationen und Beratungen zur Selbständigkeit erhalten Schüler und Erwachsene unter anderem bei der IHK sowie auf:

www.ich-mach-mich-selbstaendig.de

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Buch Muetter Und Arbeit 250

Buch-Tipp: „Karriere im Eimerchen" Diktatoren ohne Zähne & Chefs ohne Ahnung

Es gibt Momente, da fühlen sich Mütter am Arbeitsplatz „wie auf Mutter-Genesungskur", schreibt Nina Puri in ihrem neuen Buch „Karriere im Eimerchen – Warum Mütter nicht zum Arbeiten kommen".

„Die Kollegen essen ihre Reißzwecken und Heftklammern nicht auf und erbrechen sich während wichtiger Kundengespräche auch selten auf dem Konferenztisch“, schwärmt die Werbe-Grafikerin und Mutter zweier Söhne. Außerdem würden sie statt „Da, da, da!“ wunderschöne ganze Sätze sagen.

Wie kommt es dann, dass in Deutschland weniger als die Hälfte aller Mütter nach der Babypause an ihren Arbeitsplatz zurückkehrt? Warum arbeiten drei Viertel dieser seltenen Exemplare dann in mies bezahlten Teilzeit- oder Minijobs? Wieso gibt es bei der Google-Suche nach „Topmanagerinnen mit Kind“ weniger Resultate als für „Blumen auf dem Mars“? Weshalb werden Mütter, die ganztags arbeiten, in unserer Gesellschaft angefeindet „wie der Kannibale von Rotenburg"?

Diesen Fragen geht die Autorin mit Hingabe und köstlichem Humor nach. Mit einem frechen Augenzwinkern und klaren Standpunkten analysiert die Verfechterin einer familientauglichen Arbeitswelt, wie gesellschaftliche, politische und kulturelle Faktoren Frauen das Berufsleben gerade in Deutschland schwer machen. Nina Puri rechnet aus, dass Mütter mit gut verdienenden Männern durch Ehegattensplitting, Elterngeld, gespartem Kita-Geld & Co. rund 3.400 Euro im Monat dafür bekommen können, dass sie zu Hause bleiben. Das typisch deutsche Bild der stets perfekten Mutti, Chefs, die Babypausen-Rückkehrerinnen „gleichwertige Stellen in Murmansk“ anbieten, Kollegen, die Kinderfotos und mitgebrachte Grippekinder am Arbeitsplatz nur bei Vätern süß finden, fehlende Betreuungs­möglichkeiten – all dies und mehr führt die Autorin ins Feld bei ihrem Plädoyer für eine Arbeitswelt mit mehr und besser bezahlten Müttern.

Obwohl das Buch mehr Pamphlet ist als Ratgeber, bekommen Leserinnen durchaus praktische Tipps. Zum Beispiel zu der Frage, wann und wie Arbeitnehmerinnen ihrem Chef von einer Schwangerschaft erzählen sollten und welche arbeitsrechtliche Folgen das hat. Oder welche Fehler Babypausen-Rückkehrerinnen vermeiden sollten. Mit persönlichen Erfahrungen bereitet Nina Puri Mütter auf Stolpersteine, Tränen und Kämpfe vor. Sie vermittelt ihnen das Gefühl, dass sie nicht alleine sind und das schon alles gut wird, gleichzeitig fordert sie: Hört auf, in die falsche Richtung zu Jammern! Setzt euch ein für bessere Bedingungen! Sie wirbt für Verständnis, Veränderung und politische Schritte, um diese herbeizuführen, zum Beispiel für die Frauenquote.

Herausgekommen ist ein flott geschriebenes Buch, das den Leser zum Kichern und Nachdenken bringt – lesenswert nicht nur für berufstätige Mütter, sondern auch für alle, die mit ihnen das Büro oder die Wohnung teilen. (mgr)

Nina Puri: Karriere im Eimerchen? Warum Mütter nicht zum Arbeiten kommen", Knaur Verlag, 9,99 Euro. nach oben

Versicherungskaufmann 250

Foto: BWV Bildungsverband

Kaufleute für Finanzen und Versicherungen Fit für Finanzen

Ob aktuelle Neuerungen bei Lebens- und Krankenversicherungen oder neue Finanzprodukte: Kaufleute für Versicherungen und Finanzen müssen in diesem vielschichtigen Feld immer auf dem neuesten Stand sein. Das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) hat daher im Auftrag der Bundesregierung gemeinsam mit den Sozialpartnern und Sachverständigen aus der betrieblichen Praxis die dreijährige Berufsausbildung modernisiert.

So gehören nun beispielsweise auch fondsgebundene Lebensversicherungen zur Produktpalette der Ausbildung. Die Fachrichtung „Finanzberatung“ wird flexibler gestaltet, so dass Auszubildende Lerninhalte selbst bestimmen können. In der Fachrichtung "Versicherung" wird das Qualifikationsangebot aktuellen Entwicklungen angepasst, indem unter anderem Schadensservice und Leistungsmanagement künftig als neue Wahlqualifikationen angeboten werden.

Der Ausbildungsberuf erfreut sich weiterhin eines guten Zuspruchs: Mit 5.817 Neuabschlüssen, darunter 52,8 Prozent mit männlichen und 47,2 Prozent mit weiblichen Auszubildenden, steht er auf Rang 29 in der Rangliste der Ausbildungsberufe nach Neuabschlüssen 2012. Und mit einer durchschnittlichen tariflichen Ausbildungsvergütung von 830 Euro im ersten, 896 Euro im zweiten und 962 Euro im dritten Ausbildungsjahr lag die Vergütung im vergangenen Jahr auch deutlich über dem bundesweiten Durchschnitt von 730 Euro.

Die Änderungen greifen ab dem 1. August 2014.

Weitere Informationen zum modernisierten Ausbildungsberuf Kaufmann/Kauffrau für Versicherungen und Finanzen unter www.bibb.de/de/61655.htm. Übrigens: Die Berliner Sparkasse ist einer der größten Ausbildungsbetriebe der Region: Lesen Sie mehr in Erstklassiger Ausbilder.

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