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Taetowierer 692

Bilder, die unter die Haut gehen

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Zum Tätowieren gehört mehr als nur eine ruhige Hand und Talent zum Zeichnen.

Gute Tätowierer


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Der deutsche Tattooverband „Deutsche Organisierte Tätowierer e.V.“ (DOT), www.dot-ev.de

Tattooscout – Das Online-Magazin, www.tattooscout.de

Widmungen, Liebesschwüre oder Wunschbilder: Ein Tätowierer verändert das Aussehen der Haut für immer. Dafür muss er sehr sensibel mit Menschen umgehen können. Ob er Künstler oder Handwerker ist, bleibt umstritten. Er sollte beides miteinander vereinen können, denn ohne künstlerisches Talent und handwerkliches Können geht nichts in diesem Beruf.

Die Berufsbezeichnung ist allerdings trotz der hohen Verantwortung nicht geschützt. Jeder, der Aufträge erhält, darf sich Tätowierer nennen. Meist reift der Berufswunsch, nachdem das erste eigene Tattoo gestochen worden ist. Die Besuche im Studio und bei Tattoo-Großveranstaltungen häufen sich, und Vorlieben für bestimmte Stile bilden sich heraus.

Die Lehrzeit - Anfreunden mit der Nadel

Zum Tätowieren gehört mehr als nur eine ruhige Hand und Talent zum Zeichnen. Die Arbeit auf der Haut erfordert medizinische Kenntnisse und das Einhalten von Hygiene-Vorschriften. Daher bietet es sich an, bei einem Tätowierer seines Vertrauens in die Lehre zu gehen. Lehre heißt hier, den grundsätzlichen Aufbau der Arbeitsgeräte zu verstehen und sich das medizinische Grundwissen anzueignen. Wann dann der geeignete Zeitpunkt für eine erste selbstständige Arbeit gekommen ist, entscheidet jeder selbst.

Die Arbeit - genaue Absprachen wichtig

Das Motiv wird mit dem Kunden abgesprochen. Dieser hat entweder eine Vorlage dabei oder erläutert seine Vorstellungen, die vom Tätowierer in einer Zeichnung umgesetzt werden. Erst wenn alle Fragen zu Motiv, Farbgebung, Körperstelle, Hygiene und Risiken geklärt sind, kann die Arbeit beginnen.

Die ausgewählte Stelle wird zunächst rasiert und desinfiziert, dann das Motiv mit einem Stift auf die Haut skizziert. Jetzt kann das Stechen mit einer Tätowiermaschine beginnen. Bis zu 3000 Schwingungen pro Minute lassen eine Nadel vibrieren, mit der die Umrisse in die unteren Hautschichten gebracht werden. Im zweiten Schritt kommt – je nach Motiv – ein Nadelblock von fünf bis sieben Nadeln zum Einsatz, die erstellten Umrisse werden farbig ausgefüllt.

Wie ein Tattoo gestochen wird

In der Lehrzeit bietet dieses relativ leichte Ausfüllen eine Möglichkeit, die Haut als Arbeitsuntergrund und die Arbeit mit der Tätowiermaschine kennen zu lernen. Ist das Motiv fertig gestochen, wird das Tattoo desinfiziert, mit einer Heilsalbe bestrichen und mit einem Folienverband bedeckt, bis es abgeheilt ist.

Bis die ersten eigenen Arbeiten entstehen können, dauert es zwei bis drei Jahre. Auf diesem langen Weg müssen Wissen, Fähigkeiten und Verständnis erworben werden. Denn nur durch viel Erfahrung fassen Interessierte in diesem Beruf Fuß.

Kontakt zum Autor: Julia Leiditz


Zuletzt aktualisiert: 04.08.2010