Job & Karriere

Hauptsache Reisen

Wer im Tourismus arbeiten möchte, hat sowohl als Quereinsteiger als auch mit Ausbildung oder Studium gute Chancen. Insgesamt arbeiten 2,8 Millionen Beschäftigte in der deutschen Reisebranche.

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Für Quereinsteiger: Animateure brauchen keine klassische Ausbildung.

Jobs und Ausbildungen


Diese Stellen informieren über Ausbildungen, Arbeitsfelder für Quereinsteiger und Studienfächer in der

Tourismusbranche


• Informationen über die Ausbildung zu Reiseverkehrskaufleuten: www.touristik-azubi.de

• Informationen zu weiteren Berufen in der Reisebranche, inklusive touristischer Studiengänge:
www.drv-ausbildung.de

• Informationen über Berufe in der Hotellerie und Gastronomie:
www.dehoga-bundesverband.de

• Informationen zu Berufen in der Luftfahrtbranche: www.airliners.de/karriere

• Noch mehr Infos zu einzelnen Berufen können Interessierte bei der Arbeitsagentur recherchieren: Berufenet

Bild vergrößernStewardess

Für viele ein Traum: Als Flugbegleiterin weltweit unterwegs sein.

Bild vergrößernTui Animateure

Spaß bereiten, Sonne tanken, im Team arbeiten: Das sind die Vorzüge von Jobs in der Branche.

Die Möglichkeiten, in diesem Bereich Fuß zu fassen, sind groß, denn kaum ein anderer Wirtschaftszweig bietet so viele Job-Alternativen: vom Flugbegleiter bis zum Reiseverkehrskaufmann, vom Animateur bis zum Produktmanager.

Große Bandbreite an Berufen

"Insgesamt arbeiten 2,8 Millionen Beschäftigte in der deutschen Touristikbranche", sagt Nicole Habrich, Pressesprecherin des Deutschen Tourismusverbandes. Allerdings sei die Abgrenzung, welche Berufe in diese Branche gehören, sehr schwer. "Tourismus-Mitarbeiter können als Koch oder als Zimmermädchen arbeiten, auf dem Campingplatz oder in der Touristeninformation."

So unterschiedlich die Berufe sind, so unterschiedlich sind auch die Ausbildungswege. Neben klassischen dreijährigen Ausbildungen gibt es viele Möglichkeiten des Quereinstiegs – auch nach einem Studium.

Gerade die Vielfalt macht Spaß

Zu den ausgebildeten Beschäftigen gehören beispielsweise die Reiseverkehrskaufleute und die Kaufleute für Tourismus und Freizeit. "Während letztere etwa in Touristinformationen, Fremdenverkehrsämtern und touristischen Branchenverbänden arbeiten, sind Reiseverkehrskaufleute meist in Reisebüros tätig. Sie beraten Kunden, finden die passenden Urlaubs- oder Geschäftsreiseangebote und verkaufen neben kompletten Reisepaketen auch Flugtickets, Bahnfahrkarten, Kreuzfahrtreisen und Hotelaufenthalte", erklärt Hans Doldi, Vizepräsident des Deutschen ReiseVerbands (DRV) und Ausschussvorsitzender für Berufsaus- und -fortbildung.

Dennis Konieczny ist Reiseverkehrskaufmann bei der Firma TRX, die das Servicecenter des Internetreiseportals Expedia stellt: "Ich arbeite im Call-Center, beantworte aber auch per E-Mail Fragen von Expedia-Kunden. Und die können sehr unterschiedlich sein. Manche brauchen Informationen über die Einreisebedingungen oder das Urlaubsgebiet, andere wollen umbuchen." Gerade diese Vielfalt der Fragen macht Konieczny Spaß.

Große Touristikunternehmen locken Akademiker

Wer studieren will, hat die Wahl unter verschiedenen Studiengängen, zum Beispiel zwischen einem betriebswirtschaftlichen Studium mit dem Schwerpunkt Tourismus und einem Studium im Fach Tourismusmanagement oder Tourismuswirtschaft. "Tendenziell finden diese Absolventen meist eine Beschäftigung bei den großen Touristikunternehmen oder touristischen Organisationen und Verbänden und arbeiten dort im Marketing oder Management", sagt Hans Doldi vom DRV.

Daniel Willms hat das duale Studium "Business Administration: Tourism/Eventmanagement" absolviert. Als Trainee ging er dann zu REWE-Touristik: "Heute arbeite ich in einer neu gegründeten Abteilung, die sich mit dem Kooperationsmanagement beschäftigt. Dabei geht es etwa darum, mit Fremdenverkehrsämtern oder Hotelketten gemeinsame Werbemaßnahmen wie Zeitungsanzeigen oder Schaufensteraktionen für Reisebüros durchzuführen und zu koordinieren."

Viele Arbeitsfelder für Quereinsteiger

Zu den touristischen Berufen, die keine klassische Ausbildung voraussetzen, gehören Reiseleiter und Animateur. "Reiseleiter stehen den Reisenden vor Ort als Ansprechpartner zur Verfügung. Es gibt aber auch sogenannte Studienreiseleiter, die Reisende mit Fachinformationen versorgen und Führungen leiten", sagt Doldi. Beide Aufgaben seien verantwortungsvoll und keineswegs Hilfstätigkeiten. Als Studienreiseleiter arbeiten viele Akademiker wie etwa Kunsthistoriker.

Animateure sind im Bereich Sport und Fitness im Einsatz, sie gestalten Abendshows und Spielprogramme, organisieren Familienausflüge und andere Aktivitäten wie etwa Seidenmalerei. Der 28-jährige Farouk El Khalili hat bei der Thomas Cook AG eine interne Ausbildung zum Animateur absolviert: "Ich bin während einer Berufsmesse der Arbeitsagentur auf den Beruf des Animateurs gestoßen und war sofort begeistert. Arbeiten im Ausland, dort wo andere Urlaub machen, hat mich gereizt." Der gelernte Mediengestalter für Bild und Ton aus Berlin ist in diesem Sommer auf der griechischen Insel Kos in seine erste Saison als Sportanimateur gestartet und freut sich auf die Arbeit mit Menschen.

Kontakt zum Autor: Anja Schreiber


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Zuletzt aktualisiert: 04.08.2010 · Fotos: Gerd Rebenich/Lufthansa, Tui Fly (2), Thomas Cook