Geld & Finanzen

Leerer Bauch studiert nicht gut

Ein Studium kostet Geld. Nicht nur Bücher, Semesterbeitrag und tägliche Mensabesuche müssen finanziert werden, sondern auch der Lebensunterhalt.

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Eltern müssen ihrem Nachwuchs bis zum Alter von 28 Jahren eine Erstausbildung finanzieren.

Studienkredit bei der Berliner Sparkasse


Anträge zum Studienkredit der KfW nimmt die Berliner Sparkasse entgegen. Einfach Onlineantrag ausfüllen, ausdrucken und mit allen benötigten Unterlagen in einem der folgenden PrivatkundenCenter abgeben.

Nähe FU
• Drakestraße 32

Nähe TU
• Savignyplatz 9–10

Nähe FHTW/ASH Berlin
• Treskowallee 110
• Dörpfeldstraße 40–42
• Wilhelminenhofstraße 82a
• Stendaler Straße 21

Nähe HU/Charité
• Friedrichstraße 148

Nähe TFH
• Schulzendorfer Straße 1
• Nazarethkirchstraße 51

Nähe Mediadesign Hochschule
• Rudi-Dutschke-Straße 17

Mehr Infos unter:
www.berliner-sparkasse.de/
studentenkredit

Für viele junge Menschen markiert der Beginn eines Studiums nämlich das Ende im "Hotel Mama". Plötzlich müssen sie sich um Telefonanschlüsse, Mietkautionen und einen gefüllten Kühlschrank kümmern. Was tun?

Eltern müssen ihre Kinder unterstützen

Nach wie vor sind die Eltern Studienfinanzierer Nummer eins: Rund 87 Prozent der Studierenden werden mit durchschnittlich 445 Euro monatlich unterstützt. Eltern sind gesetzlich verpflichtet, ihrem Nachwuchs die Erstausbildung bis zum Alter von 28 Jahren zu finanzieren. Wie viel sie zahlen müssen, ist in der sogenannten Düsseldorfer Tabelle geregelt.

Halb geschenkt, halb geliehen – das BAföG

Wenn Eltern sich die Studienunterstützung nicht leisten können, springt der Staat ein – und zahlt BAföG. Das wird von jedem fünften Studierenden genutzt. Ob Anspruch besteht, hängt von mehreren Faktoren ab, etwa dem Einkommen der Eltern, der Wohnsituation oder dem Alter des Antragstellers. Maximal 648 Euro überweist das BAföG-Amt monatlich. "Niemand, den ich kenne, bekommt tatsächlich den Höchstsatz", sagt Anika, die in Potsdam Jura studiert. "Ich bekomme knapp 300 Euro und arbeite nebenbei, was bei meinem vollgepackten Stundenplan schwierig ist."
Die 27-Jährige ist trotzdem froh, dass es diese Möglichkeit gibt. Denn die Hälfte des BAföG ist ein Darlehen vom Staat, die andere Hälfte ein Geschenk. Die Teilrückzahlung beginnt erst, wenn der Bezieher berufstätig ist und über ein geregeltes Einkommen verfügt. Doch Achtung: Wer durch seinen Studentenjob mehr als 400 Euro im Monat verdient, muss damit rechnen, dass ihm das BAföG gekürzt wird. www.bafoeg.bmbf.de

Kaum genutzt – das Stipendium

Nur drei Prozent der Studierenden in Deutschland nutzen ein Stipendium. Dabei ist nicht zwingend ein Einser-Abi erforderlich – soziales Engagement oder die Motivation, ein bestimmtes Fach zu studieren, sind oftmals genauso wichtig. Manche Programme haben auch spezielle Zielgruppen. Stipendiaten erhalten von ihrer jeweiligen Fördereinrichtung einen monatlichen Betrag, der sich an den BAföG-Sätzen orientiert und für dessen Höhe das Einkommen der Eltern relevant ist. Ein Stipendium muss
jedoch nicht zurückgezahlt werden.
• Friedrich-Ebert-Stiftung, www.fes.de/studienfoerderung
• Friedrich-Naumann-Stiftung, www.freiheit.org
• Konrad-Adenauer-Stiftung, www.kas.de
• Heinrich-Böll-Stiftung, www.boell.de/studienwerk

Für Auserwählte – der Bildungsfonds

Im Gegensatz zu einem Stipendium ist das Geld bei einem Bildungsfonds nur geliehen. Die Rückzahlung beginnt nach Beendigung des Studiums und ist einkommensabhängig. Man erstattet einen bei Vertragsabschluss festgelegten Prozentsatz des Gehalts über eine ebenfalls festgelegte Zeitspanne. Gutverdiener zahlen mehr als jene, denen nach dem Studium nicht so viel zur Verfügung steht. Aus diesem Grund suchen sich Anbieter von Bildungsfonds die Studierenden genau aus und bieten ihre Leistungen nur denjenigen an, die besonders vielversprechende Berufsperspektiven haben. www.bildungsfonds.de

Kellnern, putzen, telefonieren – der Nebenjob

Ob in Kneipen, Cafés oder Callcentern – Studenten sind in vielen Branchen unentbehrlich geworden. Laut einer Umfrage des Studentenwerks arbeiten rund 67 Prozent aller Studierenden in Deutschland, um ihr Studium und den Lebensunterhalt zu finanzieren. "Ich habe gleich drei Jobs", so Michael, der in Berlin Kulturjournalismus studiert. Neben der Arbeit im Theater und als studentische Hilfskraft ist der 29-Jährige nebenbei als freier Journalist tätig: "Ich schreibe Artikel und fotografiere. Das hilft mir, neben dem Studium bereits Erfahrungen zu sammeln und Kontakte für mein späteres Berufsleben zu knüpfen."
www.gelegenheitsjobs.de/jobboerse/stellenmarkt_berlin.html
www.studentenjobs24.de

Flexibel und unabhängig – der Studienkredit

Nebenjobs erfordern viel Zeit und gehen oft zu Lasten des Studiums. Wer sich lieber voll auf sein Studium konzentrieren möchte, kann das fehlende Einkommen mit einem Studienkredit ausgleichen. Die Berliner Sparkasse bietet den Studienkredit in Kooperation mit der Kreditanstalt für Wiederaufbau, KfW, an. Völlig unabhängig vom Studienfach, dem eigenen Vermögen und dem Elterneinkommen kann der Kredit auch von Studierenden genutzt werden, die keinen Anspruch auf BAföG haben. Und das bis zu einem Alter von 34 Jahren.
Bis zu 650 Euro monatlich können so zum persönlichen Budget beigesteuert werden. Für die Rückzahlung des Studienkredites hat man 25 Jahre Zeit. Sie beginnt erst nach Beendigung des Studiums. Und falls der gut bezahlte Traumjob nicht gleich zur Stelle ist, kann die Rückzahlung auch um bis zu 23 Monate aufgeschoben werden.
www.kfw.de
www.berliner-sparkasse.de/studentenkredit


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Autor: Pauline Krebs


Zuletzt aktualisiert: 13.01.2012 · Fotos: Barbara Dietl (2)