Geld & Finanzen

Revolution im Museum

Die Sparkassen-Finanzgruppe ist neuer Hauptförderer der Staatlichen Museen zu Berlin. Besucher dürfen sich auf Überraschungen freuen.

Aktuelle News:


Lukas Nölte und Max Worner haben mit ihrem Projekt "Raum der Zukunft" den Publikumspreis des Wettbewerbs WÜNSCH DIR WAS! gewonnen. BerlinerAkzente gratuliert herzlich und wird ab 1. Februar mehr dazu berichten.

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Berliner Museen für Jugendliche ansprechender machen – das ist das große Ziel der Aktion "Wünsch Dir was".

Jahreskarten gewinnen!


BerlinerAkzente verlost fünf mal eine Jahreskarte PLUS für den Eintritt in die Staatlichen Museen zu Berlin. Die Karte wird beim ersten Museumsbesuch aktiviert und gilt dann für ein Jahr. Auch Sonderausstellungen können ohne Aufpreis besucht werden. Schicken Sie eine Postkarte oder E-Mail an BerlinerAkzente, 10889 Berlin oder berliner.akzente@berliner-sparkasse.de. Einsendeschluss ist der 31. März 2012.

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Auch sonst bietet die Kooperation zwischen der Sparkassen-Finanzgruppe und den Staatlichen Museen zu Berlin viele Vorteile für Museumsbesucher.

Sparkassen, Kunst und Kultur


Die Förderung von Kunst und Kultur ist ein wesentlicher Schwerpunkt des gesellschaftlichen Engagements der Sparkassen-Finanzgruppe. Mit 150 Millionen Euro für Kunst und Kultur pro Jahr ist die Sparkassen-Finanzgruppe der größte nichtstaatliche Kulturförderer in Deutschland.

Nur Bilder angucken – das ist Max Worner, 17, und Lukas Nölte, 18, von der Kurt-Tucholsky-Oberschule in Pankow zu wenig. Ihre Klasse hat sich als eine der ersten Schülergruppen am Ideenwettbewerb "Wünsch Dir was!" der Staatlichen Museen zu Berlin beteiligt.

Jury aus Jugendlichen, Experten und Stars

Den Anfang macht der Hamburger Bahnhof – das Museum für Gegenwartskunst. Wie wünschen sich Jugendliche das Museum? Welche Angebote und Aktionen würden sie planen? Wie würden sie die Räume gestalten, hätten sie ein Mitspracherecht? Das innovativste und am besten realisierbare Konzept wird von einer Jury aus Jugendlichen, Museumsexperten und prominenten Künstlern der Popkultur ausgezeichnet – und vom Hamburger Bahnhof dann umgesetzt.

"Jugendliche sind sehr technik- und computeraffin. Wenn Museen in diesen Bereichen mehr bieten würden, dann würden sicherlich auch mehr junge Menschen kommen", sagt Lukas Nölte und erklärt das Konzept, an dem sich beide beteiligen: Ein Raum mit vier Leinwänden soll Ausstellungsbesucher über die Hintergründe der ausgestellten Epoche informieren. Dank 3-D-Brille sieht der Zuschauer alles dreidimensional, kann sich in eine beliebige Richtung drehen und mit einem Controller, einer Art Fernbedienung, durch die Zeitspanne zappen. So erhält er Hintergrundinformationen über die Zeit, in der die Bilder entstanden sind.

Kritisches Denken anregen

Mit der Ideenschmiede wollen die Museumsmacher junge Menschen zwischen 13 und 18 Jahren zum kritischen Denken über Kunst, Kultur und die Institution Museum anregen, erklärt Mechtild Kronenberg, Leiterin der Presseabteilung. "In der Museumsarbeit ist die Jugendbildung eine ganz wichtige Säule. Museen sind dazu da, Objekte der Geschichte zu sammeln und auszustellen. Junge Menschen können sich so ihrer eigenen Herkunft viel besser bewusst werden. Und die Kinder und Jugendlichen, die unsere Häuser besuchen, sind natürlich auch die Museumsbesucher von morgen."

Den ganzen Museumsverbund fördern

Rund 5,3 Millionen Besucher verzeichneten die 15 Sammlungen rund um die Museumsinsel, das Kulturforum Potsdamer Platz sowie die Häuser in Charlottenburg und Dahlem vergangenes Jahr. Damit auch weiterhin Millionen ins Museum strömen, fördern die Berliner Sparkasse, die DekaBank und der Deutsche Sparkassen- und Giroverband gemeinsam nicht nur die kulturelle Jugendbildung, sondern auch den kompletten Museumsverbund. Sie unterstützen zum Beispiel eine neue Werbekampagne der Staatlichen Museen zu Berlin mit Broschüren, Plakaten und personalisierten Jahreskarten. "Mit diesen können wir unseren regelmäßigen Besuchern weitere interessante Zusatzinfos zukommen lassen, sie zum Beispiel gezielt zu Sonderveranstaltungen einladen", sagt Mechtild Kronenberg.

Zusätzliche Unterstützung von Ausstellungen

Die Kooperation zwischen der Sparkassen-Finanzgruppe und den Staatlichen Museen ist für drei Jahre vereinbart. Außer dem Ideenwettbewerb für Jugendliche und der Förderung des Außenauftritts werden drei Ausstellungen unterstützt. "Der geteilte Himmel. 1945–1968. Die Sammlung" in der Neuen Nationalgalerie (bis März 2013) zeigt, wie erheblich die bildende Kunst bis in die Sechzigerjahre vom Kalten Krieg und den damit verbundenen Ideologien beeinflusst war. Die Ausstellung "Nofretete – 100 Jahre Amarna" (Dezember 2012 bis April 2013) im Neuen Museum feiert das 100. Jubiläum der Nofretete-Büste, und legt den Fokus auf noch nie gezeigte Funde aus der Amarna-Zeit. Und die Ausstellung "Kunst nach 1968" wird ab 2013 als zweiter Teil der Nachkriegskunst-Präsentation in der Neuen Nationalgalerie zu sehen sein.

Ideenschmieder zuversichtlich

Ob die Idee von Max und Lukas ankommt, entscheidet die Jury. "Unsere Chancen schätzen wir als gut ein", sagt Lukas. Ein Raum mit 3-D-Bildern wäre "ziemlich cool". Und: "Wenn ein Museum damit anfängt, werden die anderen bestimmt mitziehen. Das wäre doch eine kleine Revolution."

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Zuletzt aktualisiert: 17.01.2012 · Fotos: Barbara Dietl (3)