Geld & Finanzen

Planspiel Börse:
Azubis räumen ab

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Ausgezeichnete Azubis: Zum erfolgreichen Planspiel-Team der Berliner Sparkasse gehörten Matthäus Herold (23), Maik Ortmann (21), Sebastian Gorczak (23), Stefanie Witt (20), Antje Kunstmann (21) und Jenny Schmietendorf (22).

Planspiel 2009:
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Das Planspiel Börse geht am 5. Oktober 2009 in eine neue Runde und läuft bis zum 15. Dezember. Die Unterlagen für die Anmeldung gibt es bis zum 10. November 2009 in allen PrivatkundenCentern der Berliner Sparkasse. Mehr Infos zum Spiel und zu den Teilnahmebedingungen finden interessierte Schüler auch auf den Internetseiten der Berliner Sparkasse.

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Team-Capitän Matthäus Herold (rechts) war für die Auftagsabwicklung im Internet zuständig.

Ein sattes Plus von 8.087 Euro. Aus 50.000 Euro 58.087 Euro gemacht – das kann sich sehen lassen. Beim letzten Planspiel Börse haben sechs Auszubildende der Berliner Sparkasse richtig abgeräumt: Bundesweit landete das „Team Moneymaker Sprint“ auf Platz drei der ca. 1.500 Azubi-Spielgruppen der deutschen Sparkassen und Landesbanken, die außer Konkurrenz teilgenommen haben. Damit beweisen die Azubis eindrucksvoll, dass schon die jüngsten Berater der Berliner Sparkasse ihr Handwerk bestens beherrschen.

Seit Beginn des Wettbewerbs lassen die Sparkassen auch immer eigene Team an Europas größtem Börsenspiel teilnehmen - außer Konkurrenz, versteht sich. Dazu zählen neben Azubi-Gruppen auch andere Berater-Teams, Lehrer, Journalisten und Prominenten-Teams. Grundsätzlich richtet sich das beliebte Wirtschaftsspiel aber an Schüler allgemein- und berufsbildender Schulen.

Den Markt immer im Blick

Für die sechs „Moneymaker“ aus Berlin waren die zehn Planspielwochen eine perfekte Ergänzung des Ausbildungsplans: „Wir alle sind am Aktien- und Wertpapierhandel sehr interessiert, und außerdem war er auch in der Berufsschule gerade Thema“, erklärt Team-Captain Matthäus Herold. Während des Spiels waren die Aufgaben klar verteilt: Matthäus Herold war für die Orders verantwortlich und wickelte die Käufe und Verkäufe über das Internet ab. Die Entscheidungen dafür trafen die sechs im Team gemeinsam, ganz demokratisch wurde abgestimmt: „Alle zusammen haben über verschiedene Medien ständig den Aktienmarkt beobachtet“, erklärt Herold. Und dann wurde mindestens zweimal pro Woche das Portfolio des Depots besprochen – „meistens montags und freitags, bei Bedarf auch unter der Woche“, sagt Herold. Insgesamt 41 Transaktionen hatte er am Ende des Planspiels getätigt – 21 Käufe und 20 Verkäufe.

Eine Aktie als "Zugpferd"

Dabei verfolgte das Team eine klare Strategie: Um den Ertrag maximal zu steigern, sollten nie mehr als drei bis vier Aktienwerte im Depot sein. „Wegen der kurzen Laufzeit erschien uns eine breitere Streuung nicht sinnvoll“, erklärt der Team-Captain. Zudem sollte immer ungefähr die Hälfte des Depotwertes in einer Aktie investiert sein: „Das war unser sogenanntes Zugpferd.“

Gleich am Anfang ein Volltreffer

Diese Strategie ging im Jahr 2007 von Anfang an auf: „Der Erfolg hat uns sehr motiviert, und deshalb waren wir die ganze Zeit voll bei der Sache und begeistert“, erklärt Matthäus Herold. Dass auch eine Portion Glück dabei war, gibt das Team offen zu: Die Aktie der englischen Bank Barclays etwa wurde gekauft, weil Fußballfans im Team sie als Sponsor der 1. Englischen Fußball-Liga kannten. Die Aktie kletterte in der ersten Planspielwoche um zehn Prozent und war damit gleich ein Volltreffer. „Ständig steigende Rendite brachten uns auch die Aktien von VW und Google, weshalb wir sie auch lange im Portfolio behalten haben“, erklärt Herold.

Im richtigen Moment eingestiegen

Der absolute Glücksfall allerdings war das Solarunternehmen Conergy, dessen Aktie nach dem Kauf um 35 Prozent nach oben schnellte. „Uns war schon lange aufgefallen, dass Conergy seit Beginn des Planspiels verheerende Verluste erlitten hatte“, erinnert sich Herold „Deshalb haben wir diesen Wert sehr genau beobachtet, weil ja schließlich jeder Abwärtstrend irgendwann einmal enden muss.“ Als eine positive Tendenz zu erkennen war, stieg das Team ein – „und das brachte uns richtig weit nach vorn“.

Rückschlag in der letzten Woche

Allerdings erlebten die sechs Jungbörsianer auch, wie wechselhaft der Markt sein kann: Weil die Solarbranche für immer mehr positive Nachrichten sorgte, entschied sich das Team neben Conergy auch noch für Q-Cells. „Doch leider war der Markt mit der bis dahin erzielten Rendite zufrieden, und der Kurs von Q-Cells sackte um gut acht Prozent ab“, erinnert sich der Team-Captain: „Das hat uns in der letzten Woche noch ein bisschen die Beine weggehauen.“

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Das Planspiel Börse geht am 5. Oktober 2009 in eine neue Runde und läuft bis zum 15. Dezember. Die Unterlagen für die Anmeldung gibt es bis zum 10. November 2009 in allen PrivatkundenCentern der Berliner Sparkasse. Mehr Infos zum Spiel und zu den Teilnahmebedingungen finden interessierte Schüler auch auf den Internetseiten der Berliner Sparkasse.


Zuletzt aktualisiert: 04.08.2010