Wie viel Taschengeld ist genug?

Was der eine Sohnemann im Nu für Süßes verprasst...
Verhandlungssache
Folgende Taschengeld-Summen empfehlen die deutschen Jugendämter als
Orientierungswerte
4-5 Jahre 0,50-1,50 Euro/Woche
6-7 Jahre 1,50-2 Euro/Woche
8-9 Jahre 2-3 Euro/Woche
Weil Kinder bis zum zehnten Lebensjahr selten einen ganzen Monat finanziell planen können, ist zunächst eine wöchentliche Auszahlung sinnvoll. Später sollten Kinder dann auch längere Perioden finanziell überschauen lernen.
10 Jahre 12-14 Euro/Monat
11 Jahre 14-16 Euro/Monat
12 Jahre 16-20 Euro/Monat
13 Jahre 20-22 Euro/Monat
14 Jahre 22-25 Euro/Monat
15 Jahre 25-30 Euro/Monat
16 Jahre 30-35 Euro/Monat
17 Jahre 40-45 Euro/Monat
18 Jahre 60-70 Euro/Monat
Weitere Informationen unter
www.familien-wegweiser.de

... spart der andere emsig an. Durch Taschengeld lernen Kinder, mit Geld umzugehen.
Ein Konto, das mitwächst
Vom ersten Spargeld fürs Baby, übers Taschengeldkonto bis zum kostenlosen Gehaltskonto während der Ausbildung: Die Berliner Sparkasse bietet Kindern schon in jungen Jahren reichlich Entwicklungschancen. Weitere Informationen zum Konto für junge Leute lesen Sie auf der Website der Berliner Sparkasse und in unserem Artikel "Ein Konto fürs Leben".
„Mama, Papa: Ich will mehr Taschengeld!“ Bei dieser Forderung des Nachwuchses reagiert so mancher Elternteil verunsichert. Zahle ich zu wenig? Oder ist es bereits zu viel, was sich Sohnemann und Tochter in die Tasche stecken? Wie viel Geld geben andere?
Der Deutsche Sparkassen- und Giroverband (DSGV) hat diese Verunsicherung vieler Eltern zum Anlass genommen, im Rahmen einer Umfrage nachzufragen, wie viel Taschengeld Kinder im Monat bekommen. Das Ergebnis: Zwei Drittel aller rund 1000 befragten Eltern geben ihren Kindern im Schnitt 23 Euro pro Monat.
Teenager bekommen das Doppelte wie Grundschüler
Genauer aufgestaffelt heißt das: Im Alter bis fünf Jahre erhalten die meisten Kinder durchschnittlich drei Euro pro Monat. Im Schulalter von 6 bis 13 Jahren sind es schon 14 Euro. In der Pubertät bekommen Teenager bei der Mehrzahl der Eltern ungefähr 36 Euro.
Keine rechtliche Verpflichtung
Damit hält sich die Mehrheit im Großen und Ganzen an die Orientierungswerte fürs Taschengeld, die auch die deutschen Jugendämter empfehlen und auf die ebenfalls das Bundesfamilienministerium hinweist (siehe gelber Kasten).
Zwar gibt es keine rechtliche Verpflichtung fürs Taschengeld und hängt die Summe vom Einkommen der Eltern ab. Dennoch gibt es Erfahrungswerte, mit wie viel Taschengeld Kinder im Monat gut haushalten können und auskommen. Die Tabellen liegen auch bei den Jugendämtern aus.
Anfangs wöchentlich auszahlen
Weil Kinder bis zum zehnten Lebensjahr selten einen ganzen Monat finanziell überblicken können, sollten Eltern das Geld zunächst wöchentlich auszahlen. Die Sparkassen empfehlen, Kindern spätestens im Schulalter einen kleinen Geldbetrag zur Verfügung zu stellen und sie schrittweise an den verantwortungsvollen Umgang mit Geld heranzuführen.
Es sei wichtig, dass Kinder und Jugendliche praxisnah lernen, mit Geld umzugehen. Über das Taschengeld lernen sie frühzeitig, selber Entscheidungen zu treffen, was sie sich leisten können und was nicht, und dafür auch die Verantwortung zu tragen. Und: Sie bekommen ein Gefühl für den Wert des Geldes. Die Summe sollte dann behutsam Jahr für Jahr erhöht werden.
Auch für Eltern gelten klare Spielregeln
Für einen optimalen Lerneffekt müssen sich allerdings auch die Eltern an klare Spielregeln halten, zum Beispiel an einen festen Auszahlungstermin. Zudem sind Vorschriften tabu, wie das Taschengeld ausgegeben wird. Mag der Sohnemann den 10-Euro-Schein im Nu für Süßes und Kinobesuche verprassen, während die Tochter jeden Euro in ihr Sparschwein versenkt – das Geld gehört den Kindern. Eltern schreiten am besten höchstens beratend ein.
Auch von zu hohen Beträgen sollten Eltern die Finger lassen, um maßlose Wünsche zu vermeiden. Ein weiterer Tipp: Nicht zu schnell weich werden, wenn das Kind bereits vor Monatsende „pleite“ ist, sondern dann besser besprechen, wie es dazu gekommen ist und welche Lösungen es gibt. Denn wer bereits in jungen Jahren lernt, mit Geld umzugehen, kommt auch später meist besser zurecht.
Das erste Konto
Bereits Grundschulkinder können mit einem Taschengeldkonto lernen, wie man Ausgaben kontrolliert und Sparziele erreicht. Der KNAX-Klub der Berliner Sparkasse bietet hierfür ein pädagogisches Konzept an, das mit spielerischen Elementen an den Umgang mit Geld heranführt. Mehr dazu in unserem Beitrag "Spielerisch sparen" und auf der Website der Berliner Sparkasse.
Ab dem zwölften Geburtstag wird aus dem Taschengeldkonto ein vollwertiges Girokonto mit SparkassenCard. Mit Erlaubnis der Eltern können Schüler dann ihre erste Visa PrepaidCard für Reisen und Einkäufe bekommen, kostenlos bis zum 21. Geburtstag. Mehr zum kostenlosen Konto für junge Leute unter www.berliner-sparkasse.de/jungeleute und in unserem Artikel "Ein Konto fürs Leben" .
Zuletzt aktualisiert: 22.03.2013