Geld & Finanzen

Wohnträume werden wahr

Mit dem Bausparvertrag staatliche Zuschüsse sichern

„Ich bin so froh, dass es mit der Lehrstelle im Krankenhaus geklappt hat“, sagt die 17-jährige Laura und fällt ihrer Freundin Anna glücklich um den Hals. Laura lädt Anna zum Essen ein und erzählt von ihrer Ausbildung und was sie in der Klinik als angehende Krankenschwester in den kommenden Wochen erwartet. „Übrigens muss ich mich in den nächsten Tagen noch um einige Dinge kümmern. Als erstes frage ich bei meiner Sparkasse nach , wie ich meine vermögenswirksamen Leistungen günstig anlege. Die erhalte ich nämlich noch zusätzlich zu meinem Gehalt“, sagt die Pankowerin stolz.

Wer - wie Laura - von seinem Arbeitgeber vermögenswirksame Leistungen (max. 40 Euro im Monat) erhält, ist mit einem Bausparvertrag gut beraten, zumal der Staat das Sparen mit Zuschüssen belohnt: mit der Arbeitnehmer-Sparzulage und einer Wohnungsbauprämie (siehe gelber Info-Kasten).

Es gibt Zuschüsse vom Staat

Arbeitnehmersparzulage + Wohnungsbauprämie


Arbeitnehmersparzulage
Werden vermögenswirksame Leistungen (vL) auf einem Bausparvertrag angelegt, gibt der Staat neun Prozent Arbeitnehmer-Sparzulage dazu. Gefördert werden bis zu 470 Euro im Jahr. Das sind bis zu 43 Euro Arbeitnehmer-Sparzulage im Jahr. Bei Alleinstehenden darf das zu versteuernde Jahreseinkommen maximal 17.900 Euro und bei Ehepaaren 35.800 Euro betragen.


Wohnungsbauprämie
Einzahlungen auf Bausparverträge (bis zu 512 Euro bei Alleinstehenden bzw. 1.024 Euro bei Ehepaaren) werden vom Staat mit 8,8 % Wohnungsbauprämie gefördert. Das sind jährlich max. 45,06 Euro für Singles und für Ehepaare das Doppelte. Gefördert werden alle Bausparer ab 16 Jahren, wenn das zu versteuernde Jahreseinkommen 25.600 Euro bei Alleinstehenden und 51.200 Euro bei Ehepaaren nicht übersteigt.


Änderungen bei der Wohnungsbauprämie


Für alle Bausparverträge ab 1.1. 2009 wird die Wohnungsbauprämie nur noch gezahlt, wenn der Bausparvertrag für wohnwirtschaftliche Zwecke eingesetzt wird. Ausnahmen gibt es für junge Leute bis 25 Jahre. Mehr dazu auf der Website der Berliner Sparkasse.

Einen Bausparvertrag abzuschließen, ist ganz einfach

In einem persönlichen Beratungsgespräch bei der Berliner Sparkasse wird der geeignete Bauspar-Tarif ausgewählt und dann der Vertrag unterschrieben. Nun muss nur noch dem Arbeitgeber die Kontonummer mitgeteilt werden und schon kann‘s losgehen.

Mit ihrer Entscheidung fürs Bausparen liegt Laura voll im Trend. Schon 14- bis 25-Jährige wissen, dass die staatliche Rente allein nicht mehr ausreichen wird, um ihre Versorgung im Alter sicherzustellen. Daher suchen sie frühzeitig nach Vorsorgeangeboten. Neben der privaten Rentenversicherung gilt für diese Altersgruppe die eigene Immobilie als beste Altersvorsorge. Und weil der Bausparvertrag ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg dahin ist, schließen immer mehr Jugendliche einen solchen Vertrag ab.

Jeder Zweite baut auf Bausparen

Der Erwerb eines Eigenheims ist für die meisten Menschen die größte Investition ihres Lebens. Die Hälfte aller Bauherren und Wohneigentums-Erwerber in Deutschland erfüllen sich ihren Traum von den eigenen vier Wänden mit Bausparen. Natürlich beginnt ein Bausparerleben nicht in allen Fällen so früh wie bei Laura.

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Warum Bausparen gerade eine Renaissance erlebt:


Lesen Sie das Interview mit Frank Speckmann, Regionaldirektor der LBS-Nord - in unserem Beitrag "Null Risiko und alles andere als spießig".

Der 41-jährige Bernd Lehmann aus Schöneberg zum Beispiel stand der Eigenheim-Idee lange Zeit gar nicht so aufgeschlossen gegenüber. „Ich habe mich in meiner Mietwohnung sehr wohl gefühlt und hatte auch keine große Lust, meine ganze Freizeit in Haus und Garten zu stecken“, sagt er. Doch dann veränderte die Liebe alles. Spätestens seit der Geburt des inzwischen zweijährigen Lucas wurde es zu eng in der einst so geräumigen Zwei-Zimmer-Altbauwohnung. Eine überraschende Lösung bot der Vorschlag von Bernds Mutter, die der kleinen Familie anbot, zu ihr zu ziehen. Für sie allein war das Haus in Teltow schon längst zu groß, und der heiß geliebte Garten war ihr im wahrsten Sinne des Wortes „über den Kopf gewachsen“. „Außerdem“, so die Mutter, „bietet eine solche Familien-WG Vorteile für alle Beteiligten. Heute bin ich noch so fit, dass ich mich hin und wieder um den kleinen Lucas kümmern kann, in einigen Jahren hingegen könnt ihr mir vielleicht helfen.“

Zur Finanzierung wird der Bausparvertrag überschrieben

Gesagt, getan. Mit Hilfe eines befreundeten Architekten wurden der Ausbau und die Modernisierung des in die Jahre gekommenen Hauses geplant. Die Investitionssumme belief sich auf rund 85.000 Euro. Doch ehe die Handwerker anrückten, musste sich Bernd Lehmann um die Finanzierung kümmern.

Auch dabei half seine Mutter. Sie ist seit Jahren überzeugte Bausparerin und konnte auf einen zuteilungsreifen Bausparvertrag zurückgreifen. Damit dieses Geld in die Finanzierung eingerechnet werden konnte, übertrug sie ihren Vertrag auf Bernd, was bei nahen Familienangehörigen möglich ist. Zusammen mit den eigenen Ersparnissen verfügte Bernd so über genügend Eigenmittel (Faustregel: mindestens 20 Prozent Eigenkapital). Für den Rest nahm er bei der Berliner Sparkasse ein Immobiliendarlehen auf.

Und so sieht die Finanzierung aus (Beispielrechnung):

Investitionssumme: 85.000 Euro
Eigene Ersparnisse: 8.000 Euro
Zugeteilter Bausparvertrag über 25.000 Euro (davon 10.000 Euro angespart)
Immobiliendarlehen über 52.000 Euro

Eine ausführliche Beratung gibt es in allen PrivatkundenCentern der Berliner Sparkasse und in den LBS-Beratungszentren. Die wichtigsten Infos finden Sie auch direkt auf der Website der Berliner Sparkasse.