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Titel Planspiel Boerse 692

Fünf Teams unter den besten sieben aus Berlin: Das Oberstufenzentrum Recht (OSZ) fuhr beim Planspiel Börse 2013 den Berliner Sieg ein. Was machen die Schüler richtig? Und wie macht man es nach? Elf Prozent Rendite! Über Schüler im Börsenglück, Gewinne mit Joghurts und Äpfeln und nachhaltige Geldvermehrung in nur zehn Wochen.

BroCode im Interview


Die Sieger und ihre Strategie
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2.300 Euro gewannen die Schüler des OSZ Recht beim Planspiel Börse.

Tosender Applaus für die Gewinner des Planspiels Börse 2013: Das Oberstufenzentrum Recht konnte sich selbst feiern. Fünf Teams der besten sieben stammten aus der Danckelmannstraße am Kaiserdamm. Entsprechend begeistert zeigten sich die 200 Schüler, die sich an einem verschneiten Januar-Morgen zur Preisverleihung in der Cafeteria versammelt hatten.

Neben Preisgeldern von insgesamt 1.550 Euro für die Teams erarbeiteten die Gewinner mit ihren Platzierungen für den Schulfonds des OSZ zusätzlich 2.300 Euro. Gabriele Adler von der Berliner Sparkasse in der Wilmersdorfer Straße überreichte das Preisgeld symbolisch mit einem großen Scheck.

Mehr als 1.600 Teilnehmer

Nach dem Prinzip „Learning by doing“ bietet Europas größtes Börsenspiel jungen Menschen bereits seit über 30 Jahren die Möglichkeit, ein Gefühl für Wertpapiere, Aktien, Dax, Dow Jones und Real-time-Kurse zu bekommen. Dazu erhalten die Schüler ein virtuelles Startkapital von 50.000 Euro, das sich in zehn Wochen möglichst stark vermehren soll.

Europaweit nahmen an der diesjährigen Spielrunde über 40.200 Spielgruppen aus Deutschland, Italien, Frankreich, Luxemburg und Schweden teil – 554 davon allein aus Berlin. Gabriele Adler, die den Schülern mit Rat und Tat bei Anlagestrategien zur Seite stand, setzt auf den „Schneeball-Effekt“. Sie hofft, dass sich die Begeisterung für den virtuellen Börsenhandel von den teilnehmenden Teams auf den Schulhöfen und in den Pausenräumen entsprechend verbreitet. „Ich bin richtig stolz auf die Teams des OSZ Recht. Bemerkenswert ist auch die Konstanz, mit der sie an ihrer Schule diese Erfolge Jahr für Jahr wiederholen“, sagte sie auf der Preisverleihung.

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So sehen Sieger aus: Das Team „Bro Code“ war das erfolg­reichste Berlins.

Lust bekommen?


Das nächste Planspiel Börse 2014 startet am 1. Oktober. Anmelden können sich Schülerteams ab September. Alle weiteren Informationen hierzu finden Sie auf www.planspiel-boerse.de.

Mit Smartphones, Joghurt und Geduld an die Spitze

Alexander Schönhals (24), Christoph Wrege (23) und Lou Buadu (21) vom Team „Bro Code“ hatten nach elf Wochen den höchsten Depotwert erspielt. Die jungen Männer, die am OSZ Recht ihr Fachabitur machen, haben 55.718,65 Euro und somit mehr als 11 Prozent Gewinn erzielt. Eine Summe, die sich sehen lassen kann. Bundesweiter Gesamtsieger wurde ein dreiköpfiges Team aus Walldürn im Odenwald mit einem Depotgesamtwert von 60.883 Euro.

Doch was beschert eine elfprozentige Rendite? Wie können das Schüler 2014 nachmachen? Die Jungs gaben hierzu handfeste Tipps. Bereits vor Spielbeginn hatten sie sich ausgiebig mit Wirtschafts- und Börsennachrichten beschäftigt.

Zu Beginn verteilten sie das ganze Budget auf Aktien von Apple, die Joghurtmarke Danone und den Stromkonzern E.ON. Eine Strategie, die übrigens auch die bundesweiten Gesamtsieger verfolgten. Auch hier setzte man auf Internetkonzerne wie die Apfel-Marke aus San Francisco sowie auf Aktien von Amazon. Bei den Berlinern blieb Apple bis zum Schluss im Portfolio, die Anteile an den anderen Unternehmen verkauften die Jungs lediglich einmal und reinvestierten umgehend. „Als der Leitzins gesenkt wurde, haben wir uns entschieden, auch in den Bankensektor zu investieren“, äußert sich Christoph zu den strategischen Gedankenspielen.

Doch die Jungs gaben auch zu, dass es nicht ausschließlich auf Taktik ankommt, sondern ebenfalls eine gehörige Portion Glück eine Rolle spielte. Und Geduld! Drei Wochen vor Spielende lag das Team noch auf Platz 13. „Unsere Geduld hat sich ausgezahlt“, ist Alexander überzeugt. Nicht zu viel traden, keine Panik und ein wenig Vertrauen in eigene Entscheidungen – das hat sich für die drei Abiturienten auch in echter Währung bezahlt gemacht: 600 Euro erhält das Siegerteam, 200 Euro für jeden.

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Nachhaltigkeit statt Zockerei: Das Team „Lucky One“ gewann im Nachhaltigkeits-Ranking.

Es geht auch nachhaltig

Den zweiten und dritten Platz ergatterten Schüler vom OSZ Informations- und Medizintechnik in Neukölln. Die „BörsenCrasher“ lagen am Ende nur 74 Euro hinter dem Siegerteam, ein wahres „Foto-Finish“. Auch das drittplatzierte Team „FSZ21“ war dicht dahinter – immerhin 10 Prozent Gewinn erzielten die Schüler. Nur ein Prozent weniger als das Gewinnerteam.

Der vierte Platz bei Olympia gilt als „undankbar“ – beim Planspiel Börse ist die Freude über diese Platzierung indes groß. Diesen erspielten sich Louis Markkanen (17), Daniel Kozak (17) und Ersin Kartoglu (18) vom Team „Lucky One“. Sie erhielten überdies den dritten Platz im Nachhaltigkeits-Ranking. Denn beim Planspiel Börse „geht es nicht darum, die Zocker zu feiern“, sondern um nachhaltiges Anlegen, wie Olaf Ritz vom OSZ Recht betonte. Die Schüler sollen fürs Leben lernen. So ist das Planspiel auch als Projekt der UN-Dekade „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ ausgezeichnet worden. „Die Schüler lernen, Nachrichten zu lesen und zu interpretieren. Dabei ist es nicht entscheidend, ob alles richtig gemacht wird oder mal ein Fehler unterläuft“, sagte Ritz, der als Fachbereichsleiter Wirtschaft am OSZ Recht arbeitet.

Und was wollen die Sieger nun mit ihrem Preisgeld anstellen? Nach dem Geld anhäufen ist nun Geld ausgeben angesagt, erzählt Christoph. „Ist doch klar: Feiern gehen!“ 600 echte Euro sind doch auch viel schöner als 55.000 virtuelle.


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Autor: Marten Misch


Zuletzt aktualisiert: 01.10.2014 · Fotos: Christoph Schieder (2), [http://www.christophschieder.com/|Christoph Schieder]] (2)

 

Kommentare

von EINE GÖZDE am 02/11/14 um 14:52

also ich finde seine Augenbrauen müssen gezupft werden !!!!!!!!!!!!!!

 

von sebastian von marc am 02/17/14 um 12:29

heyy du da oben hör auf -.- ich find sieht toll aus seine Augenbrauen!!!

 

von eine andere Gözde am 03/04/14 um 15:00

ich stimme der eine Gözde zu :))

 

von noch eine Gözde am 08/25/14 um 12:23

ich stimme der eine Gözde auch zu :))

 

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