Geld & Finanzen

Zeit rauben

Meist reicht ein Schraubendreher völlig aus: An den richtigen Stellen angesetzt – und eins, zwei, drei steht das Fenster sperrangelweit offen. Wenn die Nächte deutlich länger sind als die Tage, laufen Einbrecher zu Höchstform auf.

Haussicherheit 692


Statistisch gesehen steigen in Berlin etwa alle 50 Minuten ungebetene Gäste in Wohnungen und Häuser ein. Dabei gibt es keine Sicherung, die für Einbrecher-Profis unüberwindbar ist. Doch mit Hilfe von einigen mechanischen oder elektronischen Sicherheitsfeatures können Haus- und Wohnungsbesitzer den Ganoven zumindest das Leben schwer machen und ihnen das rauben, was sie nicht haben: Zeit.

Service rund um die Immobilie


Die Berliner Sparkasse bietet an drei Standorten einen speziellen Service zum Bauen, Kaufen, Modernisieren oder Umfinanzieren von Immobilien. Die Immobilien-Experten helfen auch bei der Objektvermittlung oder ganz praktisch bei der Suche nach der passenden Versicherung.

ImmobilienCenter Nord
Scharnweberstraße. 14,
13405 Berlin, Telefon (030) 869 747 800

ImmobilienCenter Mitte
Frankfurter Allee 77, 10247 Berlin
Telefon (030) 869 746 700

ImmobilienCenter Süd
Hauptstraße 98/99, 10827 Berlin
Telefon (030) 869 746 600

Informationen und Beratungstermine:
Telefon: (030) 869 869 06

berliner-sparkasse.de/immo

Um in Häuser und Wohnungen zu gelangen, haben Einbrecher ihre Lieblingswege: Ganz gezielt suchen sie sich die Schwachstellen aus und das sind meist die Fenster und Balkontüren. Ungesichert sind sie wie eine Einladung für die Täter. "Zusätzliche Schlösser an den Fenstern erschweren den Zugang da schon erheblich", sagt Hauptkommissar Georg von Strünck, der bei der Berliner Polizei die Beratungsstelle zum Einbruchsschutz leitet.

Nach drei Minuten geben Diebe auf

Und darum geht es: Hürden aufzubauen. Denn wenn Einbrecher eines scheuen, dann ist es Aufwand. Schon nach drei Minuten gibt ein Einbrecher auf, wenn seine Hebelspiele keinen Erfolg zeigen, belegen Kriminalstudien. Auch die ansonsten miserabel ausfallende Berliner Einbruchsstatistik zeigt: Bei rund einem Drittel der Versuche gingen die Täter leer aus, weil sie an zeitraubender Sicherheitstechnik scheiterten.

Nachrüstbar sind grundsätzlich alle Fenster und Türen – egal ob alt oder neu, aus Holz oder Plastik. Die Auswahl an Sicherungsmöglichkeiten ist riesig. Vom einfachen Zusatzschloss ab ca. 40 Euro bis hin zum Teleskopstangenschloss – je nach Sicherheitsbedürfnis und Geldbeutel. Denn eines ist klar: Zum Nulltarif ist der Schutz nicht zu haben. Von einer Installation "Marke Eigenbau" jedoch rät Einbruchsexperte von Strünck auch begnadeten Heimwerkern dringend ab: "Man sollte nur VdS-anerkannte und DIN-geprüfte Nachrüstprodukte kaufen und diese auch vom Fachmann anbringen lassen."

Mit 150 Euro pro Fenster für Material und Einbau müsse man rechnen, heißt es bei der Berliner Firma Hofmeister Sicherheitstechnik. Für eine Wohnungstür müssen Eigentümer noch ein bisschen tiefer in die Tasche greifen: Die Richtschnur liegt bei etwa 750 Euro für einen wirksamen mechanischen Schutz, der nicht dem ersten Hebelversuch nachgibt. Mit immerhin rund 2.000 Euro rechnet das Sicherheitstechnikunternehmen ABUS für die Nachrüstung eines normalen Einfamilienhauses.

Unerwünschte Besucher abschrecken

Je nach Sicherheitsbedürfnis und Wohnlage kann nach Ansicht der Polizei auch eine echte Alarmanlage sinnvoll sein. "Das allerdings ist eine individuelle Lösung, die wir recht selten empfehlen", sagt Einbruchsexperte von Strünck. Wer Wert auf eine Alarmaufschaltung lege, muss ordentlich investieren: Mit einer drahtlosen Verbindung zum Sicherheitsdienst geht es ab etwa 2.500 Euro los. "Auch da hängt es davon ab, wie viele Fenster und Türen gesichert werden müssen", sagt von Strünck.

Unerwünschte Besucher abschrecken

Deutlich billiger sind da einige technische Gimmicks, die durchaus auch abschreckende Wirkung auf Bösewichte haben können: Ein Fernsehsimulator beispielsweise, der sich abends selbst einschaltet, kann Anwesenheit vortäuschen. Gekoppelt mit einer Zeitschaltuhr für diverse Lampen im Haus, kann dies ein unbewohntes Haus durchaus belebt wirken lassen.

Auch Kamera- und Alarmanlagenattrappen oder per Bewegungsmelder gesteuertes Hundegebell hinter der Tür können Wirkung auf Einbrecher zeigen. Diese technischen Spielereien sind für deutlich weniger als 100 Euro im Fachhandel zu bekommen. Die Polizei empfiehlt sie allerdings nicht, sondern rät zu Technik, "die wirklich etwas kann". Polizeiliche Infos unter Telefon 466 497-999. www.berlin.de/polizei

Autor: Sabine Schmitt


Diese Artikel könnten Sie ebenfalls interessieren
• Versicherung für alle Fälle: Abgesichert? Aber sicher!
• Rund um die Immobilie: Der Traum vom Eigenheim


Zuletzt aktualisiert: 16.01.2012 · Fotos: Ansgar F. Gelau