Geld & Finanzen

Jetzt riestern, zahlt sich aus

Walter Riester

Im Akzente.de-Interview: Ex-Minister Walter Riester, der Namensgeber der "Riester-Rente"

Was der Staat dazu gibt:


Werden vier Prozent des Bruttoeinkommens (maximal jedoch 2.100 Euro) in einen Riestervertrag eingezahlt, beträgt die Grundzulage jetzt 154 Euro im Jahr. Die Kinderzulage liegt bei jährlich 185 Euro je Kind (für ab 2008 geborene Kinder 300 Euro). Außerdem prüft das Finanzamt bei jedem Riestervertrag automatisch, ob zusätzlich zu den Zulagen ein Sonderausgabenabzug geltend gemacht werden kann. Trifft das zu, wird gegebenenfalls die positive Differenz erstattet.
Wer bei Beantragung der Riester-Rente das 25. Lebensjahr noch nicht vollendet hat, erhält außerdem einmalig einen Berufseinsteigerbonus in Höhe von 200 Euro.

Die Riester-Rente bleibt in aller Munde. Kein Wunder: "Es gibt kein anderes Produkt, das vergleichbare Fördermöglichkeiten bietet", betont Christian Schulze, der bei der Berliner Sparkasse für das Versicherungsgeschäft zuständig ist: "Wer nicht einsteigt, verschenkt bares Geld."

Zwei ausgezeichnete Produkte zur Auswahl

Im Rahmen ihrer Kooperation mit der Feuersozietät Berlin Brandenburg Versicherung AG bietet die Berliner Sparkasse eine klassische und eine fondsbasierte Rentenversicherung an. Bei der Klassikvariante werden die Beiträge in konservativen Wertpapieren, Staatsanleihen oder Immobilien angelegt. Die Versicherten erhalten eine Garantieverzinsung und eine attraktive Gewinnbeteiligung. Mit der Fondsvariante lassen sich die Beiträge in ausgewählte Investmentfonds investieren. Langfristig profitieren die Anleger so von den Wertsteigerungen der Kapitalmärkte.

Anspruch auf die Riester-Rente haben alle, die Pflichtbeiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung leisten, wie Arbeitnehmer sowie Beamte und Arbeitnehmer im öffentlichen Dienst, Azubis, pflichtversicherte Selbstständige, Landwirte, Wehr- und Zivildienstleistende und Arbeitslose.

4 Fragen an Walter Riester

Über die Vorteile der Riester-Rente sprach BerlinerAkzente.de im Jahr 2006 mit ihrem Namensgeber, dem ehemaligen Bundesarbeitsminister Walter Riester:

Herr Riester, warum sollte man mit dem "Riestern" beginnen?

Wer jetzt erst einsteigt, hat bereits einige Jahre Förderung und Sparen versäumt. Die Zulagen zum eigenen Sparbeitrag wurden zum 1. Januar 2008 nochmals angehoben. Die Sozialversicherungsrente allein deckt immer weniger den Lebensstandard. Also – schnelles Handeln liegt im eigenen Interesse.

Junge Frau liegt auf Sofa

Trotzdem haben die Deutschen lange eher zurückhaltend "geriestert". Woran liegt's?

Jahrzehntelang wurde der Eindruck erweckt, zusätzliche Altersvorsorge sei nicht notwendig. Ich erinnere nur an den Satz „Die Rente ist sicher“. So überrascht es auch nicht, dass die Riester-Rente nicht sofort ein Selbstläufer war. Leider gilt auch, dass häufig in unserem Lande auch gute und notwendige Dinge erst einmal kaputt geredet werden. Das Produkt selbst ist in den letzten Jahren wesentlich kundenfreundlicher gestaltet worden. Und wie wir gegenwärtig sehen, setzt sich Gutes eben durch.

Walter Riester

Was macht Walter Riester eigentlich heute?


Seit der Bundestagswahl 2002 ist der SPD-Politiker "nur" noch Bundestagsabgeordneter. Sein Mandat gewann er im Wahlkreis Göppingen in Baden-Württemberg. Richtig bekannt wurde der gelernte Fliesenleger, der am 27. September 1943 in Kaufbeuren geboren wurde, als Bundesminister für Arbeit und Sozialordnung (1998 bis 2002).

Für wen ist die Förderung besonders interessant?

Interessant ist die Förderung für alle. Wer vier Prozent seines Vorjahresbruttoeinkommens zur Altersvorsorge in einen Riester-Vertrag einzahlt, bekommt für sich, seinen Ehepartner und seine Kinder staatliche Zulagen. Zudem prüft das Finanzamt automatisch, ob zusätzlich ein Sonderausgabenabzug geltend gemacht werden kann.

Die Rente wird noch viele Jahre mit Ihrem Namen verknüpft bleiben. Empfinden Sie das persönlich als Fluch oder Segen?

Da mein Name mit einem guten Produkt in den allgemeinen Sprachgebrauch eingegangen ist, finde ich das sehr erfreulich.

So wird "geriestert"


Lesen Sie, mit welchen staatlichen Zulagen Sie im Einzelfall rechnen können - als Single, als Alleinerziehender mit einem Kind, als Familie mit zwei Kindern und als Doppelverdiener ohne Kinder.

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Wer sich für ein Riester-Angebot entscheidet, das die Berliner Sparkasse in Kooperation mit der Feuersozietät Berlin Brandenburg Versicherung AG anbietet, hat es leicht, die Zulagen zu erhalten: "Den Antrag senden wir automatisch zu", verspricht Christian Schulze. Wer in dem Formular dann "Dauerzulagenantrag" ankreuzt, braucht künftig nie mehr etwas auszufüllen. Es müssen nur noch Änderungen des Einkommens und der familiären Situation gemeldet werden - die Heirat zum Beispiel oder die Geburt eines Kindes, erklärt Schulze: "Aber dazu reicht eine formlose Nachricht aus."

Ausführliche Informationen zu den beiden Riester-Angeboten gibt es in allen PrivatkundenCentern der Berliner Sparkasse und im Internet der Berliner Sparkasse. Dort finden Sie auch einen Förderquotenrechner für Ihre individuelle Förderquote.

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