KompetenzCenter
Die Berliner Sparkasse betreut Jungunternehmer nach einer Finanzierungszusage mindestens drei Jahre lang. Die Gründer können so auch das große Experten-Netzwerk der Bank nutzen.
Das KompetenzCenter Gründungen und Unternehmensnachfolge
unter Leitung von Dr. Christian Segal hat seinen Sitz in der Badenschen Straße 23 in Wilmersdorf und ist telefonisch unter 869 855 50 erreichbar.
Auf der Website der Berliner Sparkasse finden künftige Unternehmen einen „Leitfaden für die erfolgreiche Existenzgründung“ sowie Links und Websites mit Checklisten und Texten zu beispielsweise folgenden Themen:
• Selbst gründen oder übernehmen
• Wahl der Rechtsform
• Finanzierung
• Gespräche mit Geldgebern

Setzt auf umweltfreundliche Fortbewegung: Frank Müller von Speed-e.me.
Frank Müller und sein Unternehmen Speed-e.me spielen auch im Video-Blog der BerlinerAkzente eine Rolle: Sehen Sie, wie Ingmar ohne Muskelkraft radelt, und erfahren Sie, wie die Berliner Sparkasse Gründer unterstützt.

Torsten Heine und Henryk Lippert von Inside Xtreme haben sich auf Extremsport spezialisiert.
Gut gegründet
• speed-e.me GmbH
Wallstraße 16 (Mitte),
Tel.: 89 62 20 71,
www.speed-e.me
• CLIMB UP! Kletterwald Berlin-Brandenburg
In Strausberg auf dem Gelände des Sport- und Erholungsparks, Landhausstraße 16–18, Tel.: 0177 / 737 52 55. In Klaistow auf dem Gelände des Spargel- und Erlebnishofes, Glindower Straße 28, Tel.: 0177 / 737 52 33,
www.climbup.de
• Inside Xtreme
Warschauer Straße 58a (Friedrichshain),
Tel.: 2 97 73 69 80,
www.insidextreme.de
• Causales Agentur für Marketing & Kommunikation
Bötzowstraße 25 (Prenzlauer Berg), Tel.: 53 21 43 91,
www.causales.de

Eva Neumann und Hans-Conrad Walter von der Agentur Causales sind Experten für Kultur-Sponsoring.
Die Berliner Sparkasse begleitet Existenzgründer mit einem eigenen KompetenzCenter in die erfolgreiche Selbstständigkeit – vom Handwerker bis zum Gründer einer innovativen Softwarefirma.
Existenzgründer spielen für die wirtschaftliche Entwicklung der Region Berlin-Brandenburg eine besondere Rolle. "Außer in Bayern gibt es in keinem anderen Bundesland so viele erfolgreiche Unternehmensgründungen wie bei uns", betont Hans Jürgen Kulartz, Mitglied des Vorstandes der Landesbank Berlin (LBB), zu der auch die Berliner Sparkasse gehört.
Die LBB/Berliner Sparkasse hat in den vergangenen neun Jahren – seit dem Start ihres KompetenzCenters Gründungen und Unternehmensnachfolge – mehr als 1.300 Unternehmen auf ihrem Weg in die Selbstständigkeit begleitet: mit persönlicher Betreuung, hilfreichen Kontakten innerhalb eines großen Netzwerkes und der finanziellen Ausstattung für innovative Geschäftsideen. "Die von uns betreuten Gründer sind für die Zukunft gut gerüstet", sagt Hans Jürgen Kulartz. Das zeigen auch unsere vier Beispiele.
Den Umweltschutz ins Rollen bringen
Wenn es um die Vorteile eines Elektrorads oder -rollers geht, ist Frank Müller (42) von „speed-e.me“ kaum zu bremsen. Seit Oktober vergangenen Jahres führt er den ersten "eBike und eScooter"-Laden in Berlin. In seinem Geschäft am Spittelmarkt verkauft und vermietet Müller die umweltfreundliche Alternative zum Sprit schluckenden Auto und zum Muskelkraft zehrenden Fahrrad.
Der eBike-Markt verzeichne zweistellige Zuwachszahlen pro Jahr, sagt Müller: "Du fährst deutlich schneller, kannst trotzdem selber treten und bezahlst auf 100 Kilometer nur 50 Cent." Abends stecken die „E-Radler“ den Akku einfach in die heimische Steckdose. Geschäftsleute und Privatnutzer schätzen die tiefergelegten, stylischen Räder, um lässig durch die Flächenstadt Berlin mit ihren wenigen Steigungen zu fahren.
"Ich wollte etwas für den Umweltschutz tun", sagt Müller, der ursprünglich aus der Filmproduktion kommt. Auf einer Existenzgründermesse stellte er der Berliner Sparkasse seine Idee vor. "Für mich waren die persönliche Beratung und das große Netz an Kontakten bei der Wahl der Bank ausschlaggebend. Deshalb habe ich mich für die Berliner Sparkasse entschieden", sagt Müller.
Und er spricht der Berliner Sparkasse seine Anerkennung aus. ”Schließlich fördert sie mit der Unterstützung meiner Geschäftsidee ja auch den Umweltschutz", so der Unternehmer. Sein Rat für Existenzgründer: "Hartnäckig bleiben und sich nicht von Skeptikern vom Weg abbringen lassen."
Pioniere einer ganzen Branche
Vor vier Jahren eröffneten Steve Piering (37) und Frank Schreiber (43) den ersten Kletterwald in Berlin-Brandenburg. Inzwischen stehen die Berliner kurz davor, neben Strausberg und Klaistow die dritte Anlage in Hennigsdorf zu eröffnen. Sie beschäftigen knapp 30 Mitarbeiter, denn auch die Besucherzahlen kletterten bei "CLIMB UP!" schnell nach oben.
Ihr Angebot haben die Hobbykletterer beständig ausgeweitet, bieten sogar Teamtrainings einschließlich Cateringservice für Unternehmen an. Sie gewannen mehrere Gründer- und Tourismuspreise und zählen inzwischen zu den touristischen Highlights des Landes Brandenburg, wie Steve Piering stolz erzählt.
Die Geschäftsidee brachten sie aus Frankreich mit. Als ehemaliger Unternehmensberater verfügte Piering über bestes Hintergrundwissen, um den Schritt in die Selbstständigkeit zu wagen. Die Berliner Sparkasse war sofort bereit, die Geschäftsidee zu finanzieren. Die Kundenbetreuerin habe großes Engagement bewiesen und stets verbindliche Zusagen gegeben, sagt er. "Wir fühlten uns von Anfang an gut aufgehoben." Sein wichtigster Tipp: vorausschauend planen und immer ausreichend Liquidität vorhalten.
Vom Wohnzimmer ins World Wide Web
Das WG-Wohnzimmer als Büro, der Flur als Lager, zugestellt mit Schwerlastregalen – so sah anfangs die Firma "Inside Xtreme" von Torsten Heine (27) und Henryk Lippert (28) aus. Nach fünf Jahren residieren sie mit ihrem Büro und fünf Mitarbeitern nun an der Warschauer Straße und haben ihrem Online-Shop für Extremsport-DVDs, Erlebnistickets sowie Boardsport- und Streetwear erst kürzlich ein neues Design verpasst. Ihr Ziel: die Anlaufstelle für Fans von Extremsportarten wie Snowboarding, Wakeboarding oder Mountainbiking zu werden.
Mit gerade einmal 22 und 23 Jahren gründeten die beiden ihre Wohnzimmerfirma. Anfangs ernteten sie von manchen Geschäftspartnern ein spöttisches Schmunzeln, und auch einige Freunde fragten skeptisch, ob der Quereinstieg eine gute Idee sei. Doch dass sie aufgeht, bewiesen der Hotelfachmann und der Politologiestudent beim hiesigen Businessplanwettbewerb. Das Konzept überzeugte auch die Berliner Sparkasse.
Torsten Heine schätzt den persönlichen Kontakt: "Wenn wir Wünsche oder Fragen haben, werden sie immer schnell erfüllt beziehungsweise beantwortet. Schön finde ich außerdem, dass wir trotz der Finanzierung durch die Berliner Sparkasse stets das Gefühl haben, unser eigener Herr zu sein." Existenzgründern empfiehlt er, die Fixkosten am Anfang niedrig zu halten: "Lieber erst die Garagenfirma als sofort das Büro am Ku’damm."
Brücke zwischen Kultur und Wirtschaft
Fünf Jahre lang geisterte Hans-Conrad Walter (40) die Geschäftsidee im Kopf herum: Partnerschaften zwischen Sponsoren suchenden Kulturbetrieben und förderungswilligen Unternehmen zu vermitteln. Dann traf er auf Eva Neumann (30), und gemeinsam gründeten die beiden Kommunikationswirte 2003 ihre Agentur "Causales".
Heute berät Causales in Prenzlauer Berg mit zwei Mitarbeiterinnen Unternehmen in ganz Deutschland beim Sponsoring, unterstützt Kulturprojekte und -marken, wie zum Beispiel Europas größtes Kinder- und Jugendfreizeitzentrum, das FEZ in der Wuhlheide.
Für das nötige Startkapital sorgte das Existenzgründer-Darlehen der Berliner Sparkasse. Der enge Austausch, die große Kulanz und die flexible Kontoabwicklung, wenn zum Beispiel mal ein Kunde nicht zahlt. Das seien die großen Pluspunkte der Berliner Sparkasse. Trotz Wirtschaftskrise blickt Walter optimistisch in die Zukunft und rät auch anderen Gründern, Risiken niemals aus dem Weg zu gehen, sondern kalkulierbar zu machen. Ebenfalls wichtig: Förderprojekte wahrnehmen und bereits im Vorfeld Kunden für die Idee gewinnen.
Zuletzt aktualisiert: 15.02.2010 · Fotos:
Andreas Riedel (4)