
Spielerisch viel über die Wirtschaft lernen – dafür steht das Planspiel Börse.
"Wir waren dabei"
Wie ein Azubi-Team der Berliner Sparkasse im letzten Jahr das Planspiel Börse erlebte, lesen Sie detailliert in unserem Beitrag "Azubis räumen ab".
Mehr als 200.000 Schüler im Aktienfieber, attraktive Preise und zehn Wochen lang nur ein vorherrschendes Thema: die Aktienkurse. Jetzt "brokern" sie wieder, denn im Planspiel Börse, Europas erfolgreichstem Wirtschaftsspiel, läuft die nächste Runde.
Kostenlos mitmachen können Schüler allgemein- und berufsbildender Schulen im Alter zwischen 14 bis 19 Jahren sowie Studenten, die sich in Teams von drei bis acht Mitspielern zusammenfinden. Den Siegern winken attraktive Geld- und Sachpreise. Allein für die erfolgreichsten "Börsenmakler" in Berlin sind Gewinne im Gesamtwert von 5.000 Euro ausgeschrieben. Das beste Team Deutschlands reist für ein Wochenende zur europäischen Siegerehrung nach Italien.
Zweimal täglich wird abgerechnet
Und so läuft's: Jedes Team bekommt 50.000 Euro fiktives Startkapital, um damit Wertpapiere zu kaufen beziehungsweise zu verkaufen. Das Ziel: Gewinne erzielen – wie an der echten Wertpapierbörse. Um den Wert ihres fiktiven Depots zu steigern, müssen die Teilnehmer Aktienkurse verfolgen, Informationen über Unternehmen sammeln und sich in ihrer Spielgruppe auf Anlageentscheidungen verständigen. Dabei haben sie die freie Auswahl aus 175 Wertpapieren. Sie geben ihre Aufträge im Internet ein oder übermitteln sie der Berliner Sparkasse und haben dabei natürlich volle Entscheidungsfreiheit. Der Spielstand wird ebenfalls online abgerufen. Zweimal täglich wird in der Börsenspiel-Zentrale in Stuttgart abgerechnet. So können die Teilnehmer auch kurzfristig auf Kursschwankungen reagieren.
Nachhaltigkeit steht hoch im Kurs
Zehn Wochen lang haben sie die Möglichkeit, ihr Wissen in Sachen Börse und Wirtschaft zu erweitern. Dabei steht beim Planspiel Börse diesmal der Aspekt der nachhaltigen Geldanlage hoch im Kurs: "Die Finanzkrise hat gezeigt, dass die Zeit der reinen Gewinnmaximierung vorbei ist. Die Ausrichtung am langfristigen Unternehmenserfolg gewinnt zunehmend an Bedeutung", sagt Werner Netzel, Geschäftsführendes Vorstandsmitglied des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes (DSGV). Deshalb stehen bei Deutschlands größtem Börsenspiel nachhaltige Anlagestrategien im Mittelpunkt. "Unser Ziel ist es, die Schüler noch zielgerichteter zum verantwortungsvollen Umgang mit Geld zu erziehen", erklärt Netzel.
Risiken überschaubar halten
Anhand jährlich wechselnder Schwerpunktthemen wird den Teilnehmern der Zusammenhang zwischen Unternehmenswerten, Kursbewertungen und der aktuellen wirtschaftlichen Situation erläutert. Informationsmodule im Internet und Diskussionsforen, die von Experten der Sparkassen-Finanzgruppe moderiert werden, unterstützen die Auseinandersetzung der Schüler mit dem Thema Nachhaltigkeit. Neben den Teams mit der höchsten Rendite werden auch die Gruppen ausgezeichnet, die am erfolgreichsten in nachhaltige Wertpapiere investiert haben. Wohl überlegte Investitionen, stabile Renditen und überschaubare Risiken stehen im Vordergrund.
Im vergangenen Jahr waren allein aus Berlin mehr als 530 Schülergruppen dabei. Bestes Team der Hauptstadt waren "Die Berliner Broker". Mit einem Depotwert von 90.667,44 Euro konnten die Schüler vom Oberstufenzentrum Bürowirtschaft und Verwaltung ihr fiktives Startkapital von 50.000 Euro trotz der Turbulenzen an der Börse fast verdoppeln. Als Lohn gab es für die drei Schüler eine Siegprämie von 400 Euro.
Spielerisch die Wirtschaft verstehen
Beim Planspiel Börse lernen die Schüler spielerisch viel über die Funktionsweise der Wirtschaft und die Mechanismen der Finanzmärkte. "Das Spiel zeigt, dass in der Regel die Teams erfolgreicher sind, die mit ruhiger Hand agieren, und die sogenannten Zocker, die schnell kaufen und verkaufen, das Nachsehen haben", sagt Heinrich Haasis, Präsident des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes (DSGV).
Mehr Infos zum Spiel und zu den Teilnahmebedingungen finden interessierte Schüler auch auf den Internetseiten der Berliner Sparkasse.
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